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Müller-Römer: FC äußert sich zum Rücktritt des Vorsitzenden


Stefan Müller-Römer ist nicht mehr Vorsitzender des Mitgliederrates des 1. FC Köln, bleibt beim Gremium aber als ordentliches Mitglied erhalten. Das ist die Konsequenz aus der E-Mail-Affäre um den Medienanwalt, die zuletzt für Aufregung am Geißbockheim gesorgt hatte. In den Stellungnahmen des Vorstands und des Mitgliederrates kritisierten die Verantwortlichen jedoch nicht den 52-jährigen, sondern das FC-Umfeld.

Köln – Stefan Müller-Römer hat am Mittwochabend das Vertrauen seines Gremiums entzogen bekommen und ist daraufhin als Vorsitzender des Gremiums zurückgetreten. Das hat der FC am Donnerstag bestätigt. Auf GBK-Nachfrage teilte der Klub zudem mit, dass die Nachfolge für den Vorsitz und damit für die Besetzung des Gemeinsamen Ausschusses erst in der nächsten Sitzung des Mitgliederrates bestimmt wird. Das Gremium war am Mittwoch lediglich in einer Sondersitzung zusammengekommen.

Bestimmte Aussagen nicht akzeptabel

In einer Mitteilung des Mitgliederrates vom Donnerstag hieß es: „Die Geschehnisse der vergangenen Tage und Wochen haben uns sehr betroffen gemacht. Allein die Tatsache, dass der Inhalt einer vertraulichen E-Mail an die Presse durchgesteckt wurde, belegt vor dem Hintergrund der mittlerweile bekannten Hintergründe ein kampagnenartiges Vorgehen der Veranlasser.“ Müller-Römer sei in den vergangenen Monaten „Opfer übelster Hetze in den sozialen Medien und verunglimpfender Artikel in mehreren Boulevardmedien sowie vermeintlichen Fachmagazinen“ geworden. Für seine Formulierungen wiederum in dem E-Mail-Austausch mit einem FC-Mitglied habe sich Müller-Römer entschuldigt. „Er bedauert die unglücklichen Formulierungen in seiner Mail. Aber es ging ihm um die Sache, um einen modernen 1. FC Köln, um Beständigkeit und Fortschritt.“

Der Vorstand äußerte sich ebenfalls. „Alle waren sich einig, dass es sich um einen vertraulichen Mail-Verkehr handelt. Aufgrund der Vertraulichkeit hätten diese Mails nicht veröffentlicht werden dürfen. Der Vorstand kritisiert, dass diese Mails dennoch von einer Zeitung veröffentlicht wurden“, hieß es in der Mitteilung. „Dessen ungeachtet sind bestimmte Aussagen in diesen Mails für den Vorstand nicht akzeptabel. Das hat der Vorstand klar gegenüber Stefan Müller-Römer zum Ausdruck gebracht.“ Allerdings betonten auch Werner Wolf, Eckhard Sauren und Carsten Wettich, dass der FC die „vielen Verunglimpfungen in den sozialen Medien in den vergangenen Wochen und Monaten aufs Schärfste verurteilt“ und beschlossen habe, „alle derartigen Äußerungen auf ihre strafrechtliche Relevanz hin zu prüfen und, wenn notwendig, Strafanzeige zu stellen“.

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