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Durch Horn-Rückkehr: FC plant ohne neuen Rechtsverteidiger


Jannes Horn wird nach seiner einjährigen Leihe zu Hannover 96 in dieser Saison zum 1. FC Köln zurückkehren. Dies gab FC-Geschäftsführer Horst Heldt in dieser Woche bekannt. Zwar ist Horn kein Rechtsverteidiger, dennoch ist damit auch die Frage geklärt, ob sich der FC auf dem Transfermarkt noch einmal nach einem rechten defensiven Außenbahnspieler umsieht. 

Köln – Als der 1. FC Köln im Winter Mark Uth, Toni Leistner und Elvis Rexhbecaj verpflichtete, gab FC-Geschäftsführer Horst Heldt zu, gerne auch auf der Position des Rechtsverteidigers nachlegen zu wollen. Damals jedoch fehlte es den Geißböcken an den finanziellen Möglichkeiten und man sah am Geißbockheim an anderen Baustellen dringenderen Handlungsbedarf. In der ersten Phase der Rückrunde bis zur Corona-Unterbrechung deutete Sommer-Neuzugang Kingsley Ehizibue auch zumindest an, dass er die Problemstelle durchaus auf Bundesliga-Niveau ausfüllen kann. Doch im Saisonendspurt, als Ehizibue wieder schwächelte, wurde auch ersichtlich, dass der FC über keine ernstzunehmende Alternative hinten rechts verfügt.

FC plant ohne Neuzugang auf den defensiven Außenbahnen

Trotzdem wird der 1. FC Köln in diesem Transfer-Sommer auf der Position hinten rechts erneut nicht aktiv werden. So viel deutete Horst Heldt durch die Rückkehr von Jannes Horn nach Köln an. Der Linksverteidiger kehrt nach seiner einjährigen Leihe zu Hannover 96 zur kommenden Saison ans Geißbockheim zurück. „Jannes hat eine sehr gute Saison in Hannover gespielt. Wir planen mit ihm“, sagte der Geschäftsführer Sport dem Kicker. Durch Horns Rückkehr sind die Geißböcke nun auf der Linksverteidigerposition doppelt besetzt. Zwar hätten mit Ismail Jakobs und Jonas Hector bereits zwei Alternativen bereit gestanden, doch „Markus Gisdol hat entschieden, dass Jonas Hector zentral eingesetzt wir und Ismail Jakobs eine Position weiter vorne“. Gleichzeitig machte der Geschäftsführer die personellen Planungen auf der defensiven Außenbahn deutlich: „Wir planen mit Kingsley Ehizibue und Benno Schmitz rechts und Noah Katterbach und Jannes Horn auf der linken Seite.“

In der Winter-Vorbereitung in Benidorm zeigte sich Markus Gisdol zunächst experimentierfreudig: Der Trainer probierte Benno Schmitz als Linksverteidiger aus und versuchte zudem Kingsley Schindler defensiv zu schulen und als Rechtsverteidiger einzusetzen. Doch beide Experimente scheiterten. Während Schindler kein einziges Pflichtspiel hinten rechts bestritt, wurde Schmitz zwar hin und wieder für Katterbach auf der linken Seite eingesetzt, konnte sich jedoch nicht als ernsthafte Alternative beweisen. Zwar zeigte der 25-jährige das ein oder andere Mal ordentliche Ansätze, am Ende überwogen allerdings die offensichtlichen Probleme mit denen der gelernte Rechtsverteidiger zu kämpfen hatte.

Andere Positionen nach wie vor dringender

So macht die Rückkehr von Jannes Horn für die Position auf der linken defensiven Außenbahn für den FC durchaus Sinn. Schon in seiner ersten Zeit beim FC stellte der Ex-Wolfsburger seine Schnelligkeit unter Beweis. Eine Fähigkeit, auf die Markus Gisdol in seiner Art spielen zu lassen durchaus Wert legt. Die Problemposition auf der rechten Seite behebt die Personalie Horn allerdings nicht. Einzig die Tatsache, dass mit Ehizibue und Schmitz nun zwei Spieler fest auf der Rechtsverteidigerposition eingeplant sind, lässt die Baustelle quantitativ als geschlossen aussehen. Dabei hat sich im Vergleich zum Winter faktisch nichts geändert: Im Kader des FC gibt es auf anderen Positionen nach wie vor größere Probleme, für die die ohnehin schon geringen finanziellen Mittel am Ende ausreichen müssen. Somit bleibt für die rechte Abwehrseite erneut kein Geld übrig. Der FC muss nun hoffen, dass Kingsley Ehizibue ähnlich wie zu Beginn des Jahres seine Anlagen in der Bundesliga auch auf den Rasen bringt.

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