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Risse-Zukunft entscheidet sich Anfang der Woche


Was macht der 1. FC Köln auf dem Transfermarkt? Horst Heldt hat am Samstag das Kölner Interesse an Robin Hack vom 1. FC Nürnberg bestätigt (mehr dazu hier). Gleichzeitig erklärte der Geschäftsführer Sport aber auch, dass die Geißböcke erst den Kader noch weiter verkleinern müssten, ehe man an weitere Neuzugänge denken könne. Eine wichtige Rolle spielt dabei Marcel Risse. Woran hängt sein Transfer zu Viktoria Köln?

Köln – Keine Frage: Der 1. FC Köln will mehrere Großverdiener am liebsten noch in diesem Sommer von der Payroll haben. Simon Terodde ist ein Kandidat, Marcel Risse ein anderer. Zusammen verdienen die beiden Spieler rund vier Millionen Euro pro Jahr. Sehr viel Geld dafür, dass beide kaum eine sportliche Rolle mehr spielen. Nimmt man die Gehälter von Louis Schaub, Frederik Sörensen, Lasse Sobiech und selbst Joao Queiros noch hinzu, würde sich der FC am liebsten von Spielern trennen, die in der neuen Saison insgesamt über acht Millionen Euro an Gehältern kassieren würden.

Spielraum, den die Kölner liebend gerne hätten, um personell nachzulegen. Und so hofft Horst Heldt diese Personalien möglichst bald zu klären. Bei Marcel Risse zeichnet sich zumindest ein Zeitfenster ab, nachdem in dieser Woche das Interesse von Viktoria Köln bestätigt wurde und in den letzten Tagen mehrere Gespräche zwischen den Vereinen, dem Berater und dem Spieler stattfanden. Heldt verneinte Gerüchte, wonach die sportärztliche Untersuchung ein Streitpunkt beim Transfer sei. „Es hängt nicht an medizinischen Themen“, sagte Heldt und ließ durchklingen, dass es vielmehr – wie war es auch anders zu erwarten? – am Geld zu hängen scheint. „Es gibt noch einige Dinge zu klären, die nicht so einfach zu gestalten sind. Wir versuchen eine Lösung zu finden und arbeiten daran. Das braucht manchmal seine Zeit und wir werden wohl Anfang der Woche entscheiden, wie es weitergeht.“

Woran es bei Schaub hakt

Wie viel Gehalt kann die Viktoria zahlen? Wie viel Gehalt ist der FC zu übernehmen bereit? Auf wie viel Gehalt müsste Risse aus eigenem Antrieb verzichten, um wieder Fußballspiele bestreiten zu können? Um diese Fragen scheint es sich noch zu drehen. Doch die Geißböcke hoffen, im Falle einer Risse-Leihe auf die andere Rheinseite mindestens eine halbe Million Euro Gehalt für die zehn Monate bis zum 30. Juni 2021 einsparen zu können.

Weiteres Einsparpotential, das zum Greifen nahe scheint, wird wohl Louis Schaub bringen. Der Österreicher ist sich laut Heldt prinzipiell mit einem Klub einig. Doch dieser Verein hat ähnliche Probleme wie die Geißböcke: einen zu großen Kader. „Der andere Klub tut sich schwer seinen Kader zu reduzieren“, sagte Heldt. „Daran liegt es. Bevor das nicht geschehen ist, kann man nicht den nächsten Schritt machen. Deswegen ist Louis in der Warteschleife.“ Und damit auch der FC. Der Transfermarkt im Sommer 2020 ist noch viel mehr ein Geduldsspiel als in der Vergangenheit. Vor allem für Klubs wie den FC, der dazu gezwungen ist, erst einmal die eigenen Kosten in den Griff zu kriegen, ehe große Sprünge bei Neuverpflichtungen möglich sind.

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