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FC bestätigt: Choreoklausel weg, Genehmigungspflicht bleibt

Jetzt ist es offiziell: Einer der großen Zankäpfel zwischen der aktiven Fanszene und dem 1. FC Köln ist beiseite geräumt worden. Die Choreoklausel, wonach sich eine Einzelperson rechtlich für eine Choreografie in der Südkurve verantwortlich zeigen sollte, ist Vergangenheit. Das bestätigte der Klub am Sonntag.

Köln – In einer Mitteilung der Geissböcke teilte Vizepräsident Carsten Wettich mit: „Vorstand und Geschäftsführung des 1. FC Köln haben nach eingehender Prüfung entschieden, auf die so genannte Choreoklausel zu verzichten. In die Entscheidung waren sowohl die zuständigen Abteilungen und Mitarbeiter beim FC als auch die Netzwerkpartner und der Mitgliederrat eingebunden. Grundlage ist ein externes Rechtsgutachten, nach dem die bisherige Klausel nicht erforderlich ist.“

Anmeldet und genehmigt werden muss eine Choreografie allerdings auch in Zukunft. Es gelte nach wie vor der übliche Prozess, erklärte Wettich weiter. „Eine Choreografie muss sich im Rahmen der Stadionordnung, der Gesetze und behördlichen Vorgaben sowie der Werte des 1. FC Köln bewegen“, stellte der Vizepräsident klar. „Bei Verstößen tragen die Verursacher die Konsequenzen. Das gilt auch für beleidigende Banner und Transparente, die schon bisher nicht von der Klausel erfasst wurden.“ Das neue Präsidium um Werner Wolf und Eckhard Sauren hatte sich im Wahlkampf für eine Abschaffung der umstrittenen Klausel eingesetzt.

Schon im nächsten Heimspiel wird es wieder eine Choreografie geben. Einer der großen Fanclubs des FC, „Cologne Power East Belgium“, wird anlässlich seines 20-jährigen Bestehens in der Südkurve aktiv werden. Nach GBK-Informationen hatte es zwischen dem Fanclub und dem Südkurve 1. FC Köln e.V. über mehrere Monate hinweg einen ausführlichen Austausch über die Choreografie gegeben. Gegen den 1. FSV Mainz 05 wird es daher erstmals wieder seit Jahren eine Fan-Präsentation geben.

15 Kommentare
  1. Dieter says:

    Die sollen sich dann schon mal Choeros ausdenken die keine Menschen benötigen, Jens Spahn hat heute endlich das ewige protestieren und choreografieren für diese Saison für beendet erklärt ! Endlich kann man mal in Ruhe Fußball gucken , schöne Flasche Corona Edel dabei !

  2. OlliW says:

    Ich freue mich über die Entwicklung und habe die Choreos in Köln echt vermisst. Habe sogar mit gewissen Neid auf Clubs wie Frankfurt geschaut, die das regelmäßig durchziehen. Es ist eines der positiven Merkmale von aktiven Fanszenen. Sie sind ein Zeichen gegen die „Keimfreheit“ des Fußballs, die sich manche Leute und Funktionäre wünschen. Gerade in Köln sehe ich Choreos vom Ansatz her auch ein wenig in der Tradition des Karnevals.
    Ja, und ich wäre auch für einen kontrollierten Einsatz von Pyro. Wenn das auch schwierig wäre.

  3. Dieter says:

    Choreos sind was für Event Fans , Fussballfreunde kommen wegen Fußball , nicht wegen selbstinszenierungen von Zuschauer. Ich könnt auf Choreos genau wie auf die Dauertrommler die nicht mal auf den Platz schauen völlig verzichten !

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