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Der FC hängt zwischen Abstiegskampf und großen Zielen


Der 1. FC Köln muss am Sonntag im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 einen Drahtseilakt hinlegen. Die Geissböcke könnten je nach Ergebnissen in den kommenden zwei Spieltagen doch noch einmal näher in Richtung Abstiegsplätze rutschen. Andererseits könnte schon ein Sieg gegen Mainz dieses Thema endgültig beenden und den Kölner neue Ziele ermöglichen. Das wissen auch die FC-Leistungsträger.

Köln – Es war Sebastiaan Bornauw, der am Dienstag die Hoffnung äußerte, die viele FC-Fans seit dem Super-Lauf von acht Siegen aus elf Spielen in sich tragen. In einem Instagram-Interview mit Eleven Sports Belgium sagte der belgische Innenverteidiger: „Wir haben uns sehr nahe an die Europa-League-Plätze herangearbeitet. Klar, dass wir jetzt alles dafür tun wollen, diese auch zu erreichen“, sagte Bornauw. „Das wäre für uns alle zweifellos ein schönes Ende dieser Saison.“

Der FC hängt aktuell wie kein anderer Klub genau zwischen allen Fronten fest. Als Zehnter hat die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol mit 32 Punkten zehn Zähler Vorsprung auf Düsseldorf (16.), sogar 14 auf Bremen (17.), wobei die Werderaner noch ein Nachholspiel in der Hinterhand haben. Dagegen fehlen nur fünf Punkte auf Rang sechs (Schalke), vier auf Rang sieben und acht (Wolfsburg und Freiburg) sowie drei auf Rang neun (Hoffenheim). Mit seinen zwei Heimspielen gegen Mainz und Düsseldorf könnte der FC sich also tatsächlich aller Abstiegssorgen entledigen und stattdessen oben angreifen. Diese beiden Spiele gegen den FSV und die Fortuna waren allerdings schon in der Hinrunde die Hoffnung auf den Turnaround unter Ex-Coach Achim Beierlorzer und stellten sich letztlich  – inklusive der folgenden Partie gegen Hoffenheim – als dessen Ende heraus.

Mal schauen, wie es nach dem ersten Sieg aussieht

Nun sollen diese drei Spiele, zweimal in Folge daheim und anschließend bei der TSG, für den FC der Anfang von etwas Neuem sein. Die Rückrundentabelle mit 15 Punkten aus acht Spielen und Rang vier spricht für die Geissböcke. Doch was ist das noch wert nach über zwei Monaten Spielpause durch die Coronavirus-Pandemie? Das wird das Wochenende zeigen. Doch nicht nur Bornauw, sondern auch Mark Uth weiß um die Bedeutung dieser ersten beiden Heimspiele. „Wir wollen gegen Mainz und Düsseldorf unbedingt gewinnen, weil es zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf sind. Wenn wir das geschafft haben, können wir uns nach oben orientieren.“

Neue Ziele hat sich der FC noch nicht gesetzt, Trainer Gisdol warnte erst kürzlich davor, die untere Tabellenregion bereits aus den Augen zu verlieren. „Das wird noch ein hartes Stück Arbeit“, sagte der Chefcoach. Und auch Uth meinte: „Wir haben uns noch keine Gedanken über Ziele gemacht. Erst wenn wir die beiden Spiele gewinnen, sind wir durch. Die zwei Spiele müssen wir noch abwarten. In Köln träumen sie sehr schnell von Europa. Mal schauen, wie es nach dem ersten Sieg aussieht.“ Dieser soll am liebsten schon am Sonntag gelingen, zwar nicht mit dem richtigen Heimvorteil, aber zumindest mit der größeren Erfahrung dank des Geisterspieles am 11. März in Mönchengladbach. Niemand weiß, mit welchen Kräfteverhältnissen die Liga am Wochenende neu beginnen wird. Die Geissböcke hoffen, dass sie ihren Lauf über die Spielpause hinweg retten konnten. Am Sonntag wird es die ersten Antworten geben.

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