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Im heißen Januar muss der FC die Heimschwäche besiegen


Keine Zeit zum Durchatmen: Die Bundesliga geht bereits einen Tag nach Neujahr weiter und lässt somit weder Raum für eine Vorbereitung noch für umfassende Veränderungen personeller wie taktischer Natur. Dem 1. FC Köln ist dieser Umstand sogar recht: Die Geißböcke werden versuchen ihren positiven Trend vor Weihnachten in 2021 fortzusetzen. Eine lange Pause hätte dies womöglich erschwert. Eine Schwäche müssen die Geißböcke jedoch noch ablegen: die Heimschwäche.

Köln – Die Gegner des 1. FC Köln im Januar heißen Augsburg (Tabellen-11.), Freiburg (10.), Hertha (14.), Schalke (18.), Hoffenheim (12.) und Bielefeld (16.). Kurzum: Die Geißböcke treffen auf sechs der acht unmittelbaren Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte, und muss man kein Prophet sein, um die Chance, aber auch die Gefahr dieser Spiele zu erkennen: Mit einem erfolgreichen Januar könnten sich die Kölner von unten entfernen und die Konkurrenz distanzieren. Mit einem schwachen Januar hingegen würden die Geißböcke in eine neuerliche Krise stürzen.

Drei dieser Spiele (Freiburg, Schalke, Hoffenheim) finden auswärts statt, drei Partien (Augsburg, Hertha, Bielefeld) daheim. Auf fremden Plätzen präsentierten sich die Geißböcke in dieser Saison deutlich besser, holten neun ihrer elf bisherigen Punkte auswärts. Daheim gelang jedoch in der Bundesliga seit dem 3:0-Sieg über Schalke am 29. Februar 2020 kein Dreier mehr. Diese Bilanz will die Mannschaft von Markus Gisdol bereits am Samstag gegen Augsburg aufbessern. Da trifft es sich gut, dass die Kölner unmittelbar vor Weihnachten im DFB-Pokal das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück mit 1:0 gewannen und sich so wieder an ein Gefühl des Sieges in Müngersdorf erinnern können.

„Die Statistik der Auswärtsspiele ist seit der Corona-Pandemie allgemein verrückt“, sagte Markus Gisdol vor Weihnachten. „Bei uns läuft es auswärts gut. Unser nächster Schritt muss sein, jetzt auch zuhause die Punkte zu holen. Das ist unsere Aufgabe für das neue Jahr.“ Eine Punktevorgabe für die sechs Partien im Januar gibt es nicht, doch ein Blick auf die Tabelle reicht, um die Tragweite der Spiele zu erkennen. Ein Auftaktsieg ins neue Jahr gegen die zuletzt schwächelnden Augsburger könnte einen ähnlichen Effekt haben wie der erste Heimsieg des Jahres 2020 im vergangenen Januar gegen Wolfsburg (3:1). Die Geißböcke behielten ihren Kurs bei, ließen sich auch durch zwischenzeitliche Rückschläge nicht von ihrem Weg abbringen und wurden erst durch die Pandemie jäh gestoppt.

Jetzt soll Ähnliches gelingen wie im vergangenen Frühjahr, und so trifft es sich für die Geißböcke gut, dass es ohne großes Nachdenken sofort weitergeht. „Wir haben seit dem Sieg in Dortmund nur gegen Leverkusen nicht gepunktet. Das ist für uns klasse“, freute sich Gisdol und dürfte daher personell wie taktische auf das zuletzt Bewährte setzen. Insbesondere, weil für alle Mannschaften gilt: Große Veränderungen sind ohne Vorbereitung und während eines so eng getakteten Spielplans kaum möglich. Das gilt auch für Mannschaften wie Schalke oder Mainz, die es zum neuen Jahr mit einem neuen Trainer versuchen werden. Diesen müssen ihre Umstellungen unter Wettkampfbedingung vollführen. Kann sich der FC, gestützt durch neuen Mut und Glauben, in dieser Phase besser aus der Affäre ziehen? Der Januar wird es zeigen.

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