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Das doppelte Dutzend: Beendet der FC die Grusel-Serie im Derby?


Die Bilanz liest sich dramatisch: zwölf Bundesliga-Spiele, vier Punkte, kein Sieg, sieben Niederlagen in den letzten neun Partien. Die Bilanz des Markus Gisdol könnte wahrlich besser sein. So mancher unkte, die Vertragsverlängerung mit dem Trainer des 1. FC Köln im Sommer wäre ein Fehler. Doch die Verantwortlichen wollten damit auch ein Zeichen für Kontinuität setzten. Das müssen sie nun beweisen. Helfen würde ein Sieg im Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Gegen die Fohlen hatte die Negativserie im März begonnen.

Köln – Es war ein historischer Abend, dieser 11. März 2020. Der 1. FC Köln reiste zum ersten Geisterspiel in der Geschichte der Bundesliga. Die Corona-Pandemie hatte gerade Deutschland erreicht, und kaum jemand konnte sich ernsthaft vorstellen, wie die folgenden Monate aussehen würden. Seitdem hat sich viel verändert, nicht nur im Fußball. Doch eines ist gleich geblieben seit dem 11. März 2020: Der 1. FC Köln kann kein Bundesliga-Spiel mehr gewinnen.

Das unglückliche 1:2 im Derby war der Anfang einer rasanten Talfahrt, die den FC im Juni noch einmal in den Abstiegsstrudel ziehen sollte. Am Ende retteten sich die Geißböcke zwar, doch nicht erst nach dem blamablen 1:6 zum Saisonabschluss in Bremen fragten sich einige Beobachter am Geißbockheim, was beim 1. FC Köln in der Corona-Unterbrechung kaputt gegangen war. Nun sind die Geißböcke erneut mit zwei Niederlagen in die neue Saison gestartet, womit es nun schon zwölf Spiele ohne Bundesliga-Sieg sind und die Geißböcke in der gleichen Zeit zwölf Mal nicht zu Null gespielt haben. Das doppelte Dutzend also, und darüber hinaus ging gegen Bielefeld am vergangenen Spieltag auch noch der Nimbus kaputt, dass der FC zumindest immer für ein Tor gut war. Denn zuvor hatte Köln 21 Mal (!) in Folge in der Bundesliga mindestens ein Tor erzielt.

Inzidenzzahl knapp unter dem Grenzwert für Zuschauer

Im Derby im März hatte die Kölner Negativserie begonnen, im Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, soll sie enden – mit einem Heimspiel, am besten vor Zuschauern. Ausschlaggebend dafür wird bekanntlich die Inzidenzzahl der Stadt Köln. Diese lag vor dem vergangenen Wochenende noch bei 28, für Bundesliga-Spiele vor Zuschauern ist ein Grenzwert von 35 festgelegt worden. Es sah also gut aus und roch nach einem Derby vor rund 10.000 Zuschauern. Doch am Montag lag der Wert plötzlich wieder bei 34,0, also bei 34 Corona-infizierten Personen in Köln je 100.000 Einwohner. Der 1. FC Köln muss also fürchten, auch das zweite Heimspiel der Saison, ausgerechnet gegen Gladbach, vor leeren Rängen zu veranstalten.

„Es hat mich sehr gefreut, dass wir grundsätzlich wieder Zuschauer im Stadion sehen. Das wird dem Wettbewerb gerecht“, sagte Horst Heldt. „Es wäre schön, wenn wir im Derby Zuschauer hätten.“ Diese könnten dann auch dabei helfen, die Grusel-Serie zu beenden. Heldt gestand, dass die lange Sieglos-Zeit „vielleicht noch in den Köpfen ist“. Doch zumindest die Erinnerung an das Derby in Gladbach könnte helfen, denn der FC war dort alles andere als chancenlos. Insbesondere in der zweiten Halbzeit boten die Geißböcke der Borussia ein offenes Spiel und hätten in der Schlussphase den Ausgleich verdient gehabt. „Wir haben im März in Gladbach ein gutes Spiel gemacht“, sagte Heldt. „Gladbach ist eine sehr gute Mannschaft. Außer Bayern ist aber jede Mannschaft verwundbar.“ Gegen keinen anderen Gegner würden die Geißböcke so gerne wieder gewinnen wie gegen den Erzrivalen vom Niederrhein.

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