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„Das wäre noch schlimmer als die Krankheit selbst“

Die Spieler und Betreuer des 1. FC Köln sind seit dem Spiel gegen Mainz 05 wieder zuhause. Mit dem Restart der Bundesliga endete auch die zehntägige Quarantäne im Dorint Hotel am Heumarkt. Vermehrte Angst, einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus nun wieder stärker ausgesetzt zu sein, hat man beim FC nicht. 

Köln – Die Begeisterung hielt sich bei den Spielern in Grenzen, als sie für zehn Tage abgeschottet von der Außenwelt ins Quarantäne-ähnliche Trainingslager im Dorint Hotel ziehen mussten. Weder der physische Kontakt zur eigenen Familie noch ein entspannter Spaziergang vor den Hoteltüren war für die Spieler und Trainer erlaubt. Umso glücklicher waren die Profis am Sonntag, als es nach dem Spiel gegen Mainz wieder in die heimischen vier Wände ging.

Man wusste nicht, was man machen sollte

„Wir hatten gehofft, dass es nicht länger wird. Wir haben uns auf Zuhause gefreut“, berichtete Timo Horn am Donnerstag in einer virtuellen Medienrunde. „Es hat sich ein bisschen angefühlt wie ein längeres Trainingslager. Aber da kann man natürlich mal vor die Tür und sich die Beine vertreten oder Golf spielen. Jetzt gab es zwischenzeitlich schon ein paar Stunden, in denen man nicht wusste, was man manchen sollte“, erklärte der Kölner Schlussmann die Zeit im Quarantäne-ähnlichen Trainingslager.

Für die Rückkehr nach Hause haben die Spieler weitere Auflagen bekommen, an die es sich im Sinne des Infektionsschutzes zu halten gibt. „Die sind deutlich strikter als für die breite Öffentlichkeit“, erklärte Horn. „Wir tun alles, um uns nicht anzustecken. Wir werden alle drei Tage getestet, sodass das Risiko entsprechend gering ist. Wir sind sehr gut aufgestellt und das Konzept ist gut durchdacht.“ Angst vor einem positiven Testergebnis habe der Kölner Schlussmann indes nicht. „Jeder hat da natürlich seine eigene Meinung in so einer extremen Situation. Ich persönlich gehe da entspannt mit um.“ Durch die halbjährigen ganzheitlichen Gesundheits- und Fitnesschecks sei das Risiko eines schlimmen Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion ohnehin gering. Auch die Infektionen von Ismail Jakobs und Niklas Hauptmann hätten gezeigt, dass eine Erkrankung weitestgehend komplikationsfrei verlaufen könne. „Wir sind alles fitte und junge Menschen, die da auf dem Platz stehen. Da darf man sich auch nicht zu viel Angst machen oder Panik verbreiten. Das wäre im Endeffekt noch viel schlimmer als die Krankheit selbst.“

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