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„Gnabry ist ein Biest“: Der Spieler, den der FC nicht wollte


Der Absturz des 1. FC Köln ab dem Sommer 2017 begann schon ein Jahr früher. Damals lehnte Jörg Schmadtke als Manager der Geißböcke einen Transfer von Serge Gnabry ab. Heute könnten die Unterschiede zwischen dem Bayern-Star und dem FC kaum größer sein. Kölns Grieche Dimitris Limnios bewundert den Außenbahnspieler des FC Bayern München. Am Samstag treffen sie aufeinander. Für die Geißböcke eine Begegnung mit einer Zukunft, die es nie gab.

Köln – Im Sommer 2016 war die Welt beim 1. FC Köln noch in Ordnung. Die Geißböcke hatten gerade zum zweiten Mal in Folge souverän die Klasse gehalten und waren sogar erstmals seit einer Ewigkeit wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz gelandet. Jörg Schmadtke verkaufte Yannick Gerhardt für 13 Millionen Euro nach Wolfsburg und legte vermeintlich den personellen Grundstein für den Einzug in den Europapokal ein Jahr später.

Schmadtkes große Fehler begannen schon 2016

Doch schon im Sommer 2016 zeichnete sich ab, was ein Jahr später passieren sollte. Schmadtke verlor das Händchen für Transfers beim FC. Nicht nur, dass neben Gerhardt auch Kevin Vogt ging, Schmadtke monatelang um Salif Sané buhlte, ihn schließlich nicht bekam und auch sonst auf den Kauf eines modernen Sechsers verzichtete. Schmadtke ließ sich auch die Chance entgehen, eines der größten deutschen Offensivtalente zu verpflichten. „Wenn wir Gnabry gewollt hätten, hätten wir ihn bekommen“, sagte Schmadtke damals dem GEISSBLOG.KOELN – eine fatale Fehleinschätzung, wie inzwischen längst die ganze Welt weiß.

Nicht auszudenken, welchen Weg der FC genommen hätte, wenn im Sommer 2016 der damals 21-jährige Junioren-Nationalspieler des FC Arsenal nicht für fünf Millionen Euro zum SV Werder Bremen, sondern zu den Geißböcken gewechselt wäre. Nicht auszudenken, was aus dem FC hätte werden können, wenn neben Gnabry auch noch besagter Sechser gekommen wäre. Inzwischen gilt Gnabry als einer der besten Offensivspieler der Welt, und so mancher heutiger FC-Spieler hat sich den 25-jährigen zum Vorbild genommen. Einer davon: Dimitris Limnios.

Gnabry ist ein Biest

Der Grieche sagte jüngst im GBK-Interview: „Mein Vorbild ist Ronaldinho. Aber hier in der Bundesliga finde ich Serge Gnabry großartig. Er ist ein Biest, ein wahnsinnig guter Spieler, wie er sich in den letzten zwei, drei Jahren entwickelt hat.“ Also genau in der Zeit, in der er nicht für den FC, sondern erst für Bremen und dann für den FC Bayern spielte. Inzwischen ist Gnabry rund 90 Millionen Euro wert und damit laut Transfermarkt.de fast genauso viel wie die gesamte Kölner Mannschaft (101 Millionen Euro). Am Samstag trifft Limnios auf Gnabry. Es ist das Aufeinandertreffen zweier ungleicher Gegner, doch in einem Spiel, so hofft nicht nur der Grieche, ist bekanntlich alles möglich. Selbst der erste Sieg des 1. FC Köln nach 15 Spielen, und das ausgerechnet gegen die aktuell weltbeste Fußball-Mannschaft. Es wäre eine außergewöhnliche Wendung des Schicksals, das es in den letzten Jahren wahrlich nicht gut meinte mit den Geißböcken.

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