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Kampf um die Talente: Vertragsgespräche laufen auch im Lockdown weiter


Auf dem Platz herrscht beim 1. FC Köln aktuell Stillstand. Alle Mannschaften haben angesichts der Coronakrise vorübergehend den Trainingsbetrieb eingestellt. Hinter den Kulissen wird am Geißbockheim aber weitergearbeitet. Im Nachwuchsleistungszentrum bemüht man sich dabei nicht erst seit der Einstellung des Spielbetriebs um die Verlängerung wichtiger Nachwuchsverträge. 

Köln – Nicht nur der Fußball in der Bundesliga steht aktuell still, auch in den Nachwuchsligen ist der Spiel- und Trainingsbetrieb vorerst eingestellt. Das Kölner Sportinternat mit 24 Nachwuchsspielern des FC musste aufgrund der Coronakrise bereits geschlossen und die Spieler zu ihren Familien nach Hause geschickt werden (hier mehr dazu). Für alle Mannschaften ist aktuell ungewiss, wann es wieder einen geregelten Spielbetrieb geben kann. Umso schwieriger gestalten sich auch die Planungen für die kommende Saison.

Eigener Nachwuchs wird durch Coronakrise noch wichtiger

Gerade in der U19 laufen zum 30. Juni einige Verträge hoffnungsvoller Talente aus. Doch vor allem aufgrund der auch finanziell ungewissen Zukunft am Geißbockheim dürfte es für den FC unabdingbar sein, auf seine eigenen Nachwuchsspieler zu setzen. Wie gut das im Zweifel funktionieren kann, haben die Kölner in dieser Saison bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt und mit Noah Katterbach, Ismail Jakobs und Jan Thielmann drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nahtlos in die Profimannschaft integriert. Auch für die kommende Spielzeit hofft man, Talente aus den eigenen Reihen den Sprung in die Bundesliga zu ermöglichen. Denn angesichts der klammen Kassen durch fehlende Zuschauer- und möglicherweise auch TV-Einnahmen, dürfte das Transferbudget für die kommende Periode deutlich enger geschnürt werden müssen als zunächst gehofft.

Beim 1. FC Köln ist man sich dabei aber nicht erst seit dem Abgang von Toptalent Florian Wirtz und vor allem nicht erst seit der Coronakrise bewusst, wie wichtig die eigenen Nachwuchsspieler für die Zukunft des Vereins sind. Nach GBK-Informationen befinden sich die Verantwortlichen bereits teilweise seit Ende letzten Jahres in Gesprächen mit ihren größten Talenten. Trotz aller Verunsicherung ist man beim FC dabei zuversichtlich, diese Gespräche zu einem positiven Abschluss zu führen. Während U19-Innenverteidiger Sava Cestic erst im Sommer vom FC Schalke 04 zu den Geißböcken kam und ohnehin noch einen Vertrag über das Saisonende hinaus besitzt, konnte der FC die Verträge von den drei Defensivspezialisten Mathias Olesen, Georg Strauch und Erkan Akalp in den letzten Wochen bereits vorzeitig verlängern und damit erste wichtige Signale senden. Olesen und Strauch sollen in der kommenden Saison ein fester Bestandteil der U21 werden und Akalp durfte bereits zeitweise im Training Profiluft schnuppern. Zudem haben auch Jan Thielmann und Ismail Jakobs Verträge bis 2022, sodass ihre Zukunft am Geißbockheim vorerst geklärt ist. Auch mit Noah Katterbach befindet man sich in den Vertragsgesprächen auf der Zielgeraden, der Gemeinsame Ausschuss hat den bevorstehenden Deal bereits abgesegnet.

Verträge einiger Leistungsträger laufen aus

Der Fokus liegt im Nachwuchsleistungszentrum am Geißbockheim daher auf jenen Spielern, deren Verträge am 30. Juni ausläufen. Während in der U17 alle wichtigen Leistungsträger wie beispielsweise Philipp Wydra oder Jens Castrop noch über die aktuelle Saison hinaus an den FC gebunden sind, fallen in der A-Jugend gleich mehrere Spieler in dieses Raster. Schlüsselspieler in der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck wie Robert Voloder oder Marvin Obuz sollen in jedem Fall gehalten werden. Auch an einer Verlängerung der beiden Abwehrspieler Elias Oubella und Meiko Sponsel arbeitet der FC nach GBK-Informationen. Darüber hinaus will man die beiden Nachwuchsnationaltorhüter Vincent Friedsam und Daniel Adamczyk von einer Zukunft am Geißbockheim überzeugen. Zeit genug für die Spieler, sich darüber Gedanken zu machen, dürfte aktuell angesichts der Trainingspause vorhanden sein. Beim FC wäre man dennoch nicht abgeneigt, schnellstmöglich Nägel mit Köpfen zu machen.

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