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Hopp, DFB und Ultras: Heuchelei, wohin man blickt

Der Konflikt zwischen Ultra-Gruppierungen in ganz Deutschland und Dietmar Hopp ist eigentlich nur ein Stellvertreter-Kampf im Streit der Fußballkulturen: Tradition versus Kommerz. Und natürlich geht es dabei auch um Macht. In diesem Treiben ist allen Parteien jedes Mittel recht. Vor allem jenes der Heuchelei. 

Ein Kommentar von Marc L. Merten

„Dietmar Hopp ist ein sehr feinfühliger Mensch. Ich weiß, dass er nur einen kleinen Teil seines Vermögens in den Fußball investiert hat, einen sehr großen Teil dagegen in soziale Einrichtungen: in Schulen, in Kindergärten, vor allem in die Medizin, in die Krebsforschung. Das dürfen wir nicht vergessen. So jemand tut viele gute Dinge, die allen zugute kommen. Vielleicht auch dem einen oder anderen da draußen, der damit jetzt noch gar nicht rechnet. Deswegen möchte ich das relativiert betrachten. Wir sind uns wohl alle einig, dass wir solche Dinge nicht sehen wollen.“

Es war das Schlusswort von Markus Gisdol nach dem Spiel des 1. FC Köln gegen Schalke. Der FC-Trainer, einst in Hoffenheim tätig, wies damit indirekt auch auf mehrere andere Dinge in der Causa Hopp hin: Erstens hat Dietmar Hopp Beleidigungen gegen seine Person nicht zu dulden, nur weil er Milliardär und im Fußballbusiness unterwegs ist. Hass und Hetze sind, egal aus welchen Richtungen kommend, inakzeptabel. Zweitens muss man Hopps Investments in die TSG Hoffenheim allerdings nicht gut finden. Jeder hat das Recht zu Kritik an Methoden, übergangenen Regeln, Machtspielen oder Verbandsheucheleien. Der Zweck heiligt dabei jedoch nicht die Mittel, heißt: Nur um Gehör mit seiner Kritik zu finden, darf aus Kritik keine Hetze werden. Und drittens, so ließ Gisdol mit seinem Statement anklingen, sollten sich alle (!) hinterfragen, ob ihre Motive wirklich lauter sind.

Proteste auf Kosten des eigenen Klubs

Dies betrifft die Ultras in der gesamten Republik genauso wie Dietmar Hopp selbst und vor allem die Verbände und auch Vereine. Auf allen Ebenen strotzt dieser seit Jahren schwelende Konflikt vor Heuchelei. Die Ultras stellen ihre eigenen Interessen, ihre Proteste in schöner Regelmäßigkeit über die Interessen jener Klubs, die sie eigentlich unterstützen und erfolgreich sehen wollen. Aus Kölner Sicht war dies zu Beginn der zweiten Hälfte hartes Brot. Mit 2:0 im Abstiegskampf in einem Schlüsselspiel führend, mussten sich die FC-Profis erst einmal um andere Dinge kümmern als um das, was man sich fußballerisch eigentlich für die zweite Hälfte vorgenommen hatte. Als das Spiel dann wieder angepfiffen wurde, konnte man sehen, dass so mancher Kölner Spieler den Fokus etwas verloren hatte. Ein besseres Team als Schalke hätte dies womöglich ausgenutzt und dem FC noch den Sieg streitig machen können. Die Kurven-Interessen wogen also mal wieder mehr als der Verein, den man doch so liebt.

Hopp gegen die Geister, die er selbst rief

Dietmar Hopp derweil muss sich fragen lassen, ob er nicht trotz allen Anfeindungen besser beraten gewesen wäre, ähnlich wie Uli Hoeneß, Reiner Calmund, Oliver Kahn oder Stefan Effenberg in der Vergangenheit über den Dingen zu stehen. Er führte von Beginn an eine Medien- und DFB-Kampagne gegen jeden Kritiker, der gegen das Modell Hoffenheim verbal vorging (auch gegen andere Bundesliga-Manager) und hievte so durch seine Beschwerden und Anzeigen sich selbst auf ein öffentliches Tableau, indem er Kritik an sich und dem Klub mit dem Wort „Diskriminierung“ gleichsetzte. Er selbst machte „Hoppenheim“ zu einem Symbolbegriff der Fanproteste gegen ein ganzes System und rief so jene Geister herbei, die er nun nicht wieder los wird. Vielleicht hätten er, der DFB und die DFL für einmal besser jene elitäre Arroganz walten lassen sollen, mit der sie nun gemeinsam versuchen die Beleidigungen aktiv zu verbannen. Denn arrogant und heuchlerisch ist das Treiben des DFB, der DFL und auch der Vereine zweifelsohne, wenn sie nun wieder mit dem Finger nur auf die Ultras zeigen, nicht aber auf sich selbst.

Das Messen mit zweierlei Maß

Dass der FC Bayern und Hoffenheim dafür gefeiert wurden, beim Stand von 6:0 das Spiel aus Protest ausklingen zu lassen, lag einzig und alleine am Ergebnis. Beim Stand von 1:1 wäre es bis zum Schlusspfiff normal weitergegangen, es hätte kein Balljonglieren und Applaudieren mit Hopp auf dem Rasen gegeben. Man fragt sich auch, was wohl Timo Werner am Samstag gedacht hat, der deutschlandweit in den Stadien als „Hurensohn“ beschimpft wurde, ohne dass es Folgen gehabt hätte. Torhüter der gegnerischen Mannschaft müssen sich dagegen schon seit Jahrzehnten fast „traditionell“ den Spruch „Arschloch, Wichser, Hurensohn“ gefallen lassen. Und am Samstag in Müngersdorf besangen sich Kölner und Schalker Fans gegenseitig als eben solche. Konsequenterweise müssten DFB und DFL sich nun also darauf verständen, dass jede derartige Pöbelei künftig zu einem Spielabbruch führen könnte. Aber das, das wissen alle Beteiligten, wird nicht so kommen.

Gibt es Opfer erster oder zweiter Klasse?

