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Kölns U21 trainiert wieder – für den Saisonabbruch?

Die Profis des 1. FC Köln stecken wieder mitten in der Bundesliga-Saison. Doch die erste Mannschaft der Geissböcke ist nicht die einzige, die am Geißbockheim trainiert. Während der gesamte Nachwuchsbereich weiter ruht, haben die FC-Frauen sowie die U21 von Trainer Mark Zimmermann zumindest wieder in Kleingruppen das Training aufgenommen. Während die Frauen-Bundesliga bald wieder den Spielbetrieb aufnehmen könnte, wird hingegen die Regionalliga West wohl kaum mehr zu Ende gespielt.

Köln – Schon seit einer Woche trainiert die U21 des 1. FC Köln wieder. Oder zumindest tut sie das, was Profitrainer Markus Gisdol jüngst als „Bewegungstherapie“ deklarierte: kontaktloses Training in Kleingruppen. Das, was die FC-Profis über mehrere Wochen in der Coronakrise praktiziert hatten, ehe reguläres Mannschaftstraining wieder gestattet war, hat nun die U21 übernommen. In Sechsergruppen treten die Zimmermann-Schützlinge seit einer Woche wieder gegen den Ball. Mit Abstand, ohne Zweikämpfe – jedoch auch ohne Ziel.

Denn niemand rechnet am Geißbockheim mehr damit, dass die Regionalliga-Saison 2019/20 beendet werden wird. Erst am 20. Juni, also in einem Monat, wird der Westdeutsche Fußballverband das nächste Mal zu einer offiziellen Sitzung zusammenkommen. Vorher ist nach GBK-Informationen keine Entscheidung geplant. Das bedeutet, dass unter Berücksichtigung eines bislang vorgesehenen Saisonendes bis zum 30. Juni ein sportlicher Wettkampf mit allen noch ausstehenden Spieltagen unmöglich wäre. Der 1. FC Köln würde als Tabellenfünfter und 35 Punkten aus 23 Spielen die Saison beenden. Einzig hitzig dürfte die Diskussion um die Aufstiegsregelung werden. Zwar hat der SV Rödinghausen als Tabellenführer satte zehn Punkte Vorsprung auf Rang zwei. Doch der SC Verl hat aufgrund eines zerfledderten Spielplans sage und schreibe vier Spiele weniger ausgetragen und hätte noch die Möglichkeit auch zwölf weitere Punkte, sodass keineswegs von einer klaren Entscheidung im Aufstiegsrennen gesprochen werden könnte.

Die Aufstiegsregelung betrifft den 1. FC Köln jedoch nicht, genauso wenig wie die Abstiegsregelung. Der FC hat unter Zimmermann eine starke Saison hingelegt, war nie im Tabellenkeller zu finden, sondern spielte zeitweilig gar ganz oben mit. Und so richten die sportlichen Leiter der U21 den Blick schon auf die nächste Saison. Aktuell gelten alle Beschränkungen in Deutschland aufgrund der Coronavirus-Krise bis zum 31. August. Sollte dieser Termin halten, wäre das Wochenende des 5. und 6. September das erste vorstellbare Datum für einen Saisonbeginn 2020/21. Alles unter der Voraussetzung, dass auch für die Regionalligen eine Lösung gefunden würde, um trotz des Coronavirus‘ einen Spielbetrieb durchführen zu können. Doch bevor es um die nächste Saison geht, muss die aktuelle erst einmal abgewickelt werden. Offiziell wird dies wohl noch einen Monat dauern. Am Geißbockheim wird daher zwar trainiert, doch mit dem Wissen, dass man eigentlich auf einen Abbruch der Spielzeit hin arbeitet.

3 Kommentare
  1. Klio says:

    Für Geisterspiele müssten allerdings die geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden, denn für Geisterspiele wird man kein Hygieneprotokoll mit Tests und Quarantäne einführen. Das Geister-Jugendturnier in Oberhausen ist schon mal krachend gescheitert.

  2. BM says:

    Der Artikel passt an vielen Stellen nicht: Rödinghausen hat schon vor mindestens zwei Monaten auf den Aufstieg verzichtet, indem man überhaupt keinen Antrag gestellt hat, deshalb geht auch der ehrgeizige Trainer E. Maaßen zur nächsten Saison. Verls Aufstiegsantrag wurde bislang noch nicht bewilligt, da die hohen (unverschämten) Ansprüche an die Infrastruktur nicht passen (auch Rödinghausen wäre überfordert, verzichtet als Mini-Gemeinde aber grundsätzlich). So hofft insbesondere RWE noch auf einen billigen Aufstieg.

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