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„Er hat Eier!“ Bornauw spielt gerne mit Cestic zusammen


Seit der Umstellung auf ein 3-5-2 hat der 1. FC Köln zu einer neuen Sicherheit auf dem Platz gefunden. Vier Punkte sind zwar noch kein Grund eine erfolgreiche Wende auszurufen. Doch die Leistungen sind Anzeichen genug, um dem FC ein positives Zwischenzeugnis auszustellen. Wichtig dabei: der formverbesserte Sebastiaan Bornauw und Youngster Sava Cestic.

Köln – Sebastiaan Bornauw hatte keine leichte Zeit. Mehrere Fehler in Serie beim FC und im Trikot der belgischen Nationalmannschaften führten zu Gegentoren, sodass Markus Gisdol den Blondschopf gegen Union Berlin auf der Bank ließ. Eine Entscheidung, die dem Innenverteidiger letztlich half. „Mir hat die Pause gut getan und wieder Kraft gegeben“, sagte der 21-jährige am Tag nach dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg.

Gegen Dortmund und die Wölfe gehörte Bornauw zu Kölns Besten, agierte nahezu fehlerfrei und wieder ähnlich solide wie zu seinen besten Zeiten in der vergangenen Saison. Einzig die Tore (sechs Treffer 2019/20) fallen noch nicht, gegen den VfL war er zwar nah dran, aber letztlich verfehlte er den Siegtreffer in der 74. Minute knapp. „Ich hatte in den ersten Spieltagen noch nicht so viele Chancen. Jetzt werden es mehr. Das ist gut, und dann hoffe ich, dass es so schnell wie möglich klappt.“ Mit Ondrej Duda kommt der Vorlagengeber bei Standards immer besser in Fahrt, sodass Bornauw am liebsten schon im nächsten Spiel gegen Mainz 05 seinen persönlichen Tor-Knoten lösen möchte.

Ich spiele gerne mit Sava zusammen

Doch das Hauptaugenmerk des Belgiers liegt auf der Defensivarbeit. Mit 17 Gegentreffern in 10 Spielen zeigt sich der FC bislang durchaus Bundesliga-tauglich, hat aber noch Luft nach oben. Die individuellen Fehler ließen zuletzt nach, was den Verantwortlichen und vor allem auch den Spielern Hoffnung macht. Zudem hilft die Umstellung auf die Dreierkette. „Die Dreierkette tut für unserer Mannschaft gerade gut“, gab Bornauw offen zu und plädierte damit für eine Beibehaltung des Systems auch im nächsten Spiel in Mainz. Und das, obwohl mit Rafael Czichos und Jorge Meré zuletzt zwei Innenverteidiger ausfielen und mit Jannes Horn ein gelernter Linksverteidiger in die Dreierkette rückte. Doch Bornauw ist vor allem von Youngster Sava Cestic beeindruckt.

Der 19-jährige debütierte in Dortmund für die FC-Profis in der Bundesliga, blieb nahezu fehlerfrei und leistete sich auch gegen Wolfsburg kaum Schwächen, wenngleich er beim 2:2-Ausgleich den Torschützen Wout Weghorst in seinem Rücken nicht kontrollieren konnte. Doch Cestic und Bornauw – das passt bislang. Zur Freude des Belgiers: „Ich spiele gerne mit Sava zusammen. Er ist auch ein junger Spieler, aber er hat Eier auf dem Platz“, sagte Bornauw. „Er ist mental ein bisschen wie ich. Er hat dieses Feuer in sich, alles für den Sieg zu tun. Das liebe ich an ihm.“

Dreierkette beschert Cestic den Durchbruch

Starke Worte des 21-jährigen für den zwei Jahre jüngeren Teamkollegen, doch tatsächlich funktionieren Cestic und Bornauw gut zusammen und verleihen dem FC eine robuste und körperbetonte Position im Defensivzentrum. Beide sind über 1,90 Meter groß, strahlen Ruhe am Ball aus, dafür aber auch Härte im Zweikampf und enorme Präsenz in Kopfballduellen. Cestic, der in der U21 zuletzt eine steile Lernkurve gezeigt hatte, wird seinen Stammplatz in der Bundesliga nicht kampflos aufgeben. Er weiß: Die Umstellung auf die Dreierkette hat auch ihm geholfen seinen Platz zu finden. Die nächsten großen Herausforderungen stehen aber gleich in den kommenden Woche an: Mainz mit Mateta, Leverkusen mit Alario und Schick sowie Leipzig mit Sörloth, Poulsen und Co. – vor Weihnachten wird sich die Dreierkette noch ein ums andere Mal beweisen müssen.

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