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Dreierpack von U19-Talent: Obuz schießt U21 zum Kantersieg


Noch vor einer Woche sah die Auswärtsbilanz der U21 des 1. FC Köln in der Regionalliga West sehr mager aus. Seit Mittwochabend sieht sie jedoch wieder deutlich besser aus. Die Geißböcke gewannen beim FC Wegberg-Beeck mit 4:0 (2:0) und holten damit in fünf Tagen auswärts vier Punkte, und das jeweils ohne Gegentor. Der Mann des Abends in Wegberg war zweifellos Marvin Obuz, der mit drei Toren die Weichen zum Auswärtserfolg stellte.

Aus Wegberg berichtet Daniel Mertens

FC-Trainer Mark Zimmermann ließ im Vergleich zum 0:0 in Aachen vor vier Tagen kräftig rotieren, krempelte mit fünf Wechseln in der Startelf die halbe Mannschaft um. Mit Christian Clemens startete ein gestandener Profi für die U21. Dafür fehlten Tim Lemperle und Sava Cestic, die in dieser Woche mit dem Bundesliga-Kader trainieren. Der etatmäßige U21-Kapitän Marius Laux saß zum Spielbeginn erneut nur auf der Bank, kam aber zur zweiten Hälfte absprachegemäß für Robert Voloder in die Partie. Voloder gab nach wochenlanger Zwangspause nach Corona-Infektion sein Comeback.

Momente des Spiels

Die Partie bot gleich zwei Schlüsselmomente: Da wäre einerseits der präzise Pass von Mathias Olesen in den Rücken der Wegberger Abwehr, den Marvin Obuz dankend aufnahm und zum 0:1 vollendete (19.). Und hinten hatten die Kölner gleich doppelt Glück: Erst pfiff der Schiedsrichter Marco Goldmann einen Vorteil für Wegberg ab, nachdem die Gastgeber trotz eines Foulspiels von Ricardo Henning ins Tor getroffen hatten. Stattdessen gab es einen Strafstoß, den Shpend Hasani gegen Julian Krahl jedoch kläglich vergab (30.).

Eindruck des Spiels

Es ist ein Jammer, dass der Höhenflug der Kölner U21 aktuell komplett ohne Zuschauer stattfindet. Dreimal Obuz (19./24./48.) und der eingewechselte Kasra Ghawilu (53.) schossen den klaren Erfolg auf einem ramponierten Rasen heraus. Kurios: FC-Coach Zimmermann stopfte mehrfach selbst die Löcher auf der Wiese. Die Mannschaft, allen voran Matchwinner Obuz, hätte es derweil verdient gehabt, nach einem solch souveränen Auftritt nach dem Schlusspfiff mit den Zuschauern zu feiern, auch wenn sicher nur wenige Kölner Fans unter der Woche den Weg nach Wegberg angetreten hätten. Doch insbesondere Obuz dürfte zufrieden zurück nach Köln gefahren sein. Das U19-Talent konnte eine erste deutliche Duftmarke in der Regionalliga setzen, nachdem er Anfang November bis auf Weiteres in die zweite Mannschaft der Geißböcke befördert worden war.

Fazit

Die U21 des 1. FC Köln kann mittlerweile zweifelsohne dem oberen Drittel der Regionalliga zugerechnet werden. Das immense Verletzungspech steckt das Team ebenso weg wie die zahlreichen Rotationen von Spiel zu Spiel. Der Klassenerhalt dürfte jedenfalls – anders als bei den Profis – längst kein zufriedenstellendes Ziel mehr rund um das Geißbockheim sein. Dank des Sieges und nun 27 Punkten nach 16 Spielen liegen die Geißböcke weiter auf Rang fünf, doch seit Mittwochabend in direkter Schlagdistanz bis hin zu Platz drei (zwei Punkte hinter Preußen Münster).

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