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Erstes Training auf dem Platz: So legt der FC wieder los


Der 1. FC Köln hat am Montag wieder das Training am Geißbockheim aufgenommen. In drei Kleingruppen gehen die Profis in den nächsten Tagen abwechselnd auf den Platz. Auf ein geregeltes Mannschaftstraining mit Zweikämpfen und Körperkontakt müssen die Spieler aber noch auf unbestimmte Zeit verzichten. Für Horst Heldt ist dabei entscheidend, dass damit alle Mannschaften gleichzeitig wieder beginnen. 

Köln – Mehr als drei Wochen mussten sich die Profis des 1. FC Köln individuell zuhause fit halten. Das letzte gemeinsame Mannschaftstraining fand kurz vor dem abgesagten Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 13. März statt. Am Montag durften die Spieler dann erstmals wieder mit dem Ball am Fuß trainieren – wenn auch in eher unüblicher Form.

Ein erster Step zurück in die Normalität

„Wir haben heute in strahlende Gesichter gesehen“, sagte Geschäftsführer Horst Heldt in einer Videokonferenz mit den Medienvertretern. In den kommenden Tagen wird der FC in drei Gruppen mit jeweils acht Spielern trainieren. Durch die behördlichen Vorgaben ist an ein normales Mannschaftstraining zwar noch nicht zu denken, trotzdem sei die Wiederaufnahme des Trainings mit Ball „ein erster Step zurück in die Normalität.“ Dabei gehen zwei Gruppen pro Tag zu unterschiedlichen Zeiten auf den Platz, die dritte Gruppe trainiert individuell zuhause. Zudem absolvieren die Spieler in den ersten Tagen jeweils einzeln einen Laktattest, der Aufschluss darüber geben soll, ob und inwieweit das individuelle Training zuhause das Leistungsniveau halten konnte.

Auf dem Platz selbst geht es dann nach drei Wochen Pause erstmal wieder um die Ballgewöhnung. Zweikämpfe und Körperkontakt sind aufgrund der behördlichen Hygiene- und Kontaktvorschriften ohnehin noch nicht möglich. „Beim Training wird der Abstand auch eingehalten“, berichtet Heldt. „Es gibt Trainingsformen, die das zulassen. Das passt nach drei Wochen individuellem Training aber auch gut ins Bild, dass wir erstmal wieder Ballgewöhnung machen. Das hat den Jungs trotzdem schon Spass gemacht.“ Zwischen den Gruppen wird die Kabine jeweils komplett gereinigt, geduscht wird zuhause. Behandlungen werden lediglich mit Mundschutz und Handschuhen durchgeführt, wobei jeweils ein Physiotherapeut für eine Gruppe zuständig ist. Das Training in Kleingruppen hat zudem den Vorteil, dass nicht direkt die ganze Mannschaft in Quarantäne müsste, sollte sich ein Spieler doch mit dem Corona-Virus infizieren.

Heldt fordert einheitliche Vorbereitung für alle Vereine

Während die DFL ein Training der Vereine ab dem 5. April vorgesehen hatte, fingen bereits einige Mannschaften früher an, auf den Platz zurückzukehren. Horst Heldt sieht darin keinen Wettbewerbsnachteil seiner Mannschaft. Dieser würde erst zutage treten, sollten einige Vereine früher als andere mit geregeltem Mannschaftstraining beginnen. Sobald klar ist, wann die Liga ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen wird, „wird es wichtig sein, dass die Vorbereitung einheitlich ist“, meint Heldt. Wie lange die Vorbereitung auf die Spiele dann sein wird, ist für den Geschäftsführer nicht zu entscheidend. „Es sind ja alle im Trainingsbetrieb geblieben, wir haben keine unfitten Spieler. Jetzt gibt es Gruppentraining mit Ballgewöhnung. Der letzte Schritt ist dann das Mannschaftstraining – da sollte aber kein Verein ausscheren.“

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