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Bleibt U21-Erfolgscoach Zimmermann dem FC erhalten?


Ein erfolgreiches Jahr neigt sich bei der U21 des 1. FC Köln dem Ende entgegen: Am Samstagnachmittag (14 Uhr) tritt die FC-Reserve zum letzten Heimspiel 2020 gegen den SC Wiedenbrück an. Den Kölnern winkt erneut der dritte Platz als Belohnung unter dem Weihnachtsbaum. Derweil laufen bereits die Planungen für die kommende Saison – und diese sind eng mit Mark Zimmermann verbunden, dessen Vertrag im Sommer 2021 ausläuft.

Köln – Bisher hat die U21 des 1. FC Köln keines ihrer acht Heimspiele in der Regionalliga West verloren. Und es müsste schon viel zusammenkommen, dass die FC-Zweitvertretung just im letzten Auftritt des Jahres am Geißbockheim erstmals als Verlierer das Feld verlässt. Im Idealfall könnte die U21 das Kalenderjahr sogar noch als Tabellendritter beenden und damit sowohl den Stadtrivalen Fortuna Köln als auch die Zweitvertretung Fortuna Düsseldorfs hinter sich lassen. Gegen den Aufsteiger SC Wiedenbrück sind die Kölner nach dem bisherigen Saisonverlauf zweifelsfrei der Favorit, zumal sie bei sechs Heimsiegen und zwei Unentschieden zuhause eine Macht sind.

Ein Torjäger, wie ihn der FC sucht

FC-Trainer Mark Zimmermann sieht das naturgemäß nicht ganz so deutlich. „Wiedenbrück ist ein sehr guter Gegner“, warnte der 46-Jährige im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. „Sie spielen sehr selbstbewusst, aggressiv und wirken nicht wie ein Aufsteiger.“ Aufgrund ihrer individuellen Qualität sei Wiedenbrück schwer auszurechnen. Mit Phil Beckhoff haben die Gäste zudem jemanden in ihren Reihen, den die U21 des FC händeringend sucht: einen echten Torjäger. Bereits neunmal traf Beckhoff in dieser Saison. „Wir werden ihn aber sicher nicht in Manndeckung nehmen“, kündigte Zimmermann an, der in der Abwehr auf seinen gelb-rot-gesperrten Innenverteidiger Robert Voloder verzichten muss.

Ansonsten steht dem Coach dasselbe Stammpersonal wie in der Vorwoche beim 1:3 in Essen zur Verfügung. Ob und wer von den Profis hinzustößt, entscheidet sich wie immer erst kurzfristig. Mit Jae-hwan Hwang konnte zudem in dieser Woche ein zuletzt Langzeitverletzter das Mannschaftstraining wieder aufnehmen. Die Partie am Samstag kommt für den Südkoreaner jedoch sehr wahrscheinlich noch zu früh, eine dritte Verletzung binnen weniger Monate soll unbedingt vermieden werden.

Ich würde die Entwicklung der Jungs gerne weiter begleiten

Derweil sind am Geißbockheim die Planungen für die kommende Saison angelaufen. Die Verträge von Mark Zimmermann und seinem Trainerteam laufen am 30. Juni 2021 aus. Mit den beiden erfolgreichen Jahren reichte der Coach beste Bewerbungsunterlagen für eine Weiterbeschäftigung bei den FC-Verantwortlichen ein. „Ich fühle mich hier wohl, die Arbeit macht mir Spaß“, ließ der Coach durchblicken, dass er sich eine Verlängerung durchaus vorstellen kann. „Ich würde die Entwicklung der Jungs gerne weiter begleiten. Für mich ist der Wechsel nach Köln der richtige Schritt gewesen.“

Mit der erfolgreichen Arbeit seit dem Sommer 2019 dürfte Zimmermann jedoch auch das Interesse anderer Vereine geweckt haben. Nach Informationen des GEISSBLOG.KOELN haben erste Gespräche zwischen dem FC und dem Coach bereits stattgefunden. Mit einer Einigung ist in diesem Jahr jedoch vermutlich nicht mehr zu rechnen. Eins steht jedoch fest: Ein Abgang Zimmermanns wäre für den FC ein herber Verlust.

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