Genau diese Heuchelei, das Messen mit zweierlei Maß, gehört zu jenen großen Kritikpunkten, die nicht nur die Kurven den Fußball-Großkopferten vorhalten. Kurzum: Ist der Milliardär Dietmar Hopp etwa wichtiger als der Millionär Timo Werner? Und was würde wohl passieren, wenn man zu der Gleichung aus Beleidigungen gegen Hopp noch die Probleme des Rassismus und der Homophobie hinzuziehen würde? Was sagt es über Verbände und Vereine aus, wenn im DFB-Pokal der Berliner Jordan Torunarigha rassistisch beleidigt wird, es in diesem Augenblick aber nicht einmal Spielunterbrechung oder eine Stadiondurchsage gibt? Gibt es Opfer erster oder zweiter Klasse?

Kommt es bald zum kalkulierten Spielabbruch?

In der Causa Hopp ist klar: Eigentlich geht es gar nicht um die Person Dietmar Hopp. Es geht um einen seit Jahren anhaltenden Kulturkampf: Traditionalisten und Romantiker einerseits gegen Kommerzialisierer andererseits. Nicht nur Hoffenheim steht im Fokus der ersteren Gruppierung, auch Wolfsburg, Leverkusen und vor allem RB Leipzig. Doch das Problem mit Konzernvereinen ist, dass sich eine Dose, eine Pille oder ein Auto nur schwerlich als Hassfigur eignt. Bei Hopp ist das anders. Er ist ein Mensch, er hat ein Gesicht, und auf dieses Gesicht passt ein Fadenkreuz. Letztlich geht es um Macht. Nicht nur um die Macht des DFB, sondern auch um die Macht der Fans. Sie gefallen sich in ihren Machtdemonstrationen über den eigenen Vereinen, den Verband und den Ablauf eines Fußballspieles genauso wie der DFB sich in seiner Macht gefällt, eigene Regeln aufzustellen, intransparente Entscheidungen zu treffen und rücksichtslos alles voranzutreiben, was nur irgendwie Geld in die Kassen spült. Am Ende geht es um die Frage: Wer sitzt am längeren Hebel? Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es irgendwann tatsächlich zu einem Spielabbruch kommen wird, kalkuliert herbeigeführt durch eine Fanszene. Was dann folgen dürfte, erscheint ebenfalls bereits klar: der massenhafte Ausschluss von Fanklubs, der Entzug von Dauerkarten und das Verhängen von Stadionverboten. Es wäre die nächste Stufe der Eskalation, womöglich aber nicht die letzte.

87 Kommentare
  1. Ziesi says:

    Ich bin nicht ganz im Bilde, aber Dietmar Hopp, der Begründer von SAP, sponsert doch auch einige andere Sportbereiche: spielen nicht die Rhein-Neckar-Löwen in der SAP-Arena? Ist nicht auch Hopps finanzielles Engagement dort erkennbar? Ich vermute schon. Doch beim Handball sieht man idiotische Aktionen wie gestern nicht. Leider geht es im Fußball aber immer mehr um Geld und wo Geld regiert, halten auch negative Begleiterscheinungen Einzug. Es ist müßig zu diskutieren, ob nun die Henne oder da Ei zuerst da war. Ich bin nur unfassbar traurig und enttäuscht darüber, dass ich seit mehreren Jahren auf der Warteliste für eine Dauerkarte meines Lieblingsvereins sitze, während absolute Vollpfosten durch solche Aktionen eigentlich jeglichen Anstand und damit jegliches Recht verwirken, friedliebenden und anständigen Fußballfans den Zugang blockieren.

  2. Michael H says:

    Zusammengefasst: auf beiden Seiten sitzen Asoziale – im wahrsten Sinne des Wortes.

    So sehr ich der Meinung bin, dass man Diskriminierung hart verfolgen muss (gegen wen auch immer), so sehr geht es mir auf den Senkel, dass Hopp ebensosoviel heroisiert wie verteufelt wird.

    Sicherlich hat er das nicht verdient und die Menschenwürde ist unantastbar etc – aber man könnte da auch drüber stehen und nicht alles persönlich nehmen.

    Das Schlimmste ist aber, wie es im Kommentar beschrieben wird, dass die Heuchelei kein Ende findet. Letztlich hat das für die Rummenigges und Neuers rein gar nichts mit fehlendem Anstand einiger zu tun, sondern mit Klassenkampf. „Wir müssen einen der unseren verteidigen“ heißt es. Aber nicht, weil er ein Mensch ist (und das alles nicht verdient), sondern weil eine Attacke auf ihn eine Attacke aufs System ist.

  3. Gerd Mrosk says:

    Klasse Herr Merten. Besonders der letzte Absatz trifft voll ins Schwarze,denn letztendlich bleiben erst mal zig Fragen im Raume. Ich finde es erst mal einen völlig deplatzierten Schnellschuss ,was diesen Dreipunkte Plan betrifft. Und Ziesi,ich bin in dem ganzen Zusammenhang einfach traurig,was deinen letzten Satz betrifft.Es geht hier weit mehr,als um eine frei werdende Dauerkarte,es geht um eine vernünftige Zukunft in Deutschland,was die Gesellschaft als solche,aber auch ,was den deutschen Fussball betrifft,der weit über die Grenzen viele Menschen ein Stück weit mehr glücklich machen kann,als das er es dieser Tage tut.

  4. Michael H says:

    Nachtrag: diese 13 Minuten Nichtstun waren ein Offenbarungseid. Man sah, was Verantwortliche und Spieler von Fans und Unterstützern halten – ebenso wie von wirklichen Problemen in der Gesellschaft. Da gibt’s Trauerbinden oder Schweigeminuten für schreckliche Ereignisse bei denen viele Menschen sterben – und bei ein paar (dennoch unangebrachten und zu verfolgenden) Beleidigungen wird buchstäblich gestreikt um ein Zeichen zu setzen, dass „wir hier oben“ besser sind als „ihr da unten“ und das alles nicht verdienen. Erbärmlich.

