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Elfer-Debatte geht weiter: Uth nicht mehr Schütze Nr. 1?


Kaum hat sich Markus Gisdol für Mark Uth als Elfmeter-Schützen Nummer eins beim 1. FC Köln ausgesprochen, muss der Cheftrainer seine Entscheidung schon wieder relativieren. Kölns Angreifer verschießt den zweiten Elfmeter in Folge und dürfte diese Aufgabe damit erst einmal los sein. Drei Torjäger stehen bereit, während die Mitspieler Uth in Schutz nehmen.

Köln/Sinsheim – Es ist wohl kein Geheimnis, dass die Spiele des 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf und die TSG Hoffenheim anders hätten ausgehen können, wenn Mark Uth die beiden Elfmeter verwandelt hätte. Es war schon kurios genug, dass der FC in den ersten Bundesliga-Spielen keinen einzigen Strafstoß zugesprochen bekam, in den folgenden drei Spielen dann aber je einen. Uth verwandelte gegen Mainz, scheiterte dann aber gegen die Fortuna und die TSG.

Das 1:1 gegen Düsseldorf hätte dem Spiel wohl noch einmal eine ganz andere Richtung gegeben mit der Chance für die Geissböcke das Spiel zu gewinnen. Der 2:3-Anschlusstreffer in Hoffenheim hätte am Mittwoch den Kölnern ordentlich Wind unter die Flügel geblasen und einen Punktgewinn zumindest noch in Reichweite gebracht. „Hätten wir den gemacht, hätte das Spiel noch mal eine andere Würze bekommen“, drückte es Toni Leistner stellvertretend für die Spieler aus, die Uth zur Seite sprangen und ihm keinen Vorwurf machen wollten. Timo Horn nannte es hinterher die „spielentscheidende Szene“, machte sich aber für Uth stark. „Wir haben nach Düsseldorf klar festgelegt, dass er schießt. Er hat sich der Verantwortung gestellt und damit ist das Thema erledigt.“

Man muss jetzt schauen, wie wir den nächsten Schützen finden

Markus Gisdol musste derweil seine eigenen Worte herunterschlucken, wonach Uth der sicherste Schütze im Team und deshalb prädestiniert für die Elfmeter sei. Der Angreifer hatte gegen Mainz seinen allerersten Elfmeter in der Bundesliga geschossen und verwandelt, nachdem er zuvor letztmals für den SC Heerenveen vom Punkt angetreten war. Gegen Düsseldorf ließ er sich vom gegnerischen Torhüter verunsichern, und beim Duell gegen Oliver Baumann wollte er es wieder so gut machen wie gegen Mainz, visierte die gleiche Ecke an wie gegen den FSV, doch der TSG-Keeper hatte keine Probleme den Ball abzuwehren. „Natürlich war der Elfmeter ärgerlich, weil wir auf 2:3 hätten herankommen können“, sagte Gisdol hinterher und kündigte an, die Reihenfolge der Schützen für die nächsten Elfmeter noch einmal zu überdenken. „Man muss jetzt schauen, wie wir den nächsten Schützen finden. Wir haben Jungs, die bereit sind zu schießen. Das hat das letzte Spiel ja gezeigt. Die werden sich den Ball schnappen und beherzt antreten.“

Heißt im Klartext: Den nächsten Elfmeter wird wohl ein anderer FC-Spieler schießen. Jhon Cordoba wollte dies bereits gegen Düsseldorf und dürfte nun darauf pochen seine Chance zu erhalten. Zwei andere Stürmer sind jedoch auch für ihre Treffsicherheit vom Punkt bekannt: Anthony Modeste erzielte schon acht Pflichtspiel-Tore für den FC mit Elfmetern. Und auch Simon Terodde hat schon fünf Tore für Köln vom Punkt gemacht. Das Sturm-Trio wird den nächsten Schützen also unter sich ausmachen – je nach dem, wer gerade auf dem Feld steht.

Für Uth dürfte das kein Problem darstellen. Der Mann auf der Zehn beim FC hatte in den Wochen zuvor als Vorbereiter und Torschütze geglänzt und gilt als Mann für nahezu alle ruhenden Bälle. An Torbeteiligungen soll es ihm daher auch in Zukunft nicht mangeln, so die Hoffnung des FC. „Er hat so viele gute Spiele gemacht, war an so vielen Toren beteiligt“, sagte Torhüter Horn. „Er ist unbestritten ein ganz wichtiger Spieler. In den nächsten Wochen wird er sicher wieder Tore und Assists für die Mannschaft einbringen.“

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