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Köln in der Favoritenrolle? Aufsteiger gegen Aufsteiger!


Sowohl für den 1. FC Köln als auch den SC Paderborn ist das direkte Duell am Freitagabend richtungsweisend für die kommenden Wochen. Während die Kölner einen weiteren großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können, wollen die Ostwestfalen nicht den Anschluss verlieren. Von einer vermeintlichen Favoritenrolle will Markus Gisdol aber nichts wissen. Zumal beide Mannschaften vor nicht allzu langer Zeit noch gleich auf lagen. 

Köln – Am 14. Spieltag machte alles den Anschein, als würden der 1. FC Köln und der SC Paderborn als Aufsteiger auch gemeinsam wieder den direkten Weg in die zweite Liga antreten. Beide Mannschaften standen mit nur acht Punkten am Tabellenende. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz hielten die Geißböcke sogar hinter dem SCP die Rote Laterne inne.

Nur zehn Spieltage später hat sich das Blatt zumindest für den FC komplett gewendet. Seither holten die Kölner 21 von 27 möglichen Zählern. Damit hat Markus Gisdol die Mannschaft bereits aus den größten Abstiegssorgen befreit und auf den elften Tabellenplatz geführt. Anders sieht es beim SC Paderborn aus: In gleicher Zeit, mit einem Spiel mehr, konnte das Team von Trainer Steffen Baumgart nur acht Punkte einfahren. Damit liegen die Ostwestfalen auf dem letzten Platz und haben bereits neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Es wird vielleicht eines der schwierigsten Spiele

Nach sieben Siegen aus den letzten neun Spielen dürfte die Favoritenrolle nun am Freitagabend also eigentlich klar zugunsten der Geißböcke ausfallen. Davon will Markus Gisdol allerdings nichts hören. „Es spielen zwei Aufsteiger gegeneinander“, machte der Trainer am Mittwoch noch einmal deutlich und fand dabei lobende Worte für den kommenden Gegner: „Wir messen Paderborn nicht nur an der Tabellensituation. Ich habe eine ganz hohe Meinung von meinem Trainerkollegen Steffen Baumgart. Paderborn anzuschauen ist wirklich immer ein Ereignis. Wenn wir den Fehler machen, Paderborn mit nur einem Prozent weniger Einsatz zu begegnen, haben wir keine Chance.“ Dabei spielt es am Freitagabend auch keine Rolle, dass die Paderborner in der Bundesliga noch kein Spiel gegen den FC gewinnen und dabei auch kein Tor erzielen konnten. Wie hart der Gegner zu bespielen ist, bekamen die Kölner schließlich in der vergangenen Zweitligasaison zu spüren, als beide Partien gegen den SCP verloren gingen. Vor allem das Umschaltspiel, das Tempo und die Aggressivität lobte der FC-Trainer am nächsten Gegner. Eigenschaften, die auch das Kölner Spiel in den letzten Wochen ausgezeichnet und so stark gemacht hat. Auch deswegen sagte Gisdol am Mittwoch: „Es wird vielleicht eines der schwierigsten Spiele, die wir bisher gespielt haben.“

Paderborn muss sich in Schlagdistanz bringen

Auch wenn Paderborn in fast jedem Spiel Torgefahr ausstrahlt und zuhause in der Benteler-Arena nur einmal ohne eigenen Treffer blieb, musste die Baumgart-Elf zuletzt drei Niederlagen in Folge einstecken. Nach der 0:2-Pleite beim 1. FSV Mainz 05 folgt für die Paderborner am Freitagabend das zweite Spiel gegen einen vermeintlichen Konkurrenten im Abstiegskampf. Eine Woche später sind die 07er dann bei Fortuna Düsseldorf zu Gast. Für Steffen Baumgart und seine Mannschaft sind die kommenden Wochen also genauso richtungsweisend wie für den FC. Doch während sich die Kölner mit weiteren Siegen gegen die direkte Konkurrenz bereits sicher retten können, muss sich der SCP erstmal wieder in Schlagdistanz bringen. Und auch wenn Markus Gisdol die Favoritenrolle im Aufsteiger-Duell nicht annehmen möchte, hat der FC am Freitagabend eine gute Chance, einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen.

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