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„Damit werde ich nicht leben“: Gisdol mit klarer Ansage


Markus Gisdol hat den Spielern des 1. FC Köln vor dem Start in die Vorbereitung eine ordentliche Ansage gemacht. Grund dafür war die fehlende Laufbereitschaft in der abgelaufenen Saison. Der Trainer machte deutlich, mit einer ähnlichen Performance in der kommenden Spielzeit nicht leben zu wollen. Die Spieler scheinen das derweil verstanden zu haben. 

Köln – Es war das große Problem der vergangenen Saison: Weder Achim Beierlorzer noch Markus Gisdol schafften es, den Spielern des 1. FC Köln Beine zu machen. Über die gesamte Spielzeit hinweg lagen die Geißböcke von ihren Laufwerten her auf Platz 18 der Bundesliga. Zwar schien Gisdol die Mannschaft über die Winter-Vorbereitung fit bekommen zu haben, durch die Corona-bedingte Saisonunterbrechungen ließ sich dies zum Saisonende hin jedoch kaum noch feststellen.

Ich schenke Euch gar nichts

In der neuen Spielzeit soll das nun anders werden. Zwar absolvierte der FC im Vergleich zu den anderen Bundesligisten eine vermeintlich kurze Vorbereitung, Markus Gisdol drohte seinen Spielern aber bereits in der ersten Teamsitzung an: „Es wird körperlich hart für Euch. Es wirklich vielleicht eine der härtesten Vorbereitungen, die ihr bisher gemacht habt. Stellt Euch darauf ein!“ In der Vereinsdokumentation 24/7 sah man Gisdol dabei, wie er seinen Spielern die Laufleistung der vergangenen Saison pro 90 Minuten noch einmal vor Augen führte. „Wir waren dabei auf Platz 18 der Liga“, ermahnte der Trainer und stellte klar: „Mit diesem Wert werde ich nicht leben und will ich nicht leben. Wenn wir das in dieser Saison wiederholen würden, dann sind wir am Ende genau da, wo die Platzierung jetzt auch steht.“ Gisdol sprach die Defizite seiner Mannschaft dabei gnadenlos an und dürfte, sollte er seine Versprechungen gehalten haben, während der sechswöchigen Vorbereitung durchaus unangenehm für die Spieler gewesen sein. „Wir brauchen die körperliche Leistungsfähigkeit auf einem anderen Niveau. Ich schenke Euch gar nichts“, ließ der Trainer zum Trainingsauftakt wissen.

FC auf Platz neun der Laufleistung

Anscheinend hat Gisdols Ansage bei den Spielern auch seine Wirkung gezeigt. Nicht nur, dass die Mannschaft beim Bundesliga-Auftakt der TSG 1899 Hoffenheim vor allem gegen Ende des Spiels körperlich überlegen schien, auch die Werte belegen eine laufbereitere Mannschaft als noch in der vergangenen Saison. Zwar liefen die Geißböcke mit 117,2 Kilometern knapp zehn weniger als Spitzenreiter Union Berlin am ersten Spieltag (126 KM). Insgesamt rissen die Kölner Spieler jedoch fünf Kilometer mehr ab als der Gegner aus Hoffenheim. Damit lag der FC zum Auftakt im Mittelfeld der Lauf-Tabelle (9.). Noch besser lief es sogar bei den intensiven Läufen: Hier lagen die Kölner mit 743 auf dem fünften Platz und ließen die Hoffenheimer mit nur 684 deutlich hinter sich. Markus Gisdol dürfte mit der Laufbereitschaft seiner Mannschaft am vergangenen Samstag also zufrieden gewesen sein. Zu einem Sieg hat diese Statistik aber am Ende trotzdem nicht geführt. Auch Union Berlin konnte mit den meisten Kilometern keinen Erfolg einfahren. Trotzdem dürfte sich die körperliche Fitness und gleichzeitig die Bereitschaft, die Meter auch zu gehen, in einigen Spielen am Ende noch auszahlen.

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