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Die Folgen des Hector-Ausfalls: Deshalb schwächelt Skhiri!


Ellyes Skhiri läuft seit Wochen seiner Form hinterher. Dem Tunesier fehlt sein Nebenmann Jonas Hector. Das hat nun Markus Gisdol betont. Doch beim 1. FC Köln hofft man, einen neuen Nebenmann für Skhiri gefunden zu haben, solange Hector nicht fit ist. Nun muss sich Skhiri dringend stabilisieren, denn die Geißböcke können neben Hector nicht auch noch auf den Tunesier verzichten.

Köln – So mancher im Umfeld des 1. FC Köln beschwört schon ein Szenario wie in der Saison 2017/18 herauf: Jonas Hector fiel damals monatelang aus, die Verletzung aus dem Europa-Hinspiel beim FC Arsenal kostete den einstigen Nationalspieler insgesamt 14 Bundesliga-Spiele zwischen dem 4. und 17. Spieltag. Für den FC war es die Zeit des großen Absturzes und der erste Beleg für die große Abhängigkeit der Geißböcke von ihrem Führungsspieler.

Inzwischen ist bekannt, dass der FC ohne Hector praktisch nicht gewinnen kann. 27 Bundesliga-Spiele ohne Hector, nur zwei Siege. Wann Hector nach seinen aktuellen Beschwerden zurückkehren wird, ist noch immer nicht klar. Beim SV Werder wird der 30-jährige erneut definitiv fehlen. Seit inzwischen zwei Wochen trainiert der Linksfuß zwar wieder individuell mit Ball. Doch noch immer halten seine mysteriösen Nackenbeschwerden an, noch immer fühlt er sich nicht fit für das Mannschaftstraining.

Seine besten Spiele hat Ellyes gemacht, wenn Jonas Hector an seiner Seite spielte

Wie sehr Hector fehlt, drückte Markus Gisdol am Samstag auch anhand einer anderen Personalie aus: Ellyes Skhiri, obwohl läuferisch der beste Kölner, läuft gerade seiner Form weit hinterher. „Es ruht gerade viel auf seinen Schultern“, zeigte Gisdol Verständnis für den Tunesier. „Er ist ein unglaublich fleißiger Mannschaftsspieler, der viel Anerkennung auch innerhalb der Mannschaft erfährt. Im Moment hat er ein bisschen Pech, aber er wird sich da wieder rausarbeiten.“ Und dann fügte der FC-Coach an: „Seine besten Spiele hat Ellyes gemacht, wenn Jonas Hector an seiner Seite spielte.“

Hector ist zweikampfstärker als Skhiri, der bessere Dirigent, der bessere Spieleröffner. Skhiri ist der typisch unauffällige Sechser, der unzählige Löcher zuläuft, immer da ist, wo man ihn zwar nur selten sieht, wo er aber hingehört und mannschaftsdienlich seine Arbeit leistet. Mit dem Ausfall Hectors fiel jedoch mehr Last auf den 25-jährigen, als der Schlaks tragen konnte. So häuften sich seine Ballverluste, die verlorenen Zweikämpfe, die Fehler mit und ohne Ball, nicht nur sichtbar beim VfB Stuttgart mit dem entscheidenden Fehler vor dem 0:1, sondern auch gegen die Bayern als einer der wenigen Unsicherheitsfaktoren im Kölner Spiel.

Jedoch machte es Skhiri zwischenzeitlich auch wieder besser. Auch, weil vor ihm mit Ondrej Duda und Salih Özcan zwei fleißige und zweikampfstarke Achter agierten, die ihrem Sechser halfen und sich untereinander gut abstimmten. Gerade die Nominierung Özcans könnte für Skhiri in den kommenden Wochen wichtig sein, denn der U21-Nationalspieler ist der deutlich körperlichere Spieler und bessere Zweikämpfer als Elvis Rexhbecaj, den es neben Skhiri braucht. Özcan wird seine Chance nutzen wollen sich neben Skhiri und Duda festzuspielen. Keiner weiß, wann Hector wirklich wieder fit sein wird. Statistik hin oder her – der FC wird Spiele ohne seinen Kapitän gewinnen müssen. Dafür wollen Skhiri, Özcan und Duda nun als neues Dreieck im Mittelfeld sorgen.

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