  5. Frank Claussen says:

    Moin, ich bin neu hier und grüße aus dem hohen Norden.
    Bin mit Dir einer Meinung Ziesi!
    Beleidigungen verbaler Art gibt es schon seit je her und waren auch jahrelang „normal“ , gehörten dazu. Wie oft ich Netzer als A… beschimpft habe… Jetzt erleben wir aber eine Zeit, in der man nicht einmal mehr Zigeunerschnitzel bestellen darf, ohne als Nazi tituliert zu werden! Auch eine Zeit, mit technischen Möglichkeiten. Keine Ahnung, wie viele Kameras bei einem Spiel im Einsatz sind, aber mindestens zwei davon sollten doch permanent die Fankurven filmen. Und was spricht gegen erkennbare und/oder getarnte Ordner in den Fanblocks? Zivilcourage gut und schön, ist aber eher Wunschdenken. Ich hoffe, das man diese Spacken ausfindig macht, RICHTIG bestraft und das unser Effzeh mir weiterhin so viel Freude macht, wie in den letzten Wochen. Schönen Sonntag….

  6. LOCUTUS says:

    Der Protest gegen kommerzielle Konstrukte wie Hoffenheim und RB war und ist richtig.
    Da der DFB und die verfilzten Führungsetagen der deutschen Clubs versuchen jegliche Kritik im Keim zu ersticken, wird es bei diesen extremen Auswüchsen von Seiten der (aktiven) Fans bleiben; was nicht verwundert, denn ohne Extreme würde in Fussball-Deutschland niemand den Protest wahrnehmen.
    Nun gilt es einfach über das was kritisiert wird offen zu sprechen; diesem Dialog verweigert sich der DFB seit langer Zeit und/oder bricht zugesicherte Versprechen.
    Was sicher ist; der Kampf geht weiter!

    • Geisbock514 says:

      Kommerzielle Konstrukte…was ist mit Köln und rewe, Kind mit h96, kühne mit HSV, levkusen mit Bayer, Wolfsburg mit VW, Bvb mit…, Bayern mit…WO IS D E N N kein kommerzielles konstrukt. Du bist ja total bescheuert, Du bist ja genauso verfilzt, Was willst du denn überhaupt oder die“aktiven fans“ was den für einen Protest…gegen was den? Was für einen Dialog? Mit dir? Was willst du den überhaupt, du vollpfosten..“der Kampf geht weiter“ kennst du den Satz eigentlich, wie der entstanden ist und mit wievielen Toten der satz in Verbindung gebracht wird….man, man, man…. Du arme Sau.
      „Ohne Extreme“…Klasse, Wann gibt’s dann den ersten Toten.
      Vollidiot!!

      • Boom77 says:

        Sehe ich auch so. Man kann diese „kommerziellen Konstrukte“ wie RB, Hoffenheim, Wolfsburg und Leverkusen schlecht finden und sachlich und wegen mir – sofern es im Rahmen bleibt – auch emotional kritisieren. Man muss sich aber gut überlegen, ob man sich da nicht der Scheinheiligkeit preis gibt.

        Du sprachst zurecht den FC mit Rewe an. Eigentlich ist Rewe nur unser Hauptsponsor. Es ist jedoch der erste unserer Hauptsponsoren, dessen Vorstandsvorsitzender bei uns einen Sitz in einem Gremium hat, soweit ich weiß. Warum ist das wohl so? Weil Rewe nur und ein ganz normaler Hauptsponsor ist? Wohl kaum.

        Beim BVB war Evonik lange Zeit nicht nur Hauptsponsor sondern hielt lange Zeit zudem ein ordentliches Aktienpaket (ich meine fast 10 %). Andere Unternehmen und Privatpersonen halten bis heute ähnlich starke Aktienanteile in der Hand.

        Bei Bayern befinden sich größere Aktienpakete (jeweils 8,33 %) im Besitz von Audi, Allianz und Adidas, die zudem zu den großen Sponsoren des Clubs gehören.

        Ob die Fans dieser Lager sich groß über Kommerz bei RB, Wolfsburg und auch Hoffenheim aufregen sollten, wage ich mal stark anzuzweifeln.

        • major says:

          Es gehört zur Folklore der Ultras, daß sie ihre „Anarchie“ als das einzig wahre betrachten. KeinZwanni, aber bestimmen wollen, sonst Krankehau, Opfa.

          Ja, man muss natürlich irgendwelche Räume schaffen, in denen die Psycho- und Soziopathen ihre Triebe ausleben können wenn man sieht, wie klein die Forensik in Porz ist.

    • Gerd Mrosk says:

      Was sicher ist??? Sicher ist,wer den längeren Arm oder Atem hat und das sind nicht die Uneinsichtigen,die nur ihr Ding verfolgen.Sie bekommen eine Hang gereicht,die ihnen nicht reicht,dann wird die Hand eben weg gezogen,übrigens wie im normalen Leben.

  7. DeKa says:

    Ich frage mich die ganze Zeit, wie eine Minderheit auf die absurde Idee kommt bzw. glaubt, für die Mehrheit sprechen zu müssen. Niemand hat sie dazu legitimiert, geschweige denn dazu aufgefordert. In meinem Namen sprechen die jedenfalls nicht.

    • FC Neukoelln says:

      Es gibt ja auch eine erhebliche Minderheit – nämlich genau 1 Person – die seit Jahren behauptet, Gott habe am 8. Tag den 1. FC Köln geschaffen. Dagegen sollte man mal was tun. Spielabbruch wegen Gotteslästerung.

  8. Paul Paul says:

    Wenn der Herr Hopp Kinderkrankenhäuser mit seinem Geld bauen würde, dann hätte er wohl mehr Recht auf gesellschaftliche Anerkennung. Wo bitte besteht der Verdienst, wenn jemand mit seinen Milliarden einen Dorfverein zu einem Bundesligisten macht?

    Wir sollten in der nächsten Saison bei unserem Auswärtsspiel in München 2 Fans in der Bayernkurve unterbringen, die 3-mal ein Schmähplakat hochhalten, und schon haben wir 0:2 gewonnen!

    Werden Spiele demnächst auch abgebrochen, wenn man Schmählieder gegen den Gegner singt?

