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Heldt deutet Transfer an: „Wären dazu in der Lage“


Vor Weihnachten hatte Horst Heldt erklärt, der 1. FC Köln werde nur dann im Januar auf dem Transfermarkt tätig, sollten Spieler den Verein im Winter verlassen. Am Mittwoch hat der Sportchef diese Einschätzung revidiert. Wohl auch, weil die Situation um Sebastian Andersson noch länger unklar bleiben wird. Der FC würde also im Zweifel auch ohne Abgänge noch einmal zuschlagen.

Köln – Dass eine Transferperiode nicht in Stein gemeißelt ist und sich Planungen durch Angebote oder Verletzungen verändern können, gehört zum Fußball-Business. Das gilt auch für den 1. FC Köln, der eigentlich um seine brisante Personalsituation im Angriff weiß. Anthony Modeste? Noch nicht bei 100 Prozent. Tolu Arokodare? Noch nicht Bundesliga-tauglich. Ondrej Duda und Jan Thielmann? Keine gelernten Mittelstürmer, wenngleich aktuell als Duo die wohl beste Alternative.

Hinter Sebastian Andersson steht dagegen ein großes Fragezeichen. Niemand weiß, wann der Schwede wirklich wieder fit sein wird. Horst Heldt erklärte, man werde erst Mitte oder gar Ende Januar absehen können, wie es mit dem am Knie verletzten Stürmer weitergeht. Nicht zu handeln und keinen Ersatz auf Leihbasis für den Rest der Saison zu verpflichten, wäre also kaum zu erklären. „Stand jetzt“, sagte Heldt am Mittwoch, halte der FC zwar daran fest keinen neuen Spieler verpflichten zu wollen. Doch der jetzige Stand ist an die Hoffnung gebunden, dass Andersson Ende Januar wieder fit ist. Die Wahrscheinlichkeit bei einem Knochenödem ist jedoch aktuell noch kaum realistisch einzuschätzen.

Bruun-Larsen würde ins Profil passen

Daher sagte Heldt auch: „Wir wären dazu in der Lage noch einmal zu agieren, aber große Sprünge wären nicht möglich. Aber gut ist trotzdem, dass wir dazu in der Lage wären, und wir wären auch vorbereitet.“ Entgegen vorheriger Aussagen scheint der FC also doch noch über wenn auch geringe finanzielle Mittel zu verfügen, unabhängig weiterer Abgänge im Winter. Dies dürfte vor allem am Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale liegen, der rund 700.000 Euro brachte. Geld, das die Geißböcke nicht hatten einplanen können. Zwar braucht der FC jeden Cent, um die durch Corona entstandenen Löcher zu stopfen. Doch ein Abstieg würde ein noch viel größeres Loch reißen als das Gehalt eines Leihspielers für sechs Monate von Januar bis Juni.

Wer aber würde den Geißböcken weiterhelfen? Ein weiterer Stoßstürmer würde nur Sinn machen, sollte auch Modeste weiter große gesundheitliche Probleme haben oder Andersson sogar mehrere Monate ausfallen. Ein Spieler, den man hingegen gar nicht im FC-Kader findet, ist ein wendiger, schneller Stürmer, der vor allem in einer Doppelspitze agieren und auch auf den Außenbahnen auflaufen kann. In Hoffenheim wird darüber spekuliert, dass Jacob Bruun Larsen die TSG auf Leihbasis für ein halbes Jahr verlassen kann. Der Däne, der bei Borussia Dortmund unter Lucien Favre den Durchbruch schaffte, wurde in der Bundesliga bereits auf allen Positionen vorne eingesetzt, spielte sogar als alleinige Spitze. Namentlich wurden noch keine Klubs als Interessenten genannt.

Wollen die Quantität des Kaders reduzieren

Derweil betonte Horst Heldt am Mittwoch, dass der FC unabhängig dieser Planungen in jedem Fall versuchen wird sich von weiteren Spielern zu trennen. „Wir bleiben bei der Devise, ohne Namen zu nennen, dass wir noch mal die Quantität des Kaders reduzieren wollen“, bestätigte Heldt. Damit dürfte der 51-jährige in jedem Fall die drei Spieler mit auslaufenden Verträgen gemeint haben, die die Geißböcke in jedem Fall nicht mehr verlängern werden: Christian Clemens, Marco Höger und Frederik Sörensen. Angebote soll es für diese Spieler aber bislang nicht geben.

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