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Gisdol kündigt an: Kader-Verkleinerung wird kommen


Der 1. FC Köln hat in der Winter-Transferperiode seinen Kader verändert: Zwei Spieler verließen den Klub (Sörensen, Clemens), zwei Spieler stießen dazu (Dennis, Meyer). Damit bleibt der Kader von Trainer Markus Gisdol zu groß, zumal zwei Verletzte im Frühjahr zurückkehren sollen. Der FC-Coach kündigte nun an, dass es in einigen Wochen zu weiteren Veränderungen kommen könnte. Wen könnte es treffen?

Köln – Jan Thielmann muss sich keine Sorgen machen um seinen Platz im Kader des 1. FC Köln, zumindest nicht im Hinblick auf den Trainingskader. Und um den ging es, als Markus Gisdol am Freitag über die Kadergröße mit Blick auf die kommenden Wochen sprach. Thielmann fand insofern Erwähnung, als dass man bei der Bewertung des 18-jährigen berücksichtigen müsse, dass der Siegtorschütze auf Schalke vor seinem Abitur stünde. „Wenn ich auf seinem Plan sehe, was er abreißen muss, ist das sehr viel“, sagte Gisdol. „Das merkt man ihm auch manchmal an. Wir müssen schauen, wie wir mit ihm durch die Wochen kommen und müssen unserer Verantwortung gerecht werden, damit er ein gutes Abitur macht.“

Drei Spieler aussortiert, drei Neue im Kader

Thielmann wird in den kommenden Wochen also ab und an das Training verpassen, wenn es die schulischen Verpflichtungen verlangen. Zudem könnte es sein, dass der Youngster seltener in der Startelf steht und erst wieder zur neuen Saison so richtig durchstarten kann. Dann aber wenigstens mit dem Abitur in der Tasche. Doch Thielmann ist ein Beispiel dafür, warum die Geißböcke noch damit warten wollen, den Trainingskader für die restliche Saison umzugestalten, nachdem man bereits Anfang Januar erste Korrekturen vorgenommen hatte.

Nach der Weihnachtspause waren Christian Clemens, Frederik Sörensen und Robert Voloder mit den Worten in die U21 versetzt worden, man müsse die Mannschaft auf eine trainerbare Größe verringern. Clemens und Sörensen wurden inzwischen abgegeben, Voloder trainiert und spielt noch bei der U21, der FC sucht nach einem Drittligisten, der dem Innenverteidiger die nötige Spielpraxis geben kann. Doch weil zunächst Anfang des Jahres Marvin Obuz hochgezogen wurde und nun Emmanuel Dennis und Max Meyer verpflichtet wurden, hat sich die Kadergröße in seiner Anzahl nicht verändert.

Frühzeitig etwas zu ändern, wäre falsch

Aktuell trainiert Markus Gisdol mit 28 Spielern (drei Torhüter und 25 Feldspieler). Sebastian Andersson und Florian Kainz fehlen noch einige Wochen verletzt. Dann wären es 30. Am liebsten wären dem FC-Trainer neben den Torhütern 20 bis 22 Feldspieler. Dafür müsste er jedoch mindestens drei weitere Spieler in die U21 versetzen. „Angesichts der vielen Spiele ohne Winterpause werden wir erst noch schauen, wie wir durchkommen“, sagte Gisdol mit Blick auf mögliche Verletzungen in den kommenden Wochen. „Frühzeitig etwas zu ändern, wäre falsch. Wenn mal alle Spieler auf dem Platz stehen, werden wir uns Gedanken machen müssen, um den Kader noch mehr in Richtung Wettkampf zu bringen.“

Heißt im Klartext: Sobald Andersson und Kainz zurückkehren, wird für den Schlussspurt in der Liga ausgesiebt. Dabei wird es spannend zu beobachten sein, nach welchen Kriterien Gisdol verfahren wird. Talente wie Marvin Obuz und Tim Lemperle haben derzeit zwar keine Chance auf Bundesliga-Minuten, sollen aber im Sinne ihrer Ausbildung durch regelmäßiges Profi-Training herangeführt werden. Bei anderen Spielern, die aktuell praktisch keine Rolle spielen, laufen die Verträge aus (wie bei Marco Höger und Tolu Arokodare). Wieder andere sollen perspektivisch eigentlich wichtig werden oder sich zumindest wieder fangen, finden aber nicht in die Spur (wie Dimitris Limnios und Benno Schmitz). Und dann wären da noch die wechselwilligen Spieler wie Jorge Meré oder Kingsley Ehizibue, die zwar gebraucht werden, denen man aber nicht mehr in Gänze vertraut. Gisdol wird in einigen Wochen womöglich mehrere harte Entscheidungen treffen müssen. Doch so lange dies zum Klassenerhalt beiträgt, heiligt der Zweck die Mittel.

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