,

Die Coronakrise kostete Daun die Zukunft im FC-Nachwuchs

Markus Daun ist nicht mehr Trainer der U17 des 1. FC Köln. Der auslaufende Vertrag des 39-jährigen wird nicht verlängert. Schon länger ist klar, dass Meister-Trainer Martin Heck die B-Junioren zur neuen Saison wieder übernehmen wird. Doch Daun hätte eigentlich beim FC bleiben sollen und wollen. Nun hinderten aber offenbar die Sparzwänge der Geißböcke beide Parteien an einer Einigung.

Köln – Der 1. FC Köln will die Personalie noch nicht offiziell bestätigen. Doch das hat Markus Daun derweil schon getan. Auch dem GEISSBLOG.KOELN erklärte der 39-jährige, dass nach sieben Jahren für den Trainer und einstigen Bundesliga-Stürmer die Zeit am Geißbockheim zu Ende gehen werde. „Das war das Ergebnis unserer Gespräche in der letzten Woche“, sagte Daun.

Vom Individualtrainer über die Chefposten bei der U17 und U21 bis hin zum Assistenztrainer der Profis hatte Daun zahlreiche Positionen beim FC bekleidet. Bereits im Winter war ihm mitgeteilt worden, dass die U17 ab Sommer wieder in die Hände von Martin Heck gegeben würde, der mit den B-Junioren in der Saison 2018/19 Deutscher Meister geworden war. Daun jedoch sollte beim FC bleiben. Die Geißböcke wollten für den einstigen Bundesliga-Profi und Fußballlehrer eine neue Position schaffen als Jahrgangs-übergreifender Trainer und Betreuer für die besten Talente zur Vorbereitung auf ihre Profi-Karriere.

In der jetzigen Situation sind solche Verträge wohl schwer zu machen

Doch dann kam die Coronakrise. Nach GBK-Informationen wäre es ohne die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen wohl zu einer Einigung zwischen dem FC und Daun gekommen. Doch die Sparzwänge des Klubs betreffen nicht nur die Profi-Abteilung, sondern den ganzen Klub inklusive Geschäftsstelle und Nachwuchs. Die Schaffung einer neuen Stelle war plötzlich im Budget nicht mehr vertretbar. „In der jetzigen Situation sind solche Verträge wohl schwer zu machen“, zeigte Daun Verständnis. „Wir gehen absolut im Guten auseinander. Auch wenn es mir natürlich schwer fällt nach so langer Zeit den Klub zu verlassen.“

Der FC startet daher ohne neu geschaffene Positionen in die nächste Saison. Heck ersetzt Daun und rückt als frisch gebackener Fußballlehrer vom Posten des U21-Assistenztrainers wieder zurück in die U17. Ansonsten bleiben die Trainer- und Assistenztrainer-Positionen gleich. Stefan Ruthenbeck wird weiterhin die U19 betreuen, Mark Zimmermann die U21. Daun begibt sich derweil auf die Suche nach einem neuen Job. Nachdem er als U21-Trainer in der Saison 2018/19 noch eine schwierige Spielzeit erlebt hatte und abgelöst worden war, konnte er sich als U17-Coach mit dem Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft wieder ins Rampenlicht stellen. Nun steht Daun in Gesprächen mit mehreren Klubs.

3 Kommentare
  1. C W says:

    Die Frage die man sich doch wirklich stellen muss ist, braucht es einen jahrgangsübergreifenden Trainer für die besten Nachwuchsspieler? Oder wäre hier nur eine Position geschaffen worden um einen verdienten Kollegen weiter im Verein zu halten? Weil wenn man so jemanden braucht hätte man sicher irgendwie die Stelle schaffen können. Ansonsten ist es sicherlich die richtige Entscheidung, zumal der FC im Nachwuchsbereich mit Trainern wahrlich nicht schlecht aufgestellt ist.

    Ich hab keine Ahung was so ein Trainer verdient aber mit Sicherheit wäre das auch kein günsitger Posten gewesen. Klar mit Blick auf das was die Profis verdienen schon, aber sind Nachwuchs und Profis nicht wirtschaftlich getrennt?

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar