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Hinweise für eine Wende? Diese Werte machen Hoffnung


Mit zwei Punkten aus fünf Spielen befindet sich der 1. FC Köln erneut zu Saisonbeginn in einer prekären Situation. Seit inzwischen 15 Bundesliga-Spielen wartet das Team von Trainer Markus Gisdol auf einen Sieg. Doch auch, wenn der FC in der neuen Saison noch keine Partie für sich entscheiden konnte, haben sich einige Attribute der Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Spielzeit deutlich ins Positive gedreht. Der entscheidende Hoffnungsschimmer für die nächsten Wochen? 

Köln – Es war eine der ersten Ansagen von Markus Gisdol zum Start der Vorbereitung an seine Mannschaft: Mit einer ähnlichen Laufleistung wie in der vergangenen Saison werde der Trainer in der neuen Saison nicht leben. Ligaweit liefen die Geißböcke in der abgelaufenen Spielzeit von allen Mannschaft am wenigsten. Offensichtlich scheinen sich Gisdols Spieler die mahnenden Worte ihres Trainers zu Herzen genommen zu haben. Denn statt auf Platz 18, liegen die Geißböcke nach fünf Spieltagen bei der Laufdistanz auf Platz sechs. Mit 589,1 Kilometern liefen die Kölner im Schnitt fast 118 Kilometer pro Spiel. An der Spitze dieser Statistik liegt aktuell der FC Augsburg mit 612 Kilometern vor den laufstarken Unioner (600,58km) und dem Aufsteiger aus Bielfeld (599,59km).

Jakobs mit beeindruckender Statistik

Doch nicht nur in der reinen Laufdistanz sind die Geißböcke aktuell im oberen Drittel der Liga zu finden. Denn die FC-Spieler legten in den bisherigen Spielen nicht nur ordentlich Strecken zurück, sondern absolvierten diese auch mit einer beachtlichen Intensität. So liegt die Gisdol-Truppe in der Statistik der intensiven Läufe aktuell nur hinter dem VfL Wolfsburg auf Rang zwei. Dabei profitiert der FC (4479 intensive Läufe) in dieser Statistik vor allem von der Rückkehr von Ismail Jakobs. Der Flügelspieler stand gegen Frankfurt erstmals wieder in der Startformation. In beiden Spielen seit seiner muskulären Verletzung lieferte der 21-jährige dabei die meisten Sprints aller Bundesligaspieler ab. Die 41 Sprints gegen den VfB Stuttgart übertraf er nur selbst gegen die Eintracht: Dort riss Jakobs noch einmal sechs Sprints mehr ab als in der darauffolgenden Partie. Auch bei den intensiven Läufen (101) führte der Kölner am 5. Spieltag die Liste gemeinsam mit Marcel Hartel von Arminia Bielfeld an.

Weitere Indikatoren für eine mögliche Wende

Zwar gingen gegen den VfB gerade in der Anfangsphase viele entscheidende Zweikämpfe im Mittelfeld, wie auch vor dem 0:1, verloren. Insgesamt präsentieren sich die Kölner aber bislang mit ihren Konkurrenten auf Augenhöhe. Bei der Anzahl an gewonnenen direkten Duellen liegt der FC aktuell mit 557 ligaweit auf Rang sechs. Dabei sind die Geißböcke vor allem in der Luft kaum zu bezwingen: Mit 135 gewonnenen Kopfballduellen führen die Domstädter auch diese Statistik an.

Wirklich etwas davon kaufen konnte sich der FC allerdings bislang nicht. Nur fünf Mal fand der Ball bislang den Weg in das gegnerische Tor und noch nicht ein einziges Mal lagen die Geißböcke im bisherigen Saisonverlauf in Führung. Dabei bringen die Kölner durchaus viele Flanken vor das Tor (54 – Platz 5), schaffen es bislang aber noch nicht, diese in einer vielversprechenden Quote zu verwerten. Immerhin präsentierten sich die Kölner in den letzten beiden Spielen auf einem aufsteigenden Ast und sind seit nun zwei Spielen in Folge ungeschlagen, wenngleich der erlösende erste Saisonsieg noch immer auf sich warten lässt.

Diese Faktoren kosten den FC die Punkte

Auch wenn in den seltensten Fällen Statistiken Ergebnisse vorhersagen können, zeigen die Werte, dass die Basis der Kölner zu stimmen scheint. Zumindest gegen Hoffenheim, Frankfurt und Stuttgart wäre mehr drin gewesen. Nur muss Markus Gisdol vor allem die Schlafmützigkeit seiner Spieler in den Griff bekommen. Nach dem 24-Sekunden-Gegentreffer in Stuttgart monierte der Trainer selbst, seine Mannschaft brauche in jedem Spiel einen „Hallo-Wach-Effekt“. Darüber hinaus stellen sich die FC-Profis in vielen Zweikämpfen noch zu ungeschickt an. Mit 72 Fouls am Gegner haben die Kölner bislang zusammen mit Frankfurt die zweitmeisten Freistöße und Elfmeter hinter Hertha provoziert. Daraus resultierten bereits 17 Gelbe Karten für den FC – keine Mannschaft sah mehr. Auch die eher durchschnittliche Passquote von knapp 80 Prozent (Ligaweit Rang 14) dürfte ein Beleg für teilweise unkonzentriertes Auftreten sein. Bei aller Zufriedenheit über die vorhandene Basis müssen die Kölner also aktuell vor allem an zwei Dingen arbeiten: an der nötigen Cleverness und Konzentration.

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