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Gisdol überlässt es Hector: Kapitän kann sich selbst aufstellen


Kehrt Jonas Hector am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05 zurück? Der Kapitän des 1. FC Köln steht wieder im Mannschaftstraining. Doch nicht nur das: Der 30-jährige darf selbst entscheiden, ob er beim Auswärtsspiel der Geißböcke im Kader stehen wird. Und wohl auch, ob er in der Startelf stehen wird. Trainer Markus Gisdol will dem Mittelfeldspieler die Entscheidung überlassen.

Köln – Einen solchen Persilschein bekommen Bundesliga-Spieler nur selten ausgestellt. Doch Jonas Hector ist beim 1. FC Köln nicht irgendein Spieler, und so darf der Ex-Nationalspieler selbst entscheiden, wann er auf die Bundesliga-Bühne zurückkehren wird. Und das, obwohl der 30-jährige seit Ende September kein Spiel mehr absolviert hat und erst in dieser Woche wieder vollständig ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist.

Ob er ein Thema für das Wochenende ist, entscheidet Jonas

„Jonas ist in der Reha gut vorbereitet worden. Wir haben ihn Stück für Stück integriert, jetzt ist er voll dabei“, sagte Markus Gisdol am Donnerstag. „Es ist schön zu sehen und sehr erfreulich, ihn wieder in der Mannschaft zu begrüßen. Man erlebt es selten, dass ein Spieler einen Applaus bekommt, wenn er wieder zurück ist.“ So war es am Dienstag gewesen, als die Mannschaft ihren Kapitän lautstark auf dem Platz willkommen geheißen hatte. Hector ist seitdem wieder mittendrin, und Gisdol freut sich über eine weitere, vielleicht eine der wichtigsten personellen Optionen im Kader.

„Ob er ein Thema für das Wochenende ist, entscheidet Jonas“, sagte Gisdol und übergab seinem Führungsspieler damit die Entscheidung. „Ich werde ihn fragen. Wenn er bereit ist, ist unser Kapitän natürlich dabei.“ Und sogar noch mehr: Gisdol betonte, Hector wirke körperlich topfit und er werde sich „auf Jonas‘ Meinung verlassen“, wie viel Einsatzzeit sich der 30-jährige zutrauen sollte, sofern er sich für Mainz bereit fühlt. „Ich werde ihn fragen, wie er sich fühlt“, sagte Gisdol, der allerdings keine Prognose abgeben wollte, ob Hector überhaupt schon in Mainz dabei sein will. „Wenn der Tag da ist, sind wir bereit ihn sofort zu bringen.“

Nicht nur eine Option im Mittelfeld

Hector ist also aktuell der einzige Spieler im Kader, der sich eines Stammplatzes sicher sein kann, sobald er sich vollkommen fit fühlt. Bekanntlich ist dies bei den Stürmern Sebastian Andersson und Anthony Modeste anders. Doch Hector wird gebraucht und hat zahlreiche Positionen zur Auswahl. Im Mittelfeld, so Gisdol, fände er aus Sicht des Trainers seine beste Position auf der Sechs oder Acht, wo zuletzt Ellyes Skhiri, Salih Özcan und Elvis Rexhbecaj überzeugt hatten. „Aber ich bin dankbar, dass Jonas auch in der Dreier-, Vierer- oder Fünferkette auf der linken Postion agieren kann“, sagte Gisdol und machte damit auch die Tür für Hector als Ersatz für Rafael Czichos sowie als Alternative auf der linken Außenbahn auf. Bereits morgen wird es bei der Abfahrt nach Mainz die erste Antwort geben, ob Hector überhaupt schon wieder im Kader stehen wird. Wenn ja, dürften seine Chancen auf einen Startelf-Einsatz groß sein.

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