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Diehl zur U19 befördert – Ruthenbeck sieht Entwicklung


Die U19 des 1. FC Köln spielt bislang eine vielversprechende Vorbereitung. Trainer Stefan Ruthenbeck jedoch mahnt aufgrund des jungen Kaders zur Geduld. Beim 3:1-Sieg am Samstag im Testspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 ließ der U19-Coach den erst 15-jährigen Justin Diehl ran. Der Stürmer soll sich in den nächsten Monaten auch bei den A-Junioren beweisen.

Köln – Stefan Ruthenbeck und sein Co-Trainer Jakob Strehlow saßen am Samstagnachmittag auf der Tribüne des Franz-Kremer-Stadions und beobachteten die beiden Testspiele der FC-Profis. Mit dabei: zahlreiche Youngster, die in den letzten zwei Jahren durch die A-Junioren-Schule Ruthenbecks gegangen sind. Jens Castrop und Marvin Obuz, die eigentlich noch immer der U19 angehören, Meiko Sponsel und Jakob Jansen, die am Samstag als Einwechselspieler bei den Profis fungierten und vier Stunden zuvor noch für die U19 im Test gegen Mainz aufgelaufen waren, aber auch Sava Cestic, Robert Voloder, Noah Katterbach und Jan Thielmann.

Die U19 der Geißböcke hat sich in den letzten zwei Jahren als großes Sprungbrett für die größten Kölner Talente erwiesen. Das soll bekanntlich so weitergehen, wenngleich alle Beteiligten naturgemäß zur Geduld mahnen. Schließlich müssen auch erst die genannten Spieler beweisen, dass sie es dauerhaft in den Bundesliga-Kader schaffen können. Doch Ruthenbeck weiß, dass die Arbeit im Nachwuchs mit großer Wertschätzung im Klub empfangen wird. Nicht umsonst nutzt Chefcoach Markus Gisdol derzeit jede Gelegenheit, um weitere Talente aus der U19 bei den Profis zu testen.

Beachtliche Frühform

Die erfolgreiche Arbeit der U19 soll sich in der kommenden Saison mit einem jungen, hochtalentierten A-Junioren-Kader fortsetzen. Die ersten Anzeichen in der Vorbereitung sind positiv. Gegen die U19 von Eintracht Frankfurt gewann die FC-Auswahl den ersten Test vor zwei Wochen mit 3:1. Danach folgte gegen die Herren-Mannschaft der Sportfreunde Siegen (Oberliga) ein beachtlicher 4:0-Erfolg, der neben der spielerischen Reife auch ein guter Test für die körperliche Robustheit der 16- bis 18-jährigen war. Nun folgte am Samstag ein 3:1 gegen Mainz 05, das in Deutschland über eines der besten Nachwuchsleistungszentren verfügt.

„Meine Mannschaft hat das gut gemacht“, sagte Ruthenbeck auf GBK-Nachfrage. „Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber weiter Geduld haben.“ Weil sein Team vornehmlich aus dem jüngeren Jahrgang besteht, will der FC-Coach die Erwartungen noch nicht zu früh in die Höhe schrauben. Doch Ruthenbeck ist sich der Chance bewusst, in diesem Jahr wieder ganz oben in der Bundesliga mitspielen zu können. Zumindest, sofern nicht die besten Spieler dauerhaft zu den Profis gezogen werden. Ein Erfolg, zweifelsohne, jedoch auch mit der Konsequenz, dass die U19 ihre besten Spieler nicht in der A-Junioren-Meisterschaft einsetzen könnte.

Diehl rückt mit 15 Jahren in die U19 auf

Deshalb testete Ruthenbeck am Samstag Justin Diehl und wechselte das Sturmtalent der U17 in der zweiten Halbzeit gegen Mainz ein. Der erst 15-jährige Diehl hatte erst kürzlich seinen ersten Profi-Vertrag beim FC bis 2023 unterschrieben und damit die Hoffnungen bestätigt, die man am Geißbockheim in ihn setzt. Nun folgte die Beförderung zur U19. Der quirlige Stürmer dankte es sofort mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Geißböcke. Diehl, im November 2004 geboren und daher sogar fast noch U16-spielberechtigt, gilt als große Sturmhoffnung und soll nun zwischen U17 und U19 aufgebaut werden. Das Leichtgewicht (55 Kilogramm) muss sich zwar körperlich erst noch in Richtung Profifußball entwickeln, doch Ruthenbeck nimmt ihn schon jetzt unter seine Fittiche. „Wir werden Justin behutsam aufbauen und weiterentwickeln“, sagte der U19-Trainer und bestätigte, dass Diehl nun vermehrt bei der U19 mittreineren und mitspielen soll.

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