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Mitgliederrat: Müller-Römer will Chefposten abgeben


Stefan Müller-Römer hat am Mittwochabend die Vertrauensfrage im Mitgliederrat verloren und will sich nach GBK-Informationen nun vom Posten des Mitgliederratschefs zurückziehen. Zwar wurde der Rücktritt am Mittwochabend nicht sofort vollzogen. Doch der 52-jährige bekam in der Sondersitzung seines Gremiums keine Mehrheit mehr. 

Köln – Die Entscheidung des Mitgliederrates und von Stefan Müller-Römer war mit Spannung erwartet worden. Nach den E-Mail-Affäre um den Medienanwalt hatte der Druck in den letzten Tagen auf Müller-Römer zugenommen. Von Präsident Werner Wolf über Beiratschef Lionel Souque bis hin zu vielen Mitgliedern und Fans in den Foren und sozialen Netzwerken wurde dem streitbaren Gremienchef ein Rücktritt von seinem Position des Vorsitzenden nahe gelegt. Dieser Forderung folgte am Mittwochabend nach Informationen des GEISSBLOG.KOELN auch die Mehrheit der Mitgliederräte. Zuerst hatte der Express darüber berichtet.

Um 18.30 Uhr am Mittwoch waren Müller-Römer und die weiteren zehn Gremienmitglieder zusammengekommen, um über die Konsequenzen aus der E-Mail-Affäre zu beraten. Der Tenor war schon vor der Sitzung klar gewesen: Der Vorstand hatte Müller-Römer seinen Rücktritt nahe gelegt. Darüber hinaus wurde bekannt, dass mehrere Mitgliederräte nicht mehr bereit gewesen wären weiter unter Müller-Römer ihr Amt auszuüben, hätte dieser nicht seinen Rückzug als Gremienchef erklärt. Letztlich stellte sich eine Mehrheit des elfköpfigen Gremiums gegen ihren langjährigen Vorsitzenden, der zwischenzeitlich sogar als Interimsvorstand ins Präsidium aufgerückt war.

Offiziell ist Müller-Römers Rücktritt noch nicht. Unklar war am Mittwochabend zudem, ob der Anwalt dem Gremium als einfaches Mitglied erhalten bleibt oder sich gänzlich aus dem Mitgliederrat zurückzieht. Erster Kandidat auf die Nachfolge als Vorsitzender ist der bisherige Stellvertreter Ho-Yeon Kim. Diesem könnte wiederum der ehemalige Hürther Bürgermeister Walther Boecker folgen, der bereits im vergangenen Jahr kommissarisch in den Vorsitz und damit auch in den Gemeinsamen Ausschuss aufgerückt war.

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