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Enttäuschter FC: „Die Bayern waren heute zu knacken“


Der 1. FC Köln verliert unglücklich gegen den FC Bayern München mit 1:2 (0:2) und wäre am Ende sogar noch einmal ins Spiel zurückgekommen. Die Bayern wirkten auf Energiesparmodus, und so hätten sich die Geißböcke beinahe für ihr deutlich verbessertes Spiel belohnt. Doch am Ende standen die Kölner erneut mit leeren Händen da, auch weil sie einen umstrittenen Handelfmeter hatten hinnehmen müssen. Die Stimmen zum Spiel.

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich 

Sebastiaan Bornauw: „Wir haben aggressiv verteidigt, aber sind nicht zu hoch angelaufen. Dann haben wir versucht sie auszukontern. Wir haben es wirklich gut gemacht. Auf diese Leistung können wir stolz sein. Am Ende hatte ich das Gefühl, wir hätten sogar noch mehr machen und einen Punkt holen können. Aber die Leistung gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Spiele.“

Wir können mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gehen

Marius Wolf: „Ich habe mich gedreht, Gnabry stand ein Meter vor mir. Der Ball geht erst gegen meinen Bauch, dann gegen meinen Arm. Der Arm ist nicht weit vom Körper weg, die Hand geht nicht zum Ball, und unnatürlich war die Armhaltung auch nicht. Ich finde es deshalb hart. Der Schiedsrichter hat heute nicht seine beste Leistung gezeigt. Wir können trotzdem mit einem guten Gefühl aus diesem Spiel gehen. Das werden wir auch machen. Mit etwas Glück spielen wir hier Unentschieden, das müssen wir mitnehmen. Dann klappt es das nächste Mal auch mit einem Dreier.“

Dominick Drexler: „Das Tor war sehr glücklich, aber auf solche Situationen muss man lauern. Die Bayern waren heute zu knacken. Ab und zu in einer Saison erwischt man die Bayern, wenn sie müde sind von den Englischen Woche. Gerne hätten wir deshalb etwas mitgenommen. Wir haben gut dagegen gehalten, und auch, wenn man Punkte gegen die Bayern nicht einplanen kann, wäre es schön gewesen, wenn wir heute einen Punkt geholt hätten. Ich finde es schwierig, aus einer Niederlage etwas mitzunehmen. Spielerisch sicherlich, aber gegen Bremen wird es wieder ein ganz anderes Spiel.“

Ismail Jakobs: „Für mich war es kein Handspiel. Der Schiedsrichter steht in einer Position, von der aus er es nie im Leben sehen kann. Wenn er da nicht pfeift, greift der Videoassistent niemals ein.“

Der Schiedsrichter kann nichts dafür

Markus Gisdol: „Wir hätten heute einen Punkt holen müssen. Wir hätten ihn auch holen können. Blöde Situationen sind gegen uns gelaufen. Nach einer guten Anfangsphase von uns kommt so eine Elfmetersituation. Der Schiedsrichter kann nichts dafür, die Regel ist so. Aber wir haben konsequent weiter gespielt. Oft kippt so ein Spiel dann in Richtung Bayern. Aber wir hätten den Ausgleich machen können oder müssen. Dann machen wir vor der Pause einen größeren Fehler, bei dem es Bayern gut zu Ende spielt. Wir wollten aber bei unserem Plan bleiben und haben es im zweiten Durchgang fast noch besser gemacht. Unsere Mannschaft entwickelt sich, ich kann ihr nur ein großes Kompliment machen. Ich hätte ihr einen Punkt gewünscht, weil er, denke ich, verdient gewesen wäre.

Hansi Flick: „Arbeitssieg trifft es gut. Wir haben es nach dem 2:0 versäumt, das 3:0 zu machen. Ich denke, der Sieg war insgesamt verdient. Aber wir haben am Ende zu viel Kraft gebraucht. Köln hat das gut gemacht, wir haben es weniger gut gemacht. Deswegen bin ich mit dem Sieg zufrieden, mit dem Spiel eher nicht.“

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