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Defensiv wie offensiv: Wer übernimmt die Außenbahnen?


Eigentlich hat der 1. FC Köln eine herausragende Quote gegen Fortuna Düsseldorf im heimischen Müngersdorf. Ein Sieg am Sonntag wäre der 23. Erfolg im 46. Heimspiel. Doch was ist der Heimvorteil noch wert? Gerade einmal drei Siege konnten die Heimteams an den ersten zwei Geister-Spieltagen nach der Coronavirus-Unterbrechung verbuchen. Gelingt dem FC am Sonntagabend der so wichtige Befreiungsschlag?

Köln – Es gibt praktisch keine Ähnlichkeiten mehr zwischen dem 1. FC Köln vom 3. November 2019 und von heute, über sechs Monate später. Achim Beierlorzer brachte bei Fortuna Düsseldorf zwar auch eine Mannschaft im 4-2-3-1 mit einer Viererkette (Ehizibue, Bornauw, Czichos, Katterbach) sowie zwei Sechsern (Hector, Skhiri), wie es sehr ähnlich am Sonntag unter Markus Gisdol der Fall sein dürfte. Doch nicht nur die Offensive unter Beierlorzer (Schindler, Schaub, Drexler – Terodde) wird sich personell massiv von jenem FC unter Gisdol unterscheiden. Der Unterschied liegt in der Spielweise.

Darauf setzt der 1. FC Köln auch am Sonntag. Die Gisdol-Elf will aggressiv zu Werke gehen, will läuferische Qualitäten zur Geltung bringen, das Tempo seiner schnellsten Spieler ausnutzen und vor allem die Wucht der FC-Offensive mit der gegen Mainz fehlenden defensiven Stabilität absichern. Dafür wird Gisdol personelle Veränderungen vornehmen. So viel dürfte sicher sein. Jan Thielmann konnte seine Chance von Beginn an gegen Mainz nicht nutzen. Für ihn wird wohl Ismail Jakobs zurückkehren und mit Florian Kainz die Seiten tauschen. Auch Dominick Drexler wäre eine Option, doch der flexible Offensivspieler wird wohl erneut als Joker eine der ersten Optionen bleiben.

Kehrt Jakobs auch als Hilfe für Katterbach zurück?

Doch wer sichert die beiden Außenbahnen defensiv ab? Benno Schmitz rechts und Noah Katterbach links hatten gegen Mainz beide ihre Probleme. Mit Kingsley Ehizibue hat Gisdol eine Alternative zur Hand, die beide Positionen verändern könnte. Schmitz hatte den vor der Coronavirus-Krise verletzten Katterbach auf links mehr als ordentlich vertreten und könnte für den Youngster die Seite tauschen, während „Easy“ seine angestammte Position hinten rechts bezieht. Doch Katterbach galt unter Gisdol eigentlich als gesetzt und harmonierte mit Jakobs auch deswegen vortrefflich, weil Jakobs unermüdlich hinten aushalf und Katterbach so mit absicherte. Es ist wahrscheinlich, dass Gisdol dieser Verbindung der beiden FC-Eigengewächse erneut eine Chance geben wird.

So könnte der Effzeh auflaufen: Horn – Ehizibue, Bornauw, Leistner, Katterbach – Skhiri, Hector – Kainz, Uth, Jakobs – Cordoba

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