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Darum spielt Arokodare (noch) nicht für die U21


Tolu Arokodare benötigt wohl noch viel Zeit, um sich beim 1. FC Köln und in der Bundesliga einzugewöhnen. Nach zwei Kurzeinsätzen gehörte der 19-jährige am vergangenen Wochenende nicht zum Kader. Doch auch in der U21 wird der Angreifer zunächst nicht die dringend benötigte Spielpraxis sammeln.

Köln – Erstmals seit seinem Wechsel zum 1. FC Köln gehörte Tolu Arokodare am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt nicht zum 20-köpfigen Aufgebot der Geißböcken. Stattdessen nominierte FC-Trainer Markus Gisdol erstmals den wiedergenesen Anthony Modeste. Der Franzose blieb damit beim 1:1-Unentschieden neben Sebastian Andersson der einzige weitere Angreifer.

Der FC zwingt niemanden zur U21

Zwar stand Arokodare seit seiner Ankunft in Köln schon zwei Mal mit dem Geißbock auf der Brust auf dem Feld. Seine Kurzeinsätze gegen Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach waren aber auch den fehlenden Alternativen im Sturmzentrum geschuldet. Bislang scheint der Sprung für den 19-jährigen Angreifer aus der lettischen Liga in die Bundesliga noch zu groß zu sein. Zwar waren insbesondere die zwei Wochen während der Länderspielpause wertvoll für die Eingewöhnung des hoch gewachsenen Stürmers. Die Intensität und Geschwindigkeit scheinen für den Nigerianer aktuell aber noch zu hoch zu sein.

Statt das Spiel gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag von der Tribüne aus zu verfolgen, hätte Arokodare auch mit der U21 der Geißböcke gegen Rot-Weiß Oberhausen auflaufen können. Denn spielberechtigt könnte der Angreifer auch in der Regionalliga West sein. Dort hätte sich der Rechtsfuß die dringend benötigte Spielpraxis holen können, zumal das Niveau in Deutschlands vierter Liga nicht viel schwächer einzuschätzen sein dürfte als das in der Virsliga in Lettland. Derzeit ist Arokodare nach GBK-Informationen allerdings noch nicht beim Westdeutschen Fußballverband als U21-Spieler gemeldet. Dies ist notwendig, damit ein Kölner Lizenzspieler dort eingesetzt werden kann. Dieser Umstand dürfte derzeit allerdings am Spieler selbst liegen, müsste Arokodare doch zunächst die nötigen Formulare ausfüllen, um vom Verein gemeldet werden zu können. Dazu zwingen wird man den Spieler beim FC aber nicht, wie Markus Gisdol in der vergangenen Woche erklärte: „Ich halte nichts davon den Spielern zu sagen, dass sie in der U21 spielen müssen. Es ist von uns ein Angebot, sich dort anbieten zu können, wenn sie bei den Profis keinen Kaderplatz finden.“ Für die Spieler sei es jedoch eine gute Gelegenheit, auf Einsatzzeit zu kommen und sich unter Wettkampfbedingungen unter Beweis zu stellen.

Dabei ist diese Option insbesondere für Profis von besonderer Bedeutung, die noch ganz am Beginn ihrer Karriere stehen. „Bei den jungen Spielern ist es fast eine Selbstverständlichkeit“, sagte Gisdol. Bislang kamen von den unter 21-jährigen Julian Krahl, Tim Lemperle, Sava Cestic und Robert Voloder für die Zimmermann-Elf zum Einsatz. In der vergangenen Saison haben es Ismail Jakobs und Noah Katterbach vorgemacht, sich über die U21 für weitere Einsätze bei den Profis zu empfehlen. Mit seinen erst 19 Jahren dürfte diese Gelegenheit zukünftig auch für Arokodare bei fehlender Einsatzperspektive im Profikader interessant werden. Allerdings noch nicht am Mittwochabend, wenn die FC-U21 auf Schalke antritt. Dann sollten nach GBK-Informationen nur Krahl, Cestic und Lemperle dabei sein.

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