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Trotz Absage: Diese Gisdol-Beierlorzer-Statistik solltet Ihr kennen

Eigentlich hätte am Samstag um 15.30 Uhr das Heimspiel des 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05 angepfiffen werden sollen. Erst mit Zuschauern, dann ohne Zuschauer. Nun wird es gar nicht angepfiffen, und so wird es wohl erst in einigen Wochen zum Wiedersehen des FC mit Achim Beierlorzer kommen. Dabei hätte der ehemalige Trainer der Geissböcke seine einstige Mannschaft wohl kaum wiedererkannt. Auch, wenn er es anders ausdrückt.

Köln – Als Achim Beierlorzer noch davon ausging, das Spiel zwischen Köln und Mainz würde stattfinden, wurde er gefragt, wie er seine ehemalige Mannschaft einschätze. „Sie sind kompakt, haben ihr System gefunden“, sagte Beierlorzer. „Sie sind ballsicher, haben eine klare Struktur – das wird eine richtig schwere Aufgabe.“ Dass der FC sein „System gefunden“ hat, lag freilich an Markus Gisdol, den veränderten Abläufen im 4-2-3-1 sowie der harten körperlichen Arbeit im Winter. Unter Beierlorzer war der FC dagegen dem Abstieg entgegen getaumelt.

Zahlreiche Statistiken beschreiben den alten und den neuen FC, lassen kaum erahnen, dass es sich dabei um ein und dasselbe Team handelt. Sieben Punkte aus elf Spielen mit einem Torverhältnis von 10:23 holte Beierlorzer. 25 Punkte aus 14 Spielen mit einem Torverhältnis von 29:22 holte Gisdol. Schon in diesen Zahlen lässt sich erahnen, dass die Geissböcke unter Gisdol defensiv zwar stabiler geworden sind, vor allem aber offensiv wie verwandelt auftreten. Konnte man unter Beierlorzer nur allzu selten die Spielidee bei Ballbesitz erkennen, wissen inzwischen alle Spieler unter Gisdol, was zu tun ist, wenn der FC den Ball erobert. Und so sticht eine Statistik heraus, die den Wandel seit dem Trainerwechsel beschreibt.

Nur fünf Teams spielen sich mehr Torchancen heraus

In elf Spielen unter Beierlorzer hatte sich Köln gerade einmal 46 Torchancen herausgespielt, nur Düsseldorf (44) und Augsburg (43) hatten sich im Angriff noch plan- und ratloser gezeigt. Doch während Düsseldorf in den ersten elf Spieltagen mit 34,1 Prozent die zweitbeste Chancenverwertung aller Bundesligisten aufwies und Augsburg mit 30,2 Prozent auf einem starke sechsten Platz lag, trat Köln nicht nur im Herausspielen von Torchancen (Platz 16) wie ein Absteiger auf, sondern auch im Verwerten dieser Möglichkeiten. Mit 21,7 Prozent lag Köln nur minimal vor dem SC Paderborn (21,6 Prozent) auf dem 17. Tabellenplatz.

Unter Gisdol hat sich dies gänzlich gewandelt. Seit der 50-Jährige beim FC am Ruder ist, haben sich in der gesamten Bundesliga nur der FC Bayern, Dortmund, Leipzig, Leverkusen und Mönchengladbach mehr Torchancen herausgespielt als die Geissböcke. Während der FC unter Beierlorzer pro Spiel noch auf vier Torchancen pro Spiel kam, sind es unter Gisdol sechs. Während Köln diese Chancen unter Beierlorzer nur zu 21,7 Prozent nutzte, sind die FC-Profis unter Gisdol nun in 34,4 Prozent aller Fälle erfolgreich. Mit diesem Prozentsatz läge der FC im Ligavergleich aktuell auf Rang zwei hinter Borussia Dortmund (37,2), da zur Gesamtwertung aber auch die ersten elf Spieltage zählen, hat sich die Gisdol-Truppe mit nun immerhin 30,4 Prozent in der Chancenverwertung ligaweit auf Rang fünf hochgearbeitet.

