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Frust beim FC: „Man sieht, dass wir kein Selbstvertrauen haben“


Der 1. FC Köln hat auch das 17. Bundesliga-Spiel in Folge nicht gewinnen können und ist trotz Führung bei Werder Bremen nicht über ein 1:1 (0:0) Unentschieden hinaus gekommen. Dabei haben die Kölner den fünften Elfmeter im siebten Spiel versucht und sich somit selbst um den Lohn gebracht. Bei den Spieler schlägt die lange Sieglos-Serie inzwischen auch auf das Gemüt. Die Stimmen zum Spiel. 

Rafael Czichos: „Unser Matchplan ist bis zum Elfmeter gut aufgegangen, wir haben wenig zugelassen. Das sah natürlich von außen nicht schön aus, wenn man sich in die eigene Hälfte stellt und nur die Räume zu macht. Aber wir wussten, dass Werder spielstark ist und das wollten wir verhindern. Mit zwei Punkten aus sechs Spielen hast du auch nicht das größte Selbstvertrauen. Wenn du dann so einen Elfmeter bekommst, dann macht das auch was mit der Mannschaft. Wir haben dann nochmal alles reingeworfen und zumindest den Punkt mitgenommen. Die Reaktion von Seb war schon eindeutig. Es ist sehr bitter und tut mir leid für ihn. Aber es wird uns nicht umbringen. Wir müssen extrem am Spiel nach vorne arbeiten, weil wir zu hektisch und zu ungenau sind. “

Marius Wolf: „Es war kein gutes Spiel von uns, das wissen wir. Aber wenn du so ein Spiel gewinnst, ist es scheiß egal. Ich dachte in der ersten Minute, dass der Torwart schreit. Dann habe ich gemerkt, dass es nicht Timo war. Zum Glück ist da nichts passiert. Wir können Seb keinen Vorwurf machen, sondern müssen uns insgesamt einfach cleverer anstellen und das Ding über die Zeit bringen. Ich hoffe, dass wir das nächste Spiel mal ohne Elfmeter überstehen und endlich gewinnen. Wir trainieren jede Woche hart, man sieht im Training, dass wir Gas geben. Heute war nicht unser bestes Spiel, aber wir gehen in Führung und müssen dann gewinnen.“

Wir sehnen uns alle nach einem Sieg

Sebastian Andersson: „Wir standen heute sehr defensiv, wir haben versucht das Spiel kompakt zu halten. Wir haben dadurch nach vorne nicht viel kreieren können. Dann hatten wir Glück bei der Standardsituation, waren defensiv aber nicht mehr so druckvoll und haben den Elfmeter zugelassen. Es ist schwierig zu sagen, was jetzt in der Länderspielpause passieren muss. Man sieht, dass wir kein Selbstvertrauen haben. Wir haben das Spiel nach der Führung völlig aus der Hand gegeben und den Ball nur noch hinten raus geschlagen. Ich denke, wir müssen gewinnen, um unser Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Heute waren wir nah dran.“

Markus Gisdol: „Mit Ball haben wir sicherlich schon bessere Spiele von uns gesehen. Wir wollten dem Gegner heute mehr den Ball geben, weil unsere Analyse ergeben hat, dass Bremen damit Schwierigkeiten hat. Nach der Führung waren wir zu passiv, deswegen wir haben wir dann noch das Gegentor bekommen. Ärgerlich, dass es wieder aus einer Elfmetersituation heraus entstanden ist. Ich kann mir das nicht erklären, Seb hat heute auch keine Erklärung dafür. Er sitzt in der Kabine und lässt den Kopf hängen. Er macht das nicht mit Absicht. Fünf Elfmeter aus sieben Spielen hatte ich auch noch nie. Wir sehnen uns alle nach einem Sieg. Zum Schluss müssen wir mit dem Punkt leben.“

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