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Gehaltsverzicht: So spart der FC über zwei Millionen Euro

Der 1. FC Köln spart in den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 wohl deutlich über zwei Millionen Euro an Gehältern. Der in den letzten Wochen viel diskutierte Gehaltsverzicht der Topverdiener am Geißbockheim gilt ab April. Damit soll ein Teil der finanziellen Einbußen durch die Coronavirus-Krise aufgefangen werden.

Köln – Wie FC-Finanzchef Alexander Wehrle dem GEISSBLOG.KOELN bestätigte, einigten sich Geschäftsführung, Trainerteam, Profis sowie der Vorstand auf einen Gehaltsverzicht ab April. Zuerst hatte der Express darüber berichtet. Nach GBK-Informationen handelt es sich dabei um keine Stundung der Gehälter, sondern um einen vollständigen Verzicht, der zunächst die Monate April, Mai und Juni umfassen wird – also bis Saisonende und dem Ende des laufenden Geschäftsjahres. Darüber hinaus sollen auch die Abteilungsleiter der Geschäftsstelle zu einem Gehaltsverzicht bereit sein.

Demzufolge spart der FC monatlich zwischen 700.000 und einer Million Euro und damit im verbliebenen Geschäftsjahr deutlich über zwei Millionen Euro ein. Zudem wurden mit den Spielern der U21 sowie den Bundesliga-Frauen eine Kurzarbeit auf 20 Prozent der eigentlichen Arbeitskraft vereinbart, um auch hier Abgaben zu sparen und die staatliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, die bereits für einen Großteil der Belegschaft auf der Geschäftsstelle gilt.

Die Geissböcke rechnen jedoch nicht damit, dass die Krise mit Abschluss der noch laufenden Saison ausgestanden sein wird. Da unklar ist, wann überhaupt wieder Zuschauer in die Fußballstadien Deutschlands und Europas gelassen werden dürfen, müssen sich Finanzboss Wehrle und der FC-Vorstand bereits mit weiterreichenden Fragen im Hinblick auf das nächste Geschäftsjahr und die Saison 2020/21 beschäftigen. Nach GBK-Informationen kann der Klub zumindest auf die Treue der Sponsoren setzen. Bislang hat noch kein Unterstützer seinen Vertrag mit dem FC aufgrund eigener wirtschaftlicher Probleme kündigen oder um eine Stundung der vertraglich vereinbarten Zahlungen bitten müssen.

8 Kommentare
  1. Klaus Höhner says:

    Da verzichteten Profis auf Teile ihres Gehalts und der „Weltbeste Torwart „verhandelt übereinen Vertrag von 20Millionen Euro es ist unfassbar .Da dachte man es würde ein umdenken stattfinden aber Pustekuchen, die Dollar zeichen glänzen in den Augen weiter. Mit der Solidarität das könnt ihr euch abschminken.

  2. Max Moor says:

    Es geht doch Heute nur noch um Geld Herr Höhner ! Ronaldo ist der erste Milliardär .. Wahnsinn Alles wie da mit Geld rum geschmissen wird und im Sommer Haus Der Stars .. Wir machen es nur wegen des Geldes . . Jeder will immer mehr und ob einer für 650 Euro , 1850 Euro oder sonst wieviel Buckeln muss und der andere bekommt für 4 Wochen Urlaub dann 100.000 Euro das ist nun mal Jahr 2020 . Das schlimme ist , die viel Geld haben sind meist so geizig und die wenig haben sind oft Spendabel . Das nennt man Raffen . Raffgier .. Gierig .. Schöne sonnige Ostertage

  3. Boom77 says:

    Ich muss leider auf einer „alten Sache“ rumreiten… Gehaltsverzicht der Profis… schön… Reduzierung des Gehalts auch bei Vorstand, Geschäfstführung und Abteilungslieter auch schön… Kurzarbeitergeld für Mitarbeiter… weniger schön, aber ich meine, der FC stockt das auf (glaube ich zumindest gelesen zu haben)… demnach in Ordnung.

    Aber bei all diesen Maßnahmen nicht mal auf die Stadt zuzugehen und eine Reduzierung der Stadionpacht zu fordern, weil man sich „um den FC keine Sorgen machen muss“, ist doch ein Witz. Warum dann Kurzarbeitergeld? Warum dann Gehaltsverzicht bei Profis, Trainern etc.? Ich werde nie verstehen, wie sich dieser Verein vor der Stadt so klein machen kann und das seit Jahrzehnten.

    • Steffen Türk says:

      Hallo zusammen und frohe Ostern!!!
      Wie so soll der Verein bei der Stadt betteln, die können doch von Sich aus sagen,,ihr braucht für die Monate wo keine Zuschauer ins Stadion dürfen auch keine Pacht bezahlen.
      Die Spiele können ja auch im Fritz Kremer Stadion stattfinden.

      • Boom77 says:

        Und wenn die Spiele in Fritz-Kremer-Stadion stattfinden, muss der Verein ohne entsprechende Vereinbarung erstmal dennoch die Pacht fürs Rhein-Energie-Stadion bezahlen. Zu so einer Vereinbarung kommt man aber nur, wenn man die Reduzierung der Pacht erstmal fordert (nicht bettelt). Der FC tut aber nichts und das ist typisch. Ich verstehe das nicht. Die Stadt tut auch nichts für den Fc. Ganz im Gegenteil.

  4. Ziesi says:

    Auf 20% zu verzichten, ist im Grunde genommen wirklich ehrbar. Aber dass der „normale“ Arbeitnehmer, dessen Arbeitgeber NICHT aufstockt, auf 67 bzw 60% fällt und somit mehr verliert, ist ziemlich scheiße. Ein freiwilliger Verzicht aller Profis – nicht nur in Köln, sondern bei allen Bundesligisten – von 33 bzw 40% ihres Gehaltes hätte ich als gesellschaftlich höchst anständige Geste empfunden. Kurzarbeitergeld für Leistungssportler…

    • Immerfc says:

      Genau so sieht es aus… Kurzarbeit 60% von im Schnitt 2000 Euro gegenüber 20 % von im Schnitt 100.000… das ist noch positiv gerechnet für die Herren profis… (alle profis nicht nur die unseren… ). Euch allen ein frohes Ostern, bleibt gesund…

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