    • Stephan says:

      Seine sozialen Projekte
      1995 hat er die Dietmar-Hopp-Stiftung ins Leben gerufen. Diese engagiert sich in den Bereichen Soziales, Bildung, Sport und Medizin und ist vor allem in der Metropolregion Rhein-Neckar aktiv, weil Hopp sich der Region sehr verbunden fühlt. Über 600 Millionen Euro hat sie schon ausgeschüttet. Der Umweltschutz liegt Hopp am Herzen. Die Klimastiftung für Bürger setzt sich u.a. für ein besseres Verständnis von Klima und Umwelt ein. Die aus der Stiftung heraus entstandene KLIMA ARENA in Sinsheim ist ein Lern- und Erlebnisort für die ganze Familie. Viele Exponate und Mitmachaktionen zeigen hier u.a. die Auswirkungen des Klimawandels. Die Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro hat zum größten Teil Dietmar Hopp getragen.
      2018 spendet die Dietmar-Hopp-Stiftung 100 Millionen Euro für ein innovatives Herzzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg. Auch deshalb kann hier bis in vier Jahren eine europaweit einzigartige Einrichtung entstehen. Diagnostik, Operationen und Rehabilitationen für Erwachsene und Kinder werden unter einem Dach stattfinden und ein angeschlossenes Forschungsinstitut weiterentwickelt werden.
      Schon zuvor hatte Dietmar Hopp u.a. Anschaffungen und Projekte an Universitätskliniken und Institute in Heidelberg und Mannheim gefördert. U.a. spendete er an die Abteilung Kinderkrebsklinik der Uniklinik Heidelberg, auch weil es für ihn eine Horrorvorstellung war, dass einer seiner Söhne an Krebs erkranken könnte. So wurde hier eine Bestrahlungsanlage für Hirntumore angeschafft, die sehr genau bestrahlen kann ohne Kollateralschäden zu verursachen.
      Ein Projekt, das Hopp besonders am Herzen liegt, ist das Baby-Screening. Dabei werden den Babys 36 bis 72 Stunden nach der Geburt einige Tropfen Blut an der Ferse entnommen und diese auf Stoffwechsel­erkrankungen und Hormonstörungen untersucht. Durch das Baby-Screening können körperliche und geistige Schäden bis zum Tod der Babys verhindert werden.

      Seit 25 Jahren gibt es nun schon den Förderverein „Anpfiff ins Leben“, der sich für Kinder und Jugendliche in den Bereichen in Sport, Bildung, Ausbildung und Sozialem engagiert. Hier arbeiten Betreuer, Pädagogen und Trainer, die Meisten ehrenamtlich. Schon zwei Jahre nach Gründung wurde die erste „Soccer Junior Fußballschule“ gestartet. Außerdem gibt es ein Mädchen- und Frauenfußballförderzentrum in St. Leon-Rot, wo die Mädchen für den Sport und für Beruf fit gemacht werden. Außerdem gibt es hier auch einen Verein für bewegungsbehinderte Kinder. Noch mehr Förderzentren sind in der Region zu finden sowohl für Fußball, Handball, Eishockey wie auch Golf. Mehr als 3.000 Kinder werden bei „Anpfiff ins Leben“ hier gefördert.

      So noch was zu sagen Herr Paul?

    • Boom77 says:

      Vielleicht informierst du dich mal darüber, was Herr Hopp alles maßgeblich mitfinanzierte hat, du Stammtischphilodoof. Ich weiß z.B. Dass er mindestens eine Schule zu weit überwiegenden Teilen mitfinanziert hat. Gut, ist zwar kein Kinderkrankenhaus…. Aber, wenn man näher sucht, findet man in dieser Hinsicht vielleicht (sehr wahrscheinlich sogar) auch etwas.

  9. NICK says:

    Guter Kommentar Herr Merten. Trifft es eigentlich auf den Punkt.

    Und je mehr man jetzt diese Sache dramatisiert, desto schlimmer wird es zurück schallen. Hätte es die Kollektivstrafe gegen die Dortmunder nicht gegeben, wären uns diese heuchlerischen Szenen von diesem Spieltag erspart geblieben.

    Timo Werner ist ein Top-Vergleich, der ist wohl noch nicht reich genug. Ab wieviel Millionen-Vermögen muss denn ein Spiel nun abgebrochen werden??? Ab welchem Einkommen ist eine Person gegen Beleidigungen vom Verband/Liga/Staat zu schützen?

  10. Torsten Schröder says:

    Ich denke man setzt in dieser Geschichte Beleidigung und Rassismus gleich. Und hat gleich Hanau vor Augen. Und NSU usw. Das ist problematisch. Denn doof nur das man sich nicht direkt bei einen origiärem Rassismusfall in jüngster Zeit so eingeschaltet und klare Kante gezeigt hat. Grundsätzlich: Niemand muss sich persönlich als Hurensohn über Jahre beschimpfen lassen. Man kann das Modell Hoffenheim, Konzernvereine oder Kollektivstrafen scheisse finden. Aber persönliche Anfeindungen (besonders die Fadenkreuzbilder) gehen gar nicht. Aber diese Selbstgerechtigkeit und Heuchelei von einigen Vögel wie dem guten Herrn Keller gestern im Sportstudio oder nem lachendem Publikum nach nem Basler- Sexismusspruch, nachdem sich gerade alle im Strafenkatalog für Beleidigungen überbieten wollen. Oder die Schalker die jetzt mit „1-Transparent=Spielabbruch“ ganz dick einen raushauen wollen aber dann nen Thönes nach dem Afrikaspruch nicht in die Wüste schicken… Diese Heuchelei auf allen Ebenen geht mir wirklich tierisch auf den Sack. Diese Trottel sind für mich keine Beispiele wenn es um Haltung und Moral geht. By the way: Ich sag auch noch Zigeunerschnitzel und Negerkuss. Daraus eine geistige Anhängerschaft zur NSDAP zu machen würde ich nun als offensichtlichen Nachweis eines bestimmten Intelligenzlevels bezeichnen. Da entspanne ich mich, da werde ich ruhig :-)

