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Liquidität der Vereine gesichert – FC-Frauen ohne Solidaritätszahlung

Die Deutsche Fußball Liga hat eine Vereinbarung mit den nationalen Medienpartnern hinsichtlich der geplanten Zahlungen an die Vereine geschlossen. Damit wird den Bundesliga- und Zweitligaklubs bis zum 30. Juni die Liquidität gesichert. Derweil müssen die Frauen des 1. FC Köln auf eine Zahlung aus dem Solidaritätsfonds verzichten. 

Frankfurt/Köln – „Dass wir wieder spielen können, ist für einige Klubs die sportliche Rettung“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Donnerstag auf der Pressekonferenz nach der Mitgliederversammlung der 36 Profivereine. Zwar stehe noch kein genaues Datum der Wiederaufnahme des Spielbetriebes fest, doch die medizinisches und organisatorischen Rahmenbedingungen der Geisterspiele seien geschaffen (hier mehr dazu).

TV-Gelder werden ausgeschüttet

Darüber hinaus hatte die DFL eine weitere gute Nachricht für die Vereine. Die Auszahlung der letzten Rate aus den TV-Gelder-Verträgen sei unter Vorbehalt gesichert. „Nach intensiven Gesprächen in den zurückliegenden Wochen hat die DFL Deutsche Fußball Liga mit nahezu allen nationalen Medienpartnern Vereinbarungen hinsichtlich der zu erwartenden Zahlungen geschlossen“, erklärte die DFL nach der Mitgliederversammlung. Damit wird ermöglicht, allen Vereinen aus der Bundesliga und Zweiten Liga Liquidität bis zum geplanten Saisonende am 30. Juni zu ermöglichen. Sollte die Spielzeit allerdings anders als erwartet nicht zu Ende gespielt werden können, müssten die Zahlungen in Abhängigkeit der noch ausgetragenen Spiele zurückgeführt werden. Dies könnte zu wirtschaftlichen Engpässen bei einigen Vereinen führen.

Einzig mit einem Medienpartner konnte die DFL keine Einigungen erzielen – um welches Unternehmen es sich dabei handelt nannte Seifert jedoch nicht. Der Geschäftsführer bestätigte jedoch, dass die Zahlungen nicht erst am 30. Juni getätigt würden, sondern vielmehr „im Mai kurzfristig ausgelöst werden.“ FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle, der auch Mitglied des DFL-Präsidiums ist, zeigte sich nach der Mitgliederversammlung zufrieden mit dem Ergebnis. „Das war ein wichtiger Meilenstein. Da hat die komplette DFL ein sehr guten Job gemacht in den jeweiligen Gesprächen mit den Rechteinhabern. Das war ein wichtiges Signal und hilft allen Vereinen, die jetzt in Liquiditätsschwierigkeiten gekommen wären.“ Auch für den 1. FC Köln ist die ausstehende Zahlung der TV-Gelder von enormer Bedeutung. „Uns hilft jeder Euro, wenn man damit rechnen muss, dass die fünf Heimspiele nicht mehr mit Zuschauern stattfinden. Das sind minimum neun Millionene Euro die nicht mehr zurück kommen. Wenn dann noch signifikante TV-Erträge ausfallen würde, wäre es umso schwieriger.“

7,5 Millionen Euro für 3. Liga und Frauen-Bundesliga

Darüber hinaus machte die DFL am Donnerstag Angaben über die teilweise Verwendung des der diesjährigen Champions League-Teilnehmer zur Verfügung gestellten Solidarfonds. Von den bereitgestellten 20 Millionen Euro von Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen werden die Vereine in der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga mit 7,5 Millionen Euro kurzfristig unterstützt. Von dieser Solidaritätszahlung ausgenommen sind jedoch die 2. Mannschaften von Bundesliga-Klubs sowie die Frauenmannschaften der entsprechenden Vereine. Damit erhalten 19 Drittligavereine und sechs Mannschaften aus der Frauen-Bundesliga ohne weitere Bedingungen zu gleichen Anteilen Zahlungen aus dem Fonds. Die Frauenmannschaft des 1. FC Köln ist als Bundesliga-Ableger damit von den Zahlungen ausgeschlossen.

10 Kommentare
  1. Max Moor says:

    Ich kann mir schlecht vorstellen wie das noch weiter gehen soll mit Corona . Der Virus wird nie weg sein und kaum gibs ein Fall dann wird wieder die ganze Saison weggeschmissen . Wenn das so weiter geht dann ist mit Sport bald Pumpe , ob Formel 1 , Fußball oder was auch immer . Bakterien wird es auch immer geben aber gut das is nun so und machen kann man eh nichts . Die Vereine werden das auf Dauer aber nie bestehen wenn keine Einahmen mehr kommen und irgendwann ist Game Over .

    • Max Moor says:

      Ich versuche auch positiv in die Zukunft zu blicken aber wenn das so kommt wie die im TV erzählen … dann glaube ich nicht mehr an Normalität . Wenn dann mal Fußball oder sonst etwas stattfindet und nur einer irgendwie Krank wird dann bricht wieder Alles zusammen . Das es nochmal so wird wie Früher kann ich mir schlecht vorstellen . Einen Impfstoff wird es schon irgendwann geben , aber die Viren bleiben nicht gleich .. die können bösartiger werden oder neue noch schlimmere . Bakterien , Viren und was auch immer wird es immer geben . Tiere übertragen viele Krankheiten ob Mücke , Ratte oder sonst was ! Dazu diese Terminals wie bei McDonalds . . reine Bakterien Schleudern !!! Einkaufskörbe .. diese müssten normal nach jeden Mensch sofort Desinfiziert werden . Alles wird doch kaum gemacht nur Sport und Veranstaltungen sind passé

  2. Norbert Neuheisel says:

    Der Profifußball wird in dieser trostlosen Zeit dringender denn je gebraucht – auch wenn vorerst mit „Geisterspielen“. Einige Politiker (Lauterbach und Co.) mit ihrem sozialistischen Gequatsche wg. angeblicher Bevorzugung des Profifußballs haben dessen Stellenwert vollkommen verkannt und verbreiten selbst nur schlechte Stimmung.

  3. Oliver Hartmann says:

    Ich bin dafür das vor dem Stadion Kontrolle gemacht werden und jeder 2.Sitz frei gehalten wird. So wäre wenigstens ein wenig Publikum im Stadion und Abstand wäre da. Und man sollte nicht auf die Politiker hören. Denn die haben uns von Anfang an belogen. Recherchiert genau und wacht auf.

    • Dieter says:

      Warum man mit so wenig Information solch einen Shutdown verantwortet ist nur mit der für uns ja typischen German Angst und ‚ich will es nicht Schuld sein‘ zu erklären. Man könnte auch wie in Schweden auf eigene Verantwortung der Bürger setzen. In der wetslichen Welt übewrnimmt doch kaum jemand noch Verantwortung für irgend was, könnte ja einen ShitStorm geben, Manschmal muss man Donald Trump bewundert , der Entscheidet , dem ist jeder ShitStorm sowas von egal. Aber ist es nicht das was man brauch, einen Politiker der nicht nach Umfragen und Medienwirkung regiert ?

  4. Ulrich Treimer says:

    Warum soll es in einem Stadion für 50.000 Besucher nicht möglich sein, zumindest 10.000 Zuschauer rein zu lassen. Irgendwann werden wir auch so wieder beginnen.
    Ich bin übrigens kein Reichsbürger und brauche auch keinen Aluhut.

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