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Ein Sieg hilft dem FC auch für die kommende Saison


Markus Gisdol und Horst Heldt haben den 1. FC Köln seit ihrer Amtsübernahme zum Klassenerhalt geführt. Daran dürfte selbst nach sechs sieglosen Spielen in Folge mittlerweile kein Zweifel mehr bestehen. Mit Ruhe und einem klaren Ziel vor Augen hat das Duo die Geißböcke wieder in die Spur gebracht. Trotzdem brauchen die Kölner in den verbleibenden vier Spielen wieder Erfolgserlebnisse. Denn ein Saisonende wirft auch immer den Schatten voraus auf die nächste Spielzeit. 

Ein Kommentar von Sonja Eich 

Der 1. FC Köln ist auf dem besten Weg auch in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga zu spielen. Daran haben auch die inzwischen sechs sieglosen Spiele in Folge nichts geändert. Zu verdanken ist dies allen voran Markus Gisdol, der es im Winter binnen weniger Wochen schaffte, die Mannschaft mit dem richtigen System und verbesserter Fitness wieder in die Spur zu bringen. Nach acht Siegen aus elf Spielen fand sich der FC vor der Liga-Unterbrechung in schon nicht mehr für möglich gehaltenen ruhigen Fahrwassern der Tabelle wieder.

Andere Herangehensweise als 2017/18

Das Ziel, mit dem Markus Gisdol und Horst Heldt Ende November beim 1. FC Köln angetreten waren, verlor das Duo dabei nie aus den Augen. Nicht als Tabellenletzter und auch nicht, als plötzlich der Rückstand auf die internationalen Plätze geringer war als der Vorsprung auf die Abstiegsränge. Die Verantwortlichen richteten den Fokus einzig auf das Erreichen des Klassenerhaltes. Vielleicht hätte man der Mannschaft bei dieser Ausgangslage neue Ziele stecken können und den Angriff auf das internationale Geschäft offensiv ausrufen müssen. Aber vielleicht war der Weg, für den man sich am Geißbockheim entschieden hatte, eben doch genau der Richtige.

Ruft man sich die Situation aus der Saison 2017/18 in Erinnerung, war die Ausgangslage, mit der Armin Veh beim 1. FC Köln beinahe zur gleichen Zeit im Jahr angetreten war, ähnlich schlecht wie für Horst Heldt und Markus Gisdol in dieser Spielzeit. Zwar steckte Köln nicht nur im Abstiegskampf, sondern lag schon deutlich am Tabellenende. Der Unterschied war jedoch, dass Veh seine Arbeit aufnahm, indem er nach nur 15 Spieltagen die Planungen für die Zweite Liga ausrief. Gisdol und Heldt hingegen glaubten von Tag eins an daran, die Mannschaft wieder auf Kurs bringen und den Klassenerhalt erreichen zu können. Selbst, als die ersten drei Spiele noch nicht den gewünschten Effekt mit sich brachten, behielt man am Geißbockheim die Ruhe und arbeitete weiter an seinem Plan.

Ein Sieg würde Mannschaft und Trainer gut tun

Auch in der aktuellen sportlichen Krise, die nicht nur eine Ergebnis-Krise ist, halten die Kölner daran fest. Wie schon nach den acht Siegen, aufgrund derer man nicht in Euphorie verfallen war, bricht man auch jetzt nach sechs sieglosen Spielen nicht in Panik aus. Denn in wirkliche Gefahr gerieten die Kölner zuletzt nicht mehr. Vielmehr schickte die Konkurrenz im Tabellenkeller wöchentlich mit ihren liegen gelassenen Punkten Grußbotschaften in die Domstadt.

Dennoch wäre es in vielerlei Hinsicht wichtig, wenn die Geißböcke nun mit einem Sieg auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen könnten, anstatt sich über die Ausrutscher der Konkurrenz zu freuen. Dabei ist freilich nicht von der Hand zu weisen, dass die FC-Spieler mit den veränderten Bedingungen ohne Zuschauer sichtlich ihre Probleme haben. Eine Lösung scheint Gisdol für diese noch nie da gewesene Situation bisher nicht gefunden zu haben. Doch da nicht davon auszugehen ist, dass die Bundesliga in der neuen Saison sofort wieder in vollen Stadien spielen wird, wäre es wichtig, wenn der FC sich mit Erfolgserlebnissen aus dieser Saison verabschieden würde. Denn dann könnte man die zuletzt spürbaren Zweifel im eigenen Spiel hinter sich lassen und der Rucksack für die kommende Spielzeit wäre deutlich leichter.

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