  11. Hermann says:

    Den meisten Provokationen ist gemein, das wenn sie beim Adressaten verfangen sie ihr Ziel erreicht haben und zur Wiederholung anregen. Wer heute in der Öffentlichkeit steht wird sich darauf einstellen müssen nicht zu gefallen. Er wird mit Kritik rechnen müssen und ja, er wird auch mit Beleidigungen rechnen müssen. Unsachlichen Beleidigungen die jeder Grundlage entbehren. Solche Beleidigungen sind immer ein Zeichen der Hilflosigkeit des Beleidigers, der mangels Macht versucht auf andere Weise Einfluss zu generieren. Es ist der Versuch Aufmerksamkeit zu bekommen und der welcher deine Aufmerksamkeit will, wird deine Souveränität und Ignoranz hassen. Das entzieht der Beleidigung ihren Nährboden, denn sie nährt sich von deiner Verletztheit.

    Es ist ein redlicher Anspruch wenn die Gesellschaft versucht Individuen vor Beleidigungen zu schützen. Dem liegt aber ein Unverständnis der Vielfältigkeit menschlicher Naturen zugrunde. Es ist zu beobachten wie die Gesellschaft zur Unruhe neigt, die sich bis zur Hysterie steigern kann. Eine Unruhe die durch die Moderne begünstigt wird. Was früher Arsch XY gedacht hat, oder nur in seinem engstem Kreis absondern konnte, kann er heute Twittern oder auf Facebook posten (oder ich meinen Scheiss hier). So bekommt jeder Schwachsinn eine Plattform und natürlich wird sich irgendjemand provoziert fühlen und die gleiche Plattform für den Gegenschlag wählen. Wo es früher 4 Programme im Fernsehen gab, gibt es heute 100, von YouTube ganz zu schwiegen. Die Informationslage ist durchtränkt mit Absonderlichen, alles schaukelt sich hoch, wird relativiert, schaukelt sich hoch. Die Gesellschaft versucht Vernunftorientiert zu kanalisieren und kann doch die nächste Wellenbewegung nicht verhindern. Man fühlt sich als geneigter Beobachter gefangen zwischen Schwachsinn, Hysterie und Regulationsbemühungen.

    Der Versuch gegen den Wahnsinn vorzugehen erscheint Don Quijotesque und der ganz normale Mensch kann dem auch entkommen. Wer allerdings in der Öffentlichkeit steht wird sich, wie gesagt, damit abfinden müssen. Er sollte seine Sensibilität zu Hause lassen und sein dickes Fell tragen.
    Er kann sich damit trösten das sein „Schmerzensgeld“ stattlich ist, sich auf die Menschen konzentrieren welche ihm wohlgesonnt sind und die ausblenden die es nicht sind. Wer das nicht kann, und mehr Zuckerpüppchen ist, ist in der Öffentlichkeit nicht besonders gut aufgehoben.

  12. Jojo Jan says:

    Man sollte sich allen ernstes von Seiten der dfl jetzt einmal überlegen ob es nicht ein Nachspiel haben müsste wegen Spieltagsmanipulation. Es kann ja wohl nicht sein das da zwei Vereine mit Zustimmung aller offiziellen den Spielbetrieb auf dem Platz einstellen

  13. kalla lux says:

    Eine gesellschaftliche Diskussion die nichts bringen wird.
    Niemand kann vorahnen ob und wann ein Transparent ausgerollt wird, irgendwer in stehende Menschen fährt,in einer Shisha Bar…..usw.
    Das geht nicht und wie soll man solche Sachen vorher erkennen!
    Ich find das übel,über Jahre wachsen die Geschwulste, ob nun im Fussball,der Politik…usw.und plötzlich muss was unternohmen werden. Über Jahre wird drüberweg gesehen,alles unter den Tisch gekehrt und plötzlich „muss“ was unternohmen werden!
    Kein normaler Mensch findet solche Sachen schön, aber immer erst reagieren wen das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, ist für den POPO.
    Und neu ist das Problem weder im Station,noch in der Politik.
    Der Hass wird nur immer extremer,brutaler…..
    1993 sangen die Ärtze schon den Song „Schrei nach Liebe“.
    Das Lied sagte damals und heute schon alles aus und das ist 27 Jahre her!
    Also ein neues Problem ist das ganze wirklich nicht!
    Und was in aller Welt soll der auf dem Oberrang machen,wen in der Kurve ein Transparent ausgerollt wird von so einem „Arschloch“!

  14. Klaus Höhner says:

    Wenn ich zu einem Handball oder Vollyballspiel gehe ist alles schön friedlich, nur beim Fußball diese Aussetzer. Das zeigt Mal wieder das ein Teil der eigentlichen Fussball Fans minterbemitte Idioten sind entschuldigt diesen Ausdruck aber anders kommt es bei mir nicht rüber tut mir leid. Nur beim Fußball im Stadion meint jeder das ermachen kann was er will und das zerstört die ganze Sportart. Als erstes muss im Ordnungsdienst aufgeräumt werden das ist ein großes Übel.

    • kalla lux says:

      Tja, früher waren beim „Ordnungsdienst“ die Rentner die sich was dazu verdient haben. Heute hast du im Wachdienst die ganzen Berufsabbrüchen,möchte gern Kanten usw. Aber egal wer da steht, gegen solche Aktionen machste nix.Wie willst du den in die Köpfe solcher Leute reinsehen?

      • Boom77 says:

        Ganz ehrlich. Wenn ich als Gast einen erstligaspiels einen Platz auf der Haupt- oder Gegentribüne einnehmen will, werde ich vor dem Zutritt ins Stadion so kontrolliert und durchsucht, muss meine Taschen leeren und in meinen Rucksack schauen lassen, dass es schlichtweg ausgeschlossen ist, dass ich da so ein Banner mit reinschmuggeln kann. Aber beim Zutritt zur Süd soll das anders sein? Da soll das nicht funktionieren? Das ist doch ein Witz… und kein guter.

