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Fehlerteufel überall: „So holst du niemals einen Punkt“


Der 1. FC Köln hat auch das 18. Spiel in Serie nicht gewinnen können. Gegen Union Berlin gab es eine 1:2 (1:1)-Niederlage, die wieder einmal durch einen Foulelfmeter für die Gäste entschieden wurde. Offensiv brachten die Geißböcke zudem erneut nichts zu Stande – sehr zur Ernüchterung der Spieler und Trainer. Die Stimmen zum Spiel.

Aus Müngersdorf berichtet Marc L. Merten

Rafael Czichos: „Wir müssen uns nicht wundern, wenn wir die Gegentore so einleiten oder verteidigen. Das ist einfach schlecht. So holst du niemals einen Punkt in der Bundesliga. Wir haben bis zum Schluss alles probiert, aber nach vorne sind wir wie schon in den letzten Woche zu ungeduldig und ungenau. Man wird sehen, wie lange die Mannschaft ohne Ergebnisse intakt bleibt. Uns bleibt nichts anderes übrig als weiter Gas zu geben. Wir müssen die Fehler abstellen, sonst gewinnen wir kein einziges Spiel dieses Jahr.“

Sebastian Andersson: „Wir haben schon wieder einen Elfmeter gegen uns bekommen. Das war jetzt der sechste. Ich kann das nicht erklären. Es war ein enges Spiel. Wir müssen gewinnen, um Selbstvertrauen zu bekommen. Aber das ist im Moment schwierig. Ich versuche nicht über die Siegeslos-Serie nachzudenken.“

Das ist sinnbildlich für die Situation

Salih Özcan: „Im Moment ist wenig los im Kopf. Jeder ist gerade mit sich selber beschäftigt. Es ist ganz, ganz bitter. Ich komme in der Szene einfach zu spät, habe versucht den Ball wegzuspitzeln. Vorher haben wir unnötig den Ball verloren. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Wir haben die Gegner nur durch unsere Fehler ins Spiel kommen lassen und müssen versuchen das zu vermeiden. Wir müssen mehr Zug zum Tor finden und dann das Tor treffen. Wir müssen die Serie im Kopf los werden und zu hundert Prozent bei den Aufgaben bleiben.“

Timo Horn: „Man muss immer wieder aufstehen. Das tun wir. Das hat man heute auch gesehen, Union war nicht besser, hat aber das Momentum auf seiner Seite. Sie kommen mit einem 5:0 im Rücken zu uns, das sieht man in einigen Situationen wie dem 0:1 dann auch. Das war eher ein Zufallsprodukt, plötzlich liegt der Ball vor seinen Füßen. Der sechste Elfmeter ist natürlich zu viel und das muss man ganz nüchtern analysieren. Dann kommt auch noch Pech dazu, wie der Pfostentreffer in der letzten Sekunde. Ich bereite mich auf jeden Elfmeterschützen vor. Der Trainer hat vor dem Spiel gesagt, ich soll mal eine Finte einbauen. Das hat gut geklappt und dann ist der Nachschuss drin. Das ist sinnbildlich für diese Situation. Es hilft alles nichts, wir müssen aufstehen und weiter machen. Es sind ein paar Mannschaften unten drin, die wir mit einem Sieg überholen können. Wenn wir selbst nicht an uns glauben, wer dann?“

Mir gefällt nicht, dass wir viel zu leise sind

Markus Gisdol: „Unser Abwehrverhalten ist in den entscheidenden Momenten nachlässig. Das trägt nicht dazu bei, dass du Selbstvertrauen entwickelst. Das siehst du dann vor allem in den Offensivaktionen. Hinterher denkst du: Das Spiel hättest du nicht verlieren dürfen. Wir machen uns das Leben selber schwer. Ein Punkt gegen einen Gegner mit zwölf Punkten hätte uns auch geholfen. Nicht nur wir haben Schwierigkeiten gehabt, gegen Union die Lücke zu finden. Es ist typisch, dass der abwehrte Elfmeter dem Spieler dann vor die Beine fällt. Aber mir gefällt nicht, dass wir viel zu leise sind. Andere Mannschaften feuern sich mehr an, wehren sich mehr dagegen. Da muss ich meine Mannschaft mehr in die Verantwortung nehmen. Es war viel zu ruhig in einem Spiel, in dem es um so viel geht. Jonas Hector war vor dem Spiel und in der Halbzeit in der Kabine und wir hoffen, dass es bald wieder zurück kommt. Wir waren uns vor der Saison im Klaren, dass es ein Kampf ums Überleben wird. Dann dürfen dich Rückschläge nicht so hart treffen. Wir müssen klar bleiben.“

Urs Fischer: „Zufrieden, sehr zufrieden. Vor allem die Art und Weise hat mir heute wirklich gefallen. Wir waren geduldig gegen eine sehr kompakte Kölner Mannschaft, die die Räume sehr eng gemacht hat. Wir haben auf unsere Möglichkeiten gewartet und sich nicht unverdient mit dem 2:1 belohnt.“

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