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„Wir geben das Spiel in 24 Sekunden aus der Hand“


Der 1. FC Köln hat auch sein fünftes Saisonspiel nicht gewinnen können. Zwar nehmen die Geißböcke beim 1:1 (1:1) in Stuttgart einen Zähler mit, dennoch wäre trotz des verpatzten Beginns am Ende mehr drin gewesen. Markus Gisdol muss sich ernsthaft fragen, warum sein Team immer wieder einen „Hallo-wach-Effekt“ braucht. Die Stimmen aus Stuttgart. 

Sebastian Andersson: „Ein Punkt ist ein Punkt. Aber wir brauchen mehr Punkte, wir müssen anfangen zu gewinnen. Wir hatten Chancen, noch mehr Tore zu erzielen. Es ist egal, ob es ein Fehler des Stuttgarters war, es war ein Foul. Ich habe den Kontakt gespürt. In der ersten Halbzeit waren wir teilweise zu offen, wie auch beim Gegentor. In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir ein besseres Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive finden müssen. Es wäre möglich gewesen, drei Punkte zu holen. Jeder weiß, dass es jetzt gegen Bayern schwierig wird.“

Ismail Jakobs: „Es war ein intensives Spiel, wir haben viele Läufe gemacht. Am Ende sind wir trotzdem enttäuscht, denn wir wollten gewinnen. Wir dürfen bei dem frühen Gegentor nicht so hoch attackieren, wir haben unsere Anlaufhöhe nicht eingehalten. Nach dem Elfmeter waren wir viel besser im Spiel. Dann war es ein Spiel auf Augenhöhe, trotzdem können wir nicht zufrieden sein. Im Endeffekt geben wir das Spiel in 24 Sekunden aus der Hand. Wir müssen jetzt weiter machen und nehmen die zweite Halbzeit positiv mit.“

Überzeugt vom Teamgefüge

Elvis Rexhbecaj: „Die ersten zehn Minuten haben wir wieder verschlafen. Da geraten wir zu Recht in Rückstand. Dann hatten wir das Spiel komplett im Griff und machen den Ausgleich völlig verdient. In der zweiten Halbzeit müssen wir uns einfach belohnen und das Ding mal reinmachen. Dann nehmen wir den Sieg auch mal mit nach Hause. Ich habe meinen Schuss für einen kurzen Moment drin gesehen, da fehlt einfach das Glück. Das müssen wir uns jetzt erarbeiten. Wir wollen weiter ruhig bleiben und unser Spiel durchziehen. Es bringt jetzt nichts, den Kopf hängen zu lassen. Gegen Bayern erwarten wir jetzt ein schwieriges Spiel, aber es geht bei 0:0 los.“

Timo Horn: „Es war in der zweiten Halbzeit eine offene Partie. Was uns fehlt, ist, dass ein Ball mal glücklich reinrutscht. Wir nehmen den Punkt jetzt mit. Das 0:1 war natürlich herausragend kombiniert. Aber wir haben eine Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Stuttgart hat einen Lauf und ist gut gestartet. Wir wussten, dass sie selbstbewusst auftreten würden. Der Trainer hat uns gut umgestellt und dann haben wir auch hinten raus besser kombiniert. Unterm Strich müssen wir mit diesem Punkt zufrieden sein. Jetzt kommen erstmal die Bayern, aber jedes Spiel geht von vorne los. Wir wollen uns aus der Situation rausarbeiten. Letzte Saison war die Situation noch weitaus brenzliger. Ich bin davon überzeugt, dass das Teamgefüge so gut ist, dass wir uns da raus arbeiten werden.“

Wir brauchen in jedem Spiel einen Hallo-wach-Effekt

Markus Gisdol: „Nach einem unglücklichen Start, der mich ärgert, habe ich das Gefühl, dass wir in jedem Spiel einen Hallo-wach-Effekt brauchen. Nach einer Minute zurückzuliegen, ist superärgerlich. Das ist aber das Einzige, das mich heute ärgert. Alles andere war gut von meiner Mannschaft. Wir hätten das Spiel in der zweiten Halbzeit sogar ganz drehen müssen, um drei Punkte mitzunehmen. Trotzdem waren wir stabil, haben aggressiv gespielt und hatten viele gute Akzente. Wir brauchen noch etwas mehr Ruhe im Abschluss, aber wir haben auswärts einen wertvollen Punkt geholt. Man sieht etwas bei der Mannschaft. Das freut mich. Viele Spieler haben ansteigende Form, das ist schön zu sehen. Wir müssen diese Saison in aller Ruhe spielen, mit Fleiß und harter Arbeit. Dann können wir die Klasse schaffen. Natürlich sieht man auf der Position von Jonas Hector, dass wir im Zweikampfverhalten aktuell nicht gut genug sind, nicht entschlossen genug, nicht hart und konsequent genug. Das tut dir im Spiel weh. Das müssen wir besser machen.“

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