        • kalla lux says:

          Banner reinbringen,in ner Fahne,in einem anderen Banner usw….
          Wieviele Fahnen hast du auf der Haupt-Gegentribüne?
          Oder ganz einfach,einer geht rein und andere reichen durch die Gitter durch,so werden auch die Pyros reingebracht!
          Alles eine Frage des Wollens!
          Dann werden auch Kleinhirne kreativ!
          Und genau deshalb ist das mit „der Verein“ muss was machen,fast unmöglich! Machen kann nur der Nebenmann etwas,weil er es sieht!
          Dann kommt aber die Angst,das Wegsehen…und dann sollen sie eventuell wegen Hopp einen auf die Fresse bekommen.
          Wer macht das schon? Dann kommt das “ warum soll ich,Augen zu und durch,sollen andere doch“…genauso läuft das überall in DE!
          In der U-Bahn,im Stadion,egal wo etwas unangenehmes Geschieht.

          • Boom77 says:

            Alles eine Frage der Kontrolle. Gerade, wenn ich weiß, wo die Banner sind, kann ich da mehr kontrollieren. In dem Sinne ist es schon eine Frage des Wollens. Nur nicht in dem Sinne, den du meinst. Die Vereine wollen noch nicht.

          • kalla lux says:

            Und dann kommt das Gebrülle wegen Kontrollstaat.
            Polizeistaat..usw….Nochmal,helfen kann nur der Nebenmann,das
            was du andeutest ist in DE verboten.
            Und das durch den Zaun reichen unterbindest du dann durch Patrolien? Gehst du jetzt nicht zu weit?
            Ohne Hand in Hand mit den anderen Zuschauern wird das nix!
            Aber wegsehen ist ja auch viel leichter!

          • FC Neukoelln says:

            Aber hat eine Kollektivstrafe nicht genau den Zweck, die Vereine auf ihre Verantwortung, ihre Bannerhoheit hinzuweisen? Denn natürlich ist jedem klar, dass man damit zu 95% Unschuldige trifft, sieht darin aber wohl die einzige Handhabe. Vielleicht zurecht.
            Das Banner vom Samstag war wie breit? 30 Meter? Und das will man unbemerkt in ein Stadion schmuggeln können? Das geht nur weil man entweder zu wenig Ordnungskräfte hat oder die falschen. Das lässt sich beides korrigieren. Wenn man will.
            Laut Strafentabelle liegen wir übrigens deckungsgleich mit der richtigen Tabelle in dieser Saison auf Platz 11 :)
            https://www.fussballmafia.de/strafen/tabelle/
            …wobei ich jetzt nicht weiß, ob diese Dynamo Dresden offenbar nahestende Website politisch zitierfähig ist.

          • Boom77 says:

            Sein „Hausrecht“ im eigenen Stadion auszuüben hat nichts mit „Kontrolstaat“ zu tin. Zum einen ist der Fc nicht der Staat. Zum anderen müssen sich Gäste bei dir zu Hause wohl auch benehmen und wen sie es nicht tun, bittest du sie zunächst höflich und dann mit Nachdruck , dein Haus oder deine Wohnung zu verlassen, oder? Da brauchst du auch nicht Deinen Nachbarn.

            Fakt ist, dass die Vereine sich aus irgendwelchen Gründen da bisher noch nicht rantrauen. Das hat das „Rumgeiere“ des Herrn Heldt, der mit solchen „Fans“ ja nicht nur bei uns sondern auch in Stuttgart und auf Schalke seine Erfahrung gemacht hat, sehr gut gezeigt… Da wird was von „Kommunikation“ geschwafelt, von der er ein großer Freund sei… Nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Freund von Kommunikation, aber irgendwann ist man mit der Kommunikation halt am ende, wenn alles kommunizieren nichts hilft…

            Im Übrigen belegt diese Aussage auch eines ganz klar, nämlich, dass man weiß, wer diese Dinge macht und dafür verantwortlich ist. Denn wüsste man es nicht, wüsste man auch nicht, mit wem man da kommunizieren soll, oder? Die Vereine kennen auch da ihre „Pappenheimer“, sie tun bisher zu wenig oder eigentlich gar nichts dagegen. Und so lange die Vereine da nicht umdenken und nicht handeln (nicht nur kommunizieren, was aber auch nur halbgar gemacht wird), wird es halt weiterhin Strafen von der Geldtsrafe bis zur Kollektivstrafe hageln. Vielleicht kommt ja dann endlich dein „Nebenmann“ ins Spiel, wenn dieser „Nebenmann“ nach der fünften Kollektivstrafe endlich die Schnauze voll davon hat, nicht ins gegnerische Satdion zu dürfen, weil andere in seinem Block da andauernd so einen Mist machen… wer weiß.

            Von den Vereinen erwarte ich mich da recht wenig. Ich bin gespannt, ob die Bayern den „tollen Worten“ auch Taten folgen lassen. Glaube aber nicht so recht daran. Dabei würden die sich da sogar noch leichter damit tun als vielleicht der eine oder andere Verein. Hat doch der Herr Hoeneß seinen „Ultras“ auf einer Jahreshauptversammlung schon recht deutlich gesagt, dass er und der FC Bayern auf die gut verzichten können, weil man mit deren € 7,50 eh kein Geld verdient… Ich glaube, seine Worte lauteten ungefähr so „Ja, glaubt ihr denn, dass wir mit den Eintrittspreisen für die Stehkarten die Allianz-Arena finanzieren können??“ Oder so ähnlich… Da hat er die „Schickeria“ & Co. mal ganz schön eingenordet und denen gesagt, was die für den „Wetlfußball“ eigentlich für eine Bedeutung haben… nämlich gar keine.

    • Guido Remberg says:

      Fußball ist und bleibt in Deutschland die ganz große Bühne. Nur darauf kommt es diesen Menschen an.
      Vielleicht sollte einmal drüber nachgedacht werden, Banner mit solchen Beiträgen oder Pyrotechnik im Fernsehen nicht mehr zu zeigen.
      Es könnte gut sein, dass die Leute dann die Lust verlieren.

