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Horn: „Ich denke zu keiner Sekunde an Europa“


Mit einem Sieg über Fortuna Düsseldorf könnte der 1. FC Köln am Sonntag den Klassenerhalt praktisch klar machen. Zwar würden rechnerisch weiterhin wenige Punkte fehlen, doch wirklich in Bedrängnis dürfte der Klub dann nicht mehr geraten. Noch will man sich am Geißbockheim aber keine höheren Ziele stecken, wie auch Timo Horn erklärte. 

Köln – Durch die Punkteteilung beim 2:2 gegen Mainz 05 hat der 1. FC Köln den Vorsprung auf die Konkurrenz im Abstiegskampf gehalten und teilweise sogar um einen Zähler ausgebaut. Gleichzeitig haben es die Geißböcke aber auch verpasst, die Niederlagen der Konkurrenz im oberen Tabellendrittel auszunutzen. Im zweiten Geister-Heimspiel der Vereinsgeschichte will der FC am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf nachlegen und dem Klassenerhalt einen weiteren großen Schritt näher kommen.

Haben natürlich etwas gut zu machen

Weiterhin in den Köpfen ist dabei auch die bittere 0:2-Hinspielniederlage. Der leblose Derby-Auftritt zählt zu den Tiefpunkten der laufenden Saison und war gleichzeitig der Anfang von Beierlorzers Ende als Trainer der Geißböcke. „Das war eine Phase, wo nicht viel bei uns zusammengelaufen ist“, erinnert sich Timo Horn. „Da haben wir natürlich etwas gut zu machen und wir wollen, dass die Fans vor dem Fernseher einen Derbysieg feiern können.“ Die Fortuna steht dabei angesichts der Tabellensituation weitaus mehr unter Druck als der FC. Während Düsseldorf nach dem Hinspielsieg Anfang November noch auf drei Punkte enteilt war, steht der FC nun satte zehn Zähler vor dem rheinischen Rivalen, der derzeit auf dem Relegationsplatz liegt. Dadurch dürfte es für den FC am Sonntag aber ungleich leichter werden. „Wir müssen im Vergleich zum Spiel gegen Mainz eine Schippe drauf legen, um die drei Punkte in Köln zu behalten“, weiß auch Kölns Schlussmann.

Während die Kölner im November noch beinahe aussichtslos im Tabellenkeller festgesteckt haben, sind die internationalen Plätze rein von den Punkten inzwischen näher als die Abstiegsränge. „Mit dem Trainerteam hatten wir im November und Dezember ein Ziel: Wir wollten ein weiteres Jahr Bundesliga spielen“, sagte Horn am Donnerstag. Durch eine starke Serie haben sich die Geißböcke inzwischen in eine gute Ausgangslage bringen können, sodass mit einem Sieg im Derby am Sonntag praktisch schon alles klar wäre. „Es ist natürlich ein Ansporn, jetzt einen großen Schritt in die richtige Richtung zu machen“, erklärt der Keeper.

Großer Schritt in Richtung Klassenerhalt möglich

Mit einem Sieg über Mainz wäre diese Situation sicherlich noch komfortabler gewesen. Und da von den Teams zwischen Platz neun und sechs lediglich der VfL Wolfsburg gewinnen konnte, hätte der FC auch nochmal einen weiteren Schritt in Richtung internationale Plätze machen können. „Natürlich ärgern wir uns, dass wir die drei Punkte nicht geholt haben“, meint Horn hinsichtlich der verspielten 2:0-Führung. Trotzdem will der Keeper keinen Gedanken an höhere Ziele verschwenden und verweist stattdessen noch einmal auf die Ausgangslage vor einigen Monaten. „Ich kann mich noch gut an die Überschriften im November erinnern, wo keiner einen Pfifferling auf uns gesetzt hat. Jetzt finden wir uns in einer ganz anderen Situation wieder.“ Dabei erscheinen die verbleibenden acht Saisonspiele für den FC durchaus als machbares Restprogramm. Fünf der kommenden Gegner stehen derzeit hinter den Geißböcken, mit Hoffenheim wartet zudem ein direkter Tabellennachbar. „Wir müssen auf dem Boden bleiben und unsere Ziele erreichen“, erklärt Horn. „Sich dann weitere Ziele zu setzen ist auch wichtig. Aber ich denke zu keiner Sekunde an Europa. Ich möchte nächstes Jahr einfach wieder mit dem FC Bundesliga spielen.“ Mit einem Sieg am Sonntag gegen Düsseldorf könnte Horn diesem Ziel bereits einen großen Schritt näher kommen.

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