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Nach Eigentor: FC wirft Sieg mit Elfmeter-Geschenk weg


Es ist kaum zu glauben: Der 1. FC Köln hat beim SV Werder Bremen den nächsten Elfmeter verursacht und so den ersten Sieg seit 16 Spielen leichtfertig verschenkt. Ein Eigentor hatte die Geißböcke erstmals in dieser Saison in Führung gebracht. Doch ein Blackout von Sebastiaan Bornauw kostete den FC den Dreier. Mit dem 1:1 (0:0) hat es die Mannschaft von Markus Gisdol tatsächlich geschafft eine Halbserie lang ohne einen einzigen Sieg zu bleiben.

Bremen – Nach der kurzzeitigen Corona-Unruhe am Donnerstag konnte der FC in Bremen doch noch auf alle Spieler zugreifen. Markus Gisdol entschied sich für zwei Wechsel in der Anfangsformation: Noah Katterbach lief für Jannes Horn auf, etwas überraschender kam Dominick Drexler für den etwas verunsicherten Dauerläufer Ellyes Skhiri. Gisdol wollte eine ähnlich engagierte Vorstellung wie gegen den FC Bayern sehen – und eine Reaktion auf das 1:6 am 34. Spieltag der letzten Saison an gleicher Stelle.

Moment des Spiels

In einer vom FC defensiv sehr diszipliniert geführten Partie gelang den Geißböcken im Spiel nach vorne eigentlich nichts. Dann foulte Osako Katterbach 25 Meter vor dem Bremer Tor. Ondrej Duda legte sich den Ball zurecht, schlug den Freistoß in Richtung des langen Pfostens und Bremens Niklas Moisander lenke den Ball mit seinem langen Bein ins eigene Tor. Das 1:0 – und die erste Kölner Führung in einem Bundesliga-Spiel seit dem 33. Spieltag. Wer jedoch glaubte, das sei der Moment des Spiels und der erste Sieg für die Geißböcke, der sah sich getäuscht. Sebastiaan Bornauw schaffte es, eine einfach, halbhohe und nicht einmal scharf geschlagene Flanke mit seinem ausgestreckten Arm abzuwehren. Elfmeter für Bremen – der fünfte (!) gegen den FC in dieser Saison. Ausgleich Werder!

Fazit

Man weiß inzwischen nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll, ob die Spieler des 1. FC Köln das ernst meinen oder ob hier ein Satiriker Regie führt. Fünf Elfmeter gegen die Geißböcke in sieben Spielen, einer dümmer wie der nächste. Wieder brachte sich der FC um den Lohn seiner Arbeit. Offensiv war das gegen den SV Werder zwar praktisch nicht existent, doch defensiv machten es die Geißböcke lange Zeit richtig gut, traten organisiert auf, diszipliniert, laufstark und mit einem klaren Plan. Dann bekam man endlich mal ein Geschenk serviert, ein Eigentor des Gegners. Doch der FC schenkt eben in dieser Saison selbst gerne und viel. Das Problem: So gewinnt man eben kein Bundesliga-Spiel.

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