  15. Geisbock Renner says:

    Der Fisch stinkt zuerst am Kopf. Fängt bei den Geldgeilen Fifa Funktionören an. Geht weiter über die UEFA, bis hin zu DFB und noch schlimmer dieser weiss nicht warum Verein/Verband DFL. Solange der Fussball von solchen Idioten geführt wird, wird sich an der momentanenSituation nichts, aber auch gar nichts ändern. Auch nicht in Bezug auf Herrn Hopp. Obwohl der nicht mal was falsch gemacht hat.

    • Boom77 says:

      In den Vereinen muss sich zuerst was ändern. Das gibt es für das Stadion immer noch so etwas wie das „Hausrecht“. Das übt der jeweilige Verein aus. Sie wollen es bloß nicht ausüben. Das ist kein Problem der FIFA, der UEFA oder von sonst wem…. ausschließlich der Vereine.

      • Stephan says:

        Dann heißt es aber Verein vs. eigene Fans. Wollen wir das? Ich zumindest nicht.
        Man kann halten was man will von diesen „Fans“, aber sie fahren Woche für Woche tausende Kilometer um den Verein zu unterstützen. Würden Sie das nicht tun, wäre der Gästeblock leer.
        Das Thema ist nicht so einfach… ganz im Gegenteil. Da muss man Fingerspitzengefühl beweisen.

        • NICK says:

          Wenn in den letzten Interviews imner gesagt wurde „Mit der Unterstützung unserer Fans, schaffen wir das.. “ – wer ist denn da gemeint? Derjenige der mehr finanziell mit der 75€- Mittellinienkarte unterstützt???

  16. Geisbock Renner says:

    Hier ist der Kommerz gemeint, der von Oben vorgelebt wird. Geld,Geld,Geld. Ich kann die Jungs verstehen, die etwas gegen Kolkektivstrafen haben. Darüber sollte man aber vernünftig diskutieren und nicht einzelne, oder Minderheiten diskriminieren.

  17. Heinz Tönnies says:

    Marc L. Merten mit einem Kommentar wie erwartet:
    Gisdols Aussagen auslegen wie es einem passt, die Schuldfrage umkehren und Hopp zuschieben und in Bezug zu den Ultras zwar zunächst vermeintlich Kritik üben, hinterher aber relativieren und durch die Umkehr der Schuldfrage die Ultras de facto freisprechen.
    Genau die Argumentation, die die Ultras in ihrem Handeln bestärkt.

    • kalla lux says:

      Irgendwie hast du es mit dem Herr Merten,oder?
      Er schreibt wie er es sieht.
      Den Ultras bestärken,brauch niemand.
      Sie würden es auch so machen,jeder auch für sich allein.
      Hinter der Maske ist man halt wer anders.Ob als Zorro,Ultra oder im Karneval.
      Masken schützen halt! Und da kann Herr Merten nichts dafür!

  18. Oliver Hartmann says:

    Da gibt es nur eine Lösung:es dürfen keine Taschen Rucksäcke mitgebracht werden (bis auf Familien mit Kindern). Dann durch den Nacktscanner und Abtasten. Das ganze Video Überwacht. Und schon ist Pyrotechnik und Banner verschwunden. Ende der Diskussion.

  19. Marc_Niehl says:

    Was passiert denn künftig, wenn bei mir jetzt im Rausch der Stadion-Emotionen aufgrund eines erneuten furiosen Auftritts unseres glorreichen FC´s die Emotionen durchgehen und ich wahlweise aufgrund einer (vermeintlichen) Fehlentscheidung, Zeitspiels, Simulieren, Reklamieren, etc. den Schiedsrichter, Spieler, Trainer lautstark als Lutscher, Penner, Esel bezeichne? Ich sitze übrigens meistens in O16 mit Trikot, Schal und stets unvermummt, falls das für die Bewertung eine Rolle spielt.

    Und was, wenn ich meinen Unmut im Wiederholungsfalle noch mehr äußern muss und Ausdrücke wie Pisser, Wichser, Arschloch, etc … verwende? Soll ich jetzt künftig gemeldet und mit einem Stadionverbot belegt werden?

    • Ali Perez says:

      Ja, wir verbieten in Zukunft alles. Fahnen, Banner, organisierte Fanclubs. Bildungsfernen Schichten wird in Zukunft grundsätzlich der Zutritt zum Stadion verwehrt. Tickets gibt es nur nach Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses. Der Ausbau der Logen wird aggressiv weiter voran getrieben. Wäre doch gelacht, wenn wir den Pöbel nicht aus dem Stadion rausgehalten bekämen. Fangesänge müssen vorher eingereicht und von der Vereinsführung abgesegnet werden. Überhaupt darf nur noch auf Anforderung angefeuert werden. Bei Zuwiderhandlung droht sofortiger Spielabbruch. Unser Sport muss „sauber“ werden! Frei nach Eberl.

      Es ist höchst bedenklich, wie leichtfertig hier viele unsere Freiheiten wegen ein paar Idioten einschränken wollen. Ich bin dazu nicht bereit.
      Herr Hopp kann wie jeder andere auch Anzeige gegen unbekannt stellen. Eine andere Möglichkeit haben du und ich auch nicht, wenn wir bei einem Auswärtsspiel Schaden erleiden.
      Warum soll für Hopp etwas anderes gelten als z. B. für Schmadtke oder für mich, wenn ich von gegnerischen Fans beleidigt werde?

      • FC Neukoelln says:

        Da bin ich voll bei Dir Ali. Ich habs auch ganz gerne dreckig :)
        Es geht halt nur darum, dass einige wenige das Angebot zur Eigenverantwortung immer wieder unterwandern – wie neulich der Böllerwerfer. Da werden dann Grenzen überschritten. Und dann funktioniert Eigenverantwortung auf einmal nicht mehr.
        Wäre schön wenn aus den Reihen der Ultras da mal etwas mehr käme. Oder ist Pietätlosigkeit und Dummheit das eigentliche Wesen des Ultras? Ich glaube nicht, weil ich es schon anders gesehen habe. Zum Beispiel mit Humor. Beim letzten Derby auf St. Pauli war die Choreo legendär: aus einem stadiondachhohen Handrücken verschwanden nach und nach 4 Finger, bis nur noch der mittlere übrig blieb.
        Im Übrigen war die Banner-Aktion vom Samstag sehr vielsagend in Hinsicht auf die Haltung der Verantwortlichen. Nach aussen hin wollte man sich solidarisisch zeigen mit den befreundeten BVB-Fans und gegen Kollektivstrafen. Allerdings waren die Akteure selber dabei vermummt. Zur eigenen Sicherheit war man praktischerweise also gleich auch mit gegen Individualstrafen. Also gar keine Strafen gegen Fans. Der Verein zahlt ja sonst auch immer gerne.

