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Kainz meldet sich zurück – Clemens kritisiert Gisdol


Gute Nachrichten beim 1. FC Köln am Tag nach dem 2:1-Auswärtssieg beim FC Schalke 04: Florian Kainz stand erstmals seit seiner schweren Knieverletzung wieder auf dem Trainingsplatz. Gemeinsam mit Reha-Trainer Leif Frach absolvierte der Österreicher Übungen mit und ohne Ball. Derweil kamen aus Darmstadt kritische Töne von Christian Clemens in Richtung Trainer Markus Gisdol.

Köln – Wie wichtig Florian Kainz für den 1. FC Köln in der letzten Saison war, zeigt sich in dieser Spielzeit noch deutlicher. Mit fünf Toren und sieben Vorlagen hatte der 28-jährige die beste Bundesliga-Saison seiner Karriere gespielt. Kainz Fähigkeiten fehlen den Geißböcken derzeit an allen Ecken und Enden. Seit dem Trainingslager in Donaueschingen im August fällt der offensive Außenbahnspieler aus. Gerade auf seiner Position krankt das Kölner Angriffsspiel. Doch das soll sich im Laufe der Rückrunde ändern.

Im März zurück? Kainz-Comeback rückt näher

Am Donnerstag trainierte Kainz erstmals wieder mit Ball auf dem Rasen und machte damit den nächsten Schritt in Richtung Comeback. Im Bestfall will der Österreicher in der zweiten Februarhälfte ins Mannschaftstraining zurückkehren, um im März sein Comeback feiern zu können. Kainz hatte sich zuletzt optimistisch geäußert noch einige Spiele in dieser Saison bestreiten zu können und dass die Reha bislang gut und ohne Rückschläge verlaufen sei. Doch aus leidiger Erfahrung werden die Geißböcke wohl kein Risiko eingehen und bei dem Offensivspieler nichts überstürzen. Zu schwerwiegend war Kainz‘ Knieverletzung.

 

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Ein anderer Knie-geplagter beim FC war lange Zeit Christian Clemens, ehe er vor einer Woche zum SV Darmstadt 98 wechselte. Ausgerechnet Darmstadt, schließlich hatte der Rechtsaußen im April 2019 gegen die Lilien einen Totalschaden im Knie erlitten, der ihn 14 Monate außer Gefecht gesetzt hatte. Beim den 98ern ist inzwischen Markus Anfang Trainer, Clemens‘ Ex-Coach, der nach dem verhängnisvollen Darmstadt-Spiel im April 2019 entlassen worden war. Dort will Clemens wieder Spielpraxis finden, nachdem ihm diese in Köln nicht mehr gegeben worden war.

Eine faire Chance habe ich in Köln nicht bekommen

Zu Unrecht, wie der 29-jährige nun kund tat. „Eine faire Chance habe ich in Köln leider nicht bekommen“, wird Clemens im kicker zitiert. Er habe eine in seinen Augen gute Vorbereitung gespielt, doch dann habe Markus Gisdol ihn nicht mehr berücksichtigt und auf jüngere Spieler gesetzt. „Das ist der Stil, den der FC im Moment fährt. Ich habe das akzeptiert, nie groß Stress gemacht und auch in der Regionalliga gespielt“, sagte Clemens, der seit seiner Verletzung einzig beim 1:6 am 34. Spieltag in Bremen noch einmal für die Profis in der Bundesliga aufgelaufen war. Ein Comeback, auf das letztlich der Abschied folgte – offenbar mit einer gehörigen Portion Frust im Gepäck.

Verletzung im Oktober kostete Clemens die Chance

Tatsächlich hatte Clemens eine ordentliche Vorbereitung absolviert und gerade in den ersten Wochen auf sich aufmerksam gemacht. Zu Saisonbeginn hatte er sich dann in der zweiten Mannschaft Spielpraxis geholt. Doch gerade, als er glaubte sich an die Profi-Mannschaft herangekämpft zu haben, verletzte sich der Rechtsaußen einmal mehr und fiel mit einer neuerlichen Muskelverletzung mehrere Wochen aus. Von diesem Rückschlag im Oktober kämpfte sich Clemens letztlich nicht mehr zurück, sondern kam nur noch bei der U21 zum Einsatz. Im