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Erstes FC-Angebot abgelehnt: Wer kann Cordoba bezahlen?


Am Mittwoch wird Jhon Cordoba mit dem 1. FC Köln das Training aufnehmen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Stürmer nach der Vorbereitung für die Geißböcke wieder auf Torejagd gehen wird, kann derzeit niemand beziffern. Sicher scheint lediglich, dass nur wenige Klubs in Europa sich den Stürmer werden leisten können, sollte dieser einen Wechsel anstreben.

Köln – Der kicker berichtet am Montag, dass Jhon Cordoba ein erstes Angebot des 1. FC Köln zur Vertragsverlängerung abgelehnt hat. Noch scheint es an der Gehaltsfrage zu scheitern – wobei nicht nur. Denn Cordoba ist umworben und kann sich in Ruhe anschauen, wohin es für ihn theoretisch gehen könnte. Die Daily Mail berichtete am Samstag, dass Sheffield United und die Wolverhampton Wanderers an dem Kolumbianer interessiert seien. Zwei englische Klubs, die in der abgelaufenen Saison das internationale Geschäft knapp verpassten, aber insbesondere die Wolves wollen in der kommenden Saison wieder angreifen. Torgefährliche Flügelstürmer hat das Team aus der Nähe von Birmingham zwar zahlreich im Kader. Im Sturmzentrum dagegen ist Torjäger Raul Jimenez allein auf weiter Flur. Dazu kommt, dass Superstar und Muskelpaket Adama Traoré heiß umworben ist und für eine Summe von wohl über 50 Millionen Euro den Klub verlassen könnte.

Das Geld, die Ambitionen und die offene Position im Sturm hätten die Wolves also, um Jhon Cordoba zu verpflichten. Damit jedoch gehören sie zu den wenigen Klubs in Europa, die sich einen solchen Transfer leisten könnten. Neben den jeweiligen Topklubs der Ligen gibt es in der Bundesliga wohl nur die Hertha, Hoffenheim und Wolfsburg, in Spanien Sevilla, Villarreal und San Sebastian, in Italien ebenfalls nur eine Handvoll Teams. Daher führt die Spur beim Kolumbianer nach England, und das obwohl in der Premier League nichteuropäische Fußballer nur unter bestimmten Bedingungen eine Arbeitserlaubnis erhalten und diese in Cordobas Fall erst individuell geprüft werden müssten sowie unter Umständen erst von der Ablöse und vom Gehalt des Kolumbianers abhängen würden.

Nur in England können viele Klubs die Ablöse zahlen

Doch dass die Premier League finanzielle größere Spielräume hat, ist bekannt. Dass Cordobas robuste Spielweise dorthin passen würde, ebenfalls. Cordobas Berater Christian Wein erklärte jüngst in der Bild: „Köln ist nach wie vor erster Ansprechpartner. Es gibt keine Eile, wir werden das in aller Ruhe und ohne Druck machen. Wir müssen jetzt nicht in den nächsten zwei Wochen verlängern.“ Was im Klartext heißt: Spieler und Berater warten erst einmal ab, welches Interesse anderer Klubs sich in den kommenden Wochen konkretisieren wird. Vor Ende August dürfte es keine Entscheidung geben. Und doch weiß auch Wein, dass vor allem in England das Geld vorhanden wäre, um Kölns angebliche Ablöseforderung von rund 20 Millionen Euro zu erfüllen.

Aus England war bereits großes Interesse an Kölns Ex-Stürmer Serhou Guirassy angemeldet worden, der aus Frankreich für eine ähnliche Summe in die Premier League wechseln könnte. Cordoba soll derweil signalisiert haben, dass er sich einen Wechsel nach England gut vorstellen könnte. Doch trotz eines ersten abgelehnten Angebots der Kölner bleibt ein Verbleib beim FC oben auf der Liste. Dass die Geißböcke diesen anstreben, ist aufgrund der 13 Tore in der Vorsaison ohnehin natürlich. Eher würde man den Angreifer im Sommer 2021 ablösefrei ziehen lassen, als den 27-jährigen in diesem Sommer deutlich unter Wert zu verkaufen und das Risiko einzugehen, keinen ebenbürtigen Ersatz zu finden und aufgrund fehlender Offensivstärke abzusteigen. Die Rechnung ist einfach: Ein erneuter Abstieg würde den Klub deutlich mehr kosten als die 20 Millionen Euro Ablöse. Sollte also kein Klub bereit sein eine solche Summe zu zahlen, würde Cordoba bleiben – Vertragsverlängerung hin oder her. Doch wenn der Transfermarkt gerade in England erst einmal in Bewegung kommt, dürfte die Aktie Cordoba dort durchaus zu dem Wert erwachsen, den man sich beim FC als Ablöse vorstellt.

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