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Gisdol über Coachen mit Mundschutz: „Wie soll das gehen?“


Wird die Bundesliga in den kommenden Wochen erstmals Trainer an der Seitenlinie sehen, die durch einen Mundschutz ihren Spielern Anweisungen zurufen? Nur in Teilen, sagt die Deutsche Fußball Liga in ihrem Konzept für den Wiederbeginn der Spiele ab dem 16. Mai. Markus Gisdol vom 1. FC Köln hätte davon auch wenig gehalten. Tragen muss er trotzdem einen.

Köln – In der DFL-Vorgabe heißt es, dass alle Personen auf der Ersatzbank einen Nasen-Mund-Schutz tragen müssen und dass auch dort das Abstandsgebot eingehalten werden muss. Für die Cheftrainer gibt es jedoch eine Ausnahme: Sie dürfen zum Rufen von Anweisungen ihre Masken abnehmen, sofern sie bei ihrer Kommunikation den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten.

Man darf gespannt sein, wie dies in der Praxis funktionieren wird. Doch FC-Trainer Markus Gisdol erklärte dazu am Freitag: „Auf der Bank setze ich einen Mundschutz auf, aber ich stehe die meiste Zeit sowieso in der Coaching Zone und werde den Mundschutz dann um den Hals hängen haben. Coaching mit Mundschutz an der Linie – wie soll das gehen?“

Umbau der Spielerbänke nach englischem Vorbild?

Es wird wohl auf ein ständiges Auf und Ab der Trainermaske geben, sofern sich Gisdol zwischen Trainerbank und Seitenlinie bewegen will. Doch auch auf der Bank wird es zu Veränderungen kommen. Die Spieler dürfen nicht mehr wie gewohnt nebeneinander sitzen, sondern müssen auch auf den Bänken den vorgeschriebenen Abstand wahren. Dies ist bei den aktuell montierten Sitzen am Spielfeldrand aber nicht möglich. Laut kicker überlegen daher diverse Klubs, ihre Bänke vorläufig nach englischem Vorbild umzubauen und nach hinten in mehreren Reihen auf die leere Tribüne zu erweitern. So könnten die Spieler nicht nur neben-, sondern auch hintereinander sitzen und regelkonform gemeinsam mit dem Staff die Spiele verfolgen.

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