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Modeste-Comeback: „Er war direkt gefährlich“


Nach quälend langen Wochen des Rätselratens um Anthony Modeste, feierte der Stürmer des 1. FC Köln am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt sein Kurz-Comeback. Zwar stand der Franzose nur wenige Minuten nach seiner langen Verletzungspause auf dem Feld, trotzdem zeigte der Angreifer direkt seinen Wert für die Geißböcke und machte damit Hoffnung für die kommenden Wochen. 

Köln – Fünf Monate lang hat sich Anthony Modeste mit Schmerzen in seinem rechten Knie herumgeplagt. Bereits gegen Ende der vergangen Saison hatte der Angreifer mit Beschwerden zu kämpfen, zog die letzten Spiele aber auch aufgrund der sportlich schwierigen Situation und dem noch nicht gesicherten Klassenerhalt durch. Während der Sommerpause konnte der Franzose dann schon nicht mehr die von Athletiktrainer Max Weuthen vorgegeben individuellen Läufe absolvieren, geschweige denn während der Vorbereitung mit der Mannschaft trainieren. Die Situation war für den 32-jährigen so schwierig wie quälend, denn selbst Fachleute auf ihrem Gebiet schienen die Ursache für Modestes Knieprobleme nicht ausfinden machen zu können.

Es hat ihm bestimmt gut getan

Seit gut einem Monat ist Modeste nun wieder im vollen Mannschaftstraining. Aufgrund der komplett verpassten Saisonvorbereitung braucht der Angreifer aber nach wie vor Zeit, um wieder vollständig spielfähig zu werden. Allerdings merkt man dem Stürmer in jeder Einheit die Erleichterung an, endlich wieder trainieren zu können. Auch ist der Ehrgeiz des Franzosen zurück, der insbesondere nach dem Cordoba-Abgang mit den Ambitionen in die Saison gehen wollte, im Angriff wieder die Nummer eins zu werden. Daher gibt Modeste im Training Gas und verdiente sich so gegen Eintracht Frankfurt zumindest wieder einen Platz im Kader. Viele hatten dabei sogar bereits auf einen Startelfeinsatz von Modeste spekuliert, war Sebastian Andersson doch zuletzt ebenfalls wegen Kniebeschwerden in München und verpasste weite Teile der Trainingseinheiten während der Länderspielpause.

Doch soweit ist Modeste noch nicht. Selbst als seinem schwedischer Sturmkollegen Mitte der zweiten Halbzeit sichtbar die Kräfte schwanden, wartete Markus Gisdol bis in die 89. Minute, ehe er Modeste seinen ersten Saisoneinsatz und damit sein Comeback schenkte. Der Jubel der 300 Zuschauer im RheinEnergieStadion, als auf der Anzeigetafel die Nummer 27 aufleuchtete, war dabei ähnlich groß wie zuvor beim Ausgleichstreffer durch Ondrej Duda. Viel ausrichten konnte Modeste in den verbleibenden Minuten plus Nachspielzeit freilich nicht mehr, weshalb der Kurzeinsatz des Angreifers am Ende nicht viel mehr als das Signal war, Modeste in den kommenden Wochen wieder Stück für Stück an die erste Elf heranführen zu wollen. Trotzdem stellte der 25-Tore-Stürmer von 2017 gleich seine Torgefahr unter Beweis, als er nach einem langen Ball Frankfurts Abraham entwischte und den Ball aus 30 Metern nur knapp neben den Kasten von SGE-Keeper Kevin Trapp setzte. „Tony hat nicht viel gespielt, aber das, was er gemacht hat, war direkt gefährlich“, lobte auch FC-Geschäftsführer Horst Heldt hinterher den Kurzeinsatz von Modeste. „Er hat sich seinen Einsatz verdient, weil er hart gearbeitet hat. Es war wichtig, ihn wieder auf dem Platz zu haben. Es hat ihm bestimmt gut getan“, sagte der 50-jährige. Wäre der Ball in der Schlussphase wenige Zentimeter weiter links im rechten Eck eingeschlagen, die Ekstase in Müngersdorf hätte wohl trotz nur weniger hundert Zuschauer keine Grenzen gefunden. Am Ende dürfte aber selbst der Kurzeinsatz nicht nur Modeste, sondern auch dem gesamten FC Hoffnung für die kommenden Wochen machen, vor dem gegnerischen Tor wieder für mehr Gefahr sorgen zu können als zu Saisonbeginn.

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