Parallelen zwischen Köln und Mainz

Der FC unter Gisdol spielt sich also 50 Prozent mehr Chancen heraus als unter Beierlorzer und verwertet sie zu einem deutlich höheren Prozentsatz. Auffallend übrigens: In Mainz sind die Chancen pro Spiel seit Beierlorzers Übernahme übrigens von 4,8 Chancen pro Partie auf 4,5 Chancen pro Spiel zurückgegangen. Dafür aber verwerten die Mainzer unter dem neuen Trainer ihre wenigen Chancen aber häufiger als unter dem Vorgänger Sandro Schwarz (29,3 Prozent statt 22,6 Prozent). Beierlorzer hat in Mainz also ähnlich große Probleme mit seinem Team Chancen zu kreieren wie in Köln, dafür zeigen sich die 05er ähnlich kaltschnäuzig wie die Geissböcke unter Gisdol. Mit 17 Punkten aus 14 Spielen hat es der ehemalige Trainer der Kölner bei seinem neuen Klub immerhin geschafft, den FSV wieder auf Kurs Klassenerhalt zu bringen. Das ist allerdings die einzige Parallele, die sich zwischen Beierlorzer und Gisdol herstellen lässt.

11 Kommentare
  1. Gerd1948 says:

    Jetzt bitte die Statistik wieviel Selbstvertrauen ( in % ) jeder Torschütze beim Treffen hatte,wie gross die Torchance war,in den Kategorien 1,1A-1 Z ( Freistoss aus 40 m in den Winkel,wo der Torwart gerade aus der Trinkflasche nuckelt mit dem Rücken zum Schützen),dann vllt noch wie doof sich der Gegenspieler dabei angestellt hat ( hatte er überhaupt Bock von 1A-1Z )

  2. Thomas Niehues says:

    Beierl.
    Wenn ich diesen Namen schon höre …
    Sorry Leute. Ich war einer von denen der von Anfang an ein sehr schlechtes Gefühl hatte als der von Veh geholt wurde. Es ist mir immer noch ein Rätsel was Veh sich dabei gedacht hat.Es gab zu dem Zeitpunkt viele andere. Aber egal jetzt, es ist zum Glück ja noch gut ausgegangen. Das ist ein Glücksfall das Markus Gisdol kam und nicht Labbadia…
    Mit den jetzigen Leuten am Ruder Gisdol , Held,
    Aehlig,Wehrle und viel Ruhe und Geduld kommt der Fc wieder dahin wo er hingehört …

    • Björn Neufert says:

      Wer nach dem Gladbachspiel immer noch vom Europacup träumt, sollte doch mal den Blick nach unten richten. Wir werden gegen Leipzig und Leverkusen noch zwei weitere Spiele verlieren. Keine Chance mehr für Europacup

      • Gerd1948 says:

        Ach Mist,jetzt wird das Warten auf Fuppes noch schwerer.Mensch Björn,war nurn Joke,aber die Konstellation spielt nem müden FC jetzt schon ins Blatt.Ich denk aber auch ,dass es mehr Fluch als Segen wäre,noch 7. oder so zu werden

  3. FC-Freund says:

    Nicht zu vergessen :In-Game Coaching da habe ich vom guten Achim gar nix gesehen im Gegensatz zu Gisdol. Und die Einstellung der Mannschaft auf das Derby-Hinspiel, die Pleite und der blutleere Auftritt gehen voll auf die Kappe des Trainers.

  4. Klaus Höhner says:

    Das würde ich so nicht unterschreiben, wir sind nämlich auch einer von den Vereinen die finanzielle Probleme bekommen das ist mal ganz sicher. Da sind 6-7 Vereine die keine Probleme bekommen das ist bekannt aber der Rest ein düsteres Szenario und dazu zählen eben auch wir. Ich bin gespannt wenn man Watzke hört eine generelle Unterstützung ist nicht angedacht, original Komentar „wir sind irgendwie auch Konkurrenten“ das sagt alles. Bleibt gesund.

    • Gerd1948 says:

      Wenn Paul Paul immer betont,wie arrogant Veh,zumindest in seiner Einschätzung,gehandelt hat,welche Bezeichnungen hätte Watzke aufgrund seiner zahlreichen Statements verdient? Er hat tatsächlich wohl längst verdrängt,dass er keinem geringeren als Bayern München es zu verdanken hat,namentlich Uli Hoeness,dass es damals überhaupt weiter ging mit Borussia BVB 09.

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