        • Ali Perez says:

          Bei dem Thema Vermummung müssen sich die Vereine schon Versagen nachsagen lassen. Wieso gibt es keine Strategie, diese Störenfriede in Zusammenarbeit mit der Polizei aus dem Stadion zu entfernen? Seit letzter Woche müssten die Burschen sogar die Kosten für den Polizeieinsatz zahlen. Das kann doch nicht unmöglich sein.

      • Gerd Mrosk says:

        Ich auch,GLEICHBERECHTIGUNG. Und da kommt das Thema Timo Werner wieder. Warum nicht bei ihm,sondern jetzt. Timo ist vllt auch ein Gutmensch,wer will das schon beurteilen können von uns? Nur weil das Mass voll ist? Ists auch bei jedem Oktoberfest. Du darfst jetzt nicht die Werte mit Füssen treten ,für die DEUTSCHES LAND steht,musst trotzdem klare Kante zeigen. Drei Punkte Plan,lachhaft.

  20. Klaus Höhner says:

    Was hier über die Ordner geschrieben wurde stimmt nicht ganz die bekommen Geld dafür deponieren sie die Gegenstände so einfach ist das. Und mit dem Hausrecht ist auch ein Witz, in Gladbach als die verkleideten in Malerkostümen im Innenraum waren wo sie nicht mehr weg konnten hat man von 7 nur 2 festnehmen ein Oberwitz vom Gladbacher Ordnungsdienst. Wenn man das nicht will kann man nichts ausrichten. Bei Vermummung muss der Ordnungsdienst sofort eingreifen mit der Polizei aber die interessiert das nicht, das habe ich in Köln schon so oft erlebt, obwohl man sie darauf aufmerksam macht, Komentar geht mich nichts an so ist das noch fragen.

  21. JuppZupp says:

    Ok, zum Thema Heuchelei, es ist ganz und gar nicht OK eine Person als Hurensohn zu bezeichnen oder deren Gesicht mit einem Fadenkreuz zu Markieren, es ist aber auch ein Unding ein Spiel zu unterbrechen wenn dort eine sachliche Kritik gezeigt wird, so geschehen in Meppen, als Duisburger ein Plakat mit den Worten „Hat der Dietmar genug Kohle, wird zu seinem Schutz und Wohle, von Leuten deren Wort nichts zählt, mal wieder jemand ausgesperrt.“ ich frage mich wo da die Beleidigung zu erkennen ist, es handelt sich in diesem Falle zu einer Unterbindung der allgemeinen Meinungsfreiheit und nichts anderes, der DFB steht nicht über dem Gesetz, es gibt schon einen Grund weshalb bei uns Kollektivstrafen verboten sind, wir leben nicht im Dritten Reich, da war so etwas gang und gäbe, wieso werden Spiele, wenn es zu Rassistischen Äußerungen, in form von Affenlauten, gegen einzelne Spieler kommt, jetzt plötzlich wo ein Milliardär beleidigt wird schwingt der Korrupte DFB die grobe Keule, ja so etwas ist Heuchlerei.
    Noch mal, es ist nicht OK jemanden als Hurensohn zu bezeichnen, es ist aber auch nicht OK die Meinungsfreiheit zu untergraben und zwar völlig willkürlich, wie es in Meppen geschehen ist.
    Vor allem sollte der Herr Rummenigge mal schön seine Fresse halten, wer eine Diktatur wie Katar unterstützt, die Menschen zu Tode foltert, der hat absolut kein Recht andere zu kritisieren, schließlich wurde hier kein Mensch Qualvoll zu Tode gebracht, die Heuchelei hat eine noch größere Dimension als hier dargestellt.

    • Michael H says:

      Ja klar, Katar ist böse. China auch, nicht?

      Mein Gott, ist das Schauen über den eigenen Tellerrand hinaus wirklich so schwierig?

      Abgesehen davon geht es im Profifußball ausschließlich um Geld. Ultras und Spinner in deren Umfeld sind ein akzeptiertes Übel – solange sie nicht zu sehr am Image des Vereins kratzen. Das haben sie im Falle von Bayern nun getan. Mal schauen, welche Reaktionen tatsächlich folgen.

    • FC Neukoelln says:

      Es geht im Fussball „ausschließlich um Geld“? Das ist mir irgendwie neu. Hatte ich in dieser Eindimensionalität noch gar nicht mitgeschnitten. Aber man lernt ja nie aus. Zum Beispiel dass die mehreren hundert Toten zum Stadionbau für DEINE WM’22 hier gerade relativiert werden, genau wie die unzähligen, nachgewiesenen, schweren Verbrechen an der Menschheit, die derzeit, jetzt gerade und in diesem Moment in China begangen werden. Deinen Tellerrand möchte man haben.
      Hier noch ein paar Bonmots von Deinen Ultras, Spinnern und sonstigem akzeptierten Übel in deren Umfeld:
      https://taz.de/Deutsch-fuer-Fussballfans/!5666490/

  22. Norbert Neuheisel says:

    Hopp als Mäzen des FC wäre sicher nicht solchen Schmähungen im Kölner Stadion ausgesetzt. So geht es den Fans von Leipzig, Bayer Lev., Wolfsburg und Hoffenheim, die keine Probleme mit diesen Konstrukten haben. Wer sozialistische Ideen einer klassenlosen Gesellschaft in den Profi-Fußball einbringen will, liegt völlig daneben und sollte sich besser eine andere Sportart aussuchen.

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