Hängepartie um Skhiri: Gleich vier weitere Interessenten?

Der 1. FC Köln pokert um Ellyes Skhiris Rückkehr. (Foto: Bucco)
Der 1. FC Köln pokert um Ellyes Skhiris Rückkehr. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln sucht weiterhin nach einem Mittelfeldroutinier. Ellyes Skhiri ist der Wunschkandidat – doch dem Tunesier bieten sich offenbar auch Optionen, die finanziell deutlich lukrativer wären. Lange kann der FC nicht mehr auf eine Entscheidung seines Ex-Stars warten.

Aus dem Trainingslager in Kitzbühel berichten Marc L. Merten und Martin Zenge

Am Dienstag ruht der Ball in Kitzbühel. Nach zwei Tagen mit je zwei Trainingseinheiten, darunter ein intensives Laufprogramm am Montagnachmittag, gönnt René Wagner seiner Mannschaft eine Verschnaufpause. Gewiss nicht ruhen wird Thomas Kesslers Telefon, schließlich herrscht nach wie vor Handlungsbedarf im Kader des 1. FC Köln.

Insbesondere ihren neuen Sechser hätten die Geißböcke in Kitzbühel gerne schon an Bord gehabt. Und nachdem Ellyes Skhiri am vergangenen Donnerstag bei Eintracht Frankfurt freigestellt wurde, schienen die Chancen gut zu stehen, dass der Tunesier zumindest im Laufe des Trainingslagers zum FC stößt (der GEISSBLOG berichtete).

Wüste statt Geißbockheim?

Stattdessen entwickelt sich eine Hängepartie. Grundsätzlich kann sich Skhiri mit einer Rückkehr anfreunden. Er schätzt den Verein, er kennt das Umfeld und Trainer Wagner. Doch der 31-Jährige weiß eben auch, dass er in diesem Sommer den wohl letzten längerfristigen Vertrag seiner Karriere unterzeichnen wird und wägt daher genau ab.

Der FC mag für ihn der Interessent sein, bei dem er sich potenziell am wohlsten fühlt. Doch die finanziell lukrativste Option sind die Kölner offenbar nicht. Laut dem Portal Africafoot sollen sich auch der FSV Mainz 05, die AC Florenz und der FC Torino aus der italienischen Serie A sowie ein Verein aus der Saudi Pro League mit Skhiri beschäftigen. Vor allem letzterer, nicht genannter Club wird mit ganz anderen Zahlen als die Geißböcke locken.

Gerüchte aus Schweden, aber keine Skhiri-Alternative

Der FC wiederum beschäftigt sich ebenfalls mit anderen Optionen. In Schweden werden die Kölner mit Otto Rosengren (Malmö FF) und William Milovanovic (GAIS Göteborg) in Verbindung gebracht – wobei beide keine Alternative zu Skhiri sind. Thomas Kessler und sein Team fahnden schließlich nach einem erfahrenen Mittelfeldchef. Gehandelt wurde zuletzt Union Berlins Rani Khedira, der in Köpenick jedoch unlängst als Vizekapitän bestätigt wurde (der GEISSBLOG berichtete).

Zwei weitere Trainingstage und das Testspiel gegen Hertha BSC warten in Kitzbühel. Mit Gideon Mensah werden die FC-Fans dabei zumindest einen weiteren Neuzugang zu Gesicht bekommen. Der zuletzt erkrankte Linksverteidiger ist am Montagabend nachgereist, dürfte am Dienstag ein individuelles Programm bestreiten und ab Mittwoch ans Mannschaftstraining herangeführt werden. Der neue Mittelfeldchef hingegen wird wohl erst in der zweiten Vorbereitungshälfte zum Team stoßen.

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