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„Bester Trainer der Liga“: So reagiert Streich auf das Gisdol-Lob


Wenn der 1. FC Köln am Samstag beim SC Freiburg antritt, hoffen die Gastgeber auf Wiedergutmachung, schließlich konnten die Geißböcke in der vergangenen Saison beide Spiele für sich entscheiden. Überhaupt hat Markus Gisdol als Bundesliga-Trainer noch nie gegen den SC verloren. Trotzdem fand der 51-jährige am Donnerstag überschwänglichen Lob für den Kontrahenten und seinen Trainer-Kollegen Christian Streich. Dieser reagierte noch am selben Tag auf die warmen Worte. 

Köln – Als „besten Trainer der Liga“ hatte Markus Gisdol seinen Trainer-Kollegen Christian Streich am Donnerstag geadelt. In Freiburg sei vieles aufgrund des ruhigeren Umfeldes zwar leichter, erklärte der 51-jährige, bezeichnete Streich gleichzeitig aber als Vorbild, der sein Ding durchziehe, egal wie die Ergebnisse beim SC ausfallen würden. Christian Streich wurden die Aussagen von Markus Gisdol noch am Donnerstag auf der eigenen Pressekonferenz vor dem Duell mit dem FC vorgetragen. „Danke für das, was Markus gesagt hat. Es ist zu viel des Lobes, aber ich freue mich“, sagte Streich darauf angesprochen.

Köln ist anders. Köln ist viel schwieriger

Gleichzeitig folgte von dem Trainer, der inzwischen seit acht Jahren bei den Freiburgern im Amt ist, ebenfalls ein Lob auf den FC. „Wenn ich nach Köln schaue, sieht man, wie hungrig und unumstößlich die Mannschaft arbeitet, obwohl sie nur die Punkte hat, die sie momentan hat. Sie hatten keine ruhigen Wochen, aber das sieht man der Mannschaft nicht an“, sagte Streich, der dies vor allem an den aktuell Verantwortlichen festmacht: „Das hat etwas mit dem Manager, den Spielern und dem Trainer zu tun.“ Dass es sich in Freiburg wohl leichter eine Bundesliga-Mannschaft trainieren lässt als in der Medien-Stadt Köln, sieht auch der 55-jährige so. „In Freiburg gibt es zwar auch Kritik und es sind nicht immer alle nur positiv, das bin ich auch nicht. Aber Köln ist anders. Köln ist viel schwieriger für einen Trainer und auch für einen Spieler“, gab Streich zu.

Neben den warmen Worten von Markus Gisdol wurde Christian Streich am Donnerstag auch auf eine weitere Tatsache angesprochen. Nämlich, dass der derzeitige FC-Trainer noch nie ein Spiel gegen den SC Freiburg verloren hat. In sieben Partien holte Gisdol nämlich sechs Unentschieden und einen Sieg (das 4:0 in der vergangenen Saison mit dem FC). „Wenn Sie das so sagen, ist das für mich natürlich eine Motivation. Das kann man nicht die nächsten zehn Jahre so lassen“, lachte Streich, der diese Statistik aber eher umdrehen wollte: „Gegen Markus Gisdol habe ich immerhin in sieben Spielen sechs Mal nicht verloren.“ Mehr als das Duell Gisdol gegen Streich wird es am Samstag das Aufeinandertreffen zweier Bundesligisten. Und dabei konnte Freiburgs Coach in neun Versuchen immerhin sechs Mal gegen den FC gewinnen und damit öfter als in allen vorherigen Duellen unter Finke, Dutt und Sorg (insgesamt fünf Siege).

Trotz des aktuellen Freiburger Höhenflugs mit sechs Spielen ohne Niederlage und vier Siegen in Folge, warnte Christian Streich auch vor der Kölner Mannschaft. „Sie sind sehr engagiert und lauffreudig. Wir müssen voll bereit sein zu arbeiten, auch wenn es weh tut.“ Dabei wird der Trainer allerdings gezwungen sein, seine Mannschaft umzustellen. So wird Jonathan Schmid, der bislang in jedem Spiel in der Startelf stand, ausfallen. Schon gegen Hoffenheim musste der Rechtsverteidiger zur Halbzeit aufgrund von muskulären Problem ausgewechselt werden. Doch auch sein Ersatz, der Ex-Kölner Lukas Kübler, steht nun mit einem Pferdekuss auf der Kippe, sodass Trainer Christian Streich womöglich in seinem 3-4-3-System zum Umdenken gezwungen sein wird. Darüber hinaus sind Kwon und Höler fraglich, sowie Dominique Heintz, der praktisch stündlich Vater werden könnte und dann freilich für die Partie freigestellt würde. Dass der FC in der vergangenen Saison alle sechs Punkte gegen die Breisgauer holen konnte, stört den Freiburger Coach dabei noch immer. „Wir haben gegen fast alle Mannschaften Punkte geholt, nur gegen Köln nicht“, erinnerte sich Streich und forderte deshalb: „Wir müssen ganz anders auftreten als in den Spielen im letzten Jahr.“ Beim FC hofft man derweil freilich, den positiven Trend gegen den SC fortsetzen zu können.

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