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Modeste oder Andersson? Das Duell der Stoßstürmer beginnt


Kann der Kampf um die Sturmspitze beim 1. FC Köln nun beginnen? Anthony Modeste und Sebastian Andersson scheinen endlich fit genug, um den Konkurrenzkampf aufzunehmen. Der Franzose hat sein Nachhol-Programm fast absolviert. Der Schwede hat seine Behandlung in München abgeschlossen. Nun sollen sie für die Geißböcke auf Torejagd gehen. Das Team kann das Duo gut gebrauchen.

Köln – Es hat schon eine gewisse Würze, dass sich erst Anthony Modeste im Sommer und nun auch Sebastian Andersson beim gleichen Knie-Spezialisten in München behandeln lassen mussten. Beide Stürmer des 1. FC Köln, die den FC zum Klassenerhalt schießen sollen, laborieren an ähnlichen Problemen, an einer Kette an Fehlstellungen und Fehlbelastungen, die über einen längeren Zeitraum das jeweilige Knie in Mitleidenschaft gezogen haben. Nichts, so heißt es, was nicht geregelt werden kann. Jedoch etwas, das durchaus dazu führen könnte, dass Modeste und Andersson eben nicht immer einsatzfähig sein werden.

Nun aber sollen sie soweit sein, hieß es am Freitag am Geißbockheim. „Tony hatte großen Rückstand, hat aber jetzt drei Wochen des geplanten vierwöchigen Aufbautrainings absolviert und ist eine Option für den Kader“, sagte Markus Gisdol über Modeste. Der FC-Trainer gab zwar zu, dass er dem 32-jährigen gerne ein, zwei Wochen mehr Zeit für die Wiedereingliederung gegeben hätte, doch der FC braucht Modeste schon am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt. „Mir wäre es lieber gewesen, dass Tony die vier Wochen hätte durchziehen können. Wir dürfen ihn nicht reinjagen, sondern müssen vorsichtig bleiben. Aber er hat sich im Training angeboten, deshalb ist er eine Option für den Kader.“

Andersson beginnt, Modeste als Joker?

Für den Kader, aber auch für die Startelf? Gisdol wird abwägen müssen, ob er gegen Frankfurt zunächst Modeste oder zunächst Andersson bringt. Über den Schweden sagte der Chefcoach: „Der Physiotherapeut in München hat uns signalisiert, dass Sebastian voll einsatzfähig ist. Er hat in München auch auf dem Platz trainiert. Deswegen gehe ich davon aus, dass er einsatzfähig ist.“ Auch Modeste ist einsatzfähig, doch bei beiden dürfte gelten: nicht über 90 Minuten. Modeste hat nun drei Wochen am Stück trainiert und zwei Testspiele (gegen Lindenthal-Hohenlind und gegen die eigene U21) absolviert, davor war er aber drei Monaten raus gewesen. Andersson hatte bereits vor seinem Wechsel zum FC Probleme an besagtem Knie, konnte aber Teile der Vorbereitung bei Union Berlin absolvieren und kam bereits in den ersten drei Spielen für den FC zum Einsatz. Allerdings: Im Gegensatz zu Modeste trainierte Andersson in den letzten zwei Wochen praktisch nicht.

Was wiegt also schwerer? Die drei Monate Trainingsausfall bei Modeste, von denen der Franzose nun aber einiges in drei Wochen aufholen konnte? Oder die zwei Wochen Ausfall bei Andersson, nachdem er eine Teil-Vorbereitung absolviert hat? Wahrscheinlich ist, dass Gisdol die 90 Minuten in der Sturmspitze gegen Frankfurt auf Andersson und Modeste aufteilen wird. Der Schwede dürfte beginnen, Modeste dann in der zweiten Hälfte eingewechselt werden.

Arokodare braucht noch sehr viel Zeit

Und Tolu Arokodare? Der Nigerianer strotzt zwar vor Selbstbewusstsein, zeigt im Training auch durchaus seine Abschlussstärke. Doch bislang muss er von seinen Mitspielern in diese Positionen erst gebracht werden. Sich selbst erarbeiten kann er sich diese noch kaum, dazu hat er noch zu große Probleme in der technischen Ballbehandlung auf Bundesliga-Niveau und damit im Kombinationsspiel mit seinen Mitspielern. Arokodare ist mit seinen 19 Jahren noch jung und entwicklungsfähig. Der FC wird mit dem 1,97 Meter großen Angreifer jedoch noch viel Geduld haben und Ausbildungszeit investieren müssen. Eine Soforthilfe scheint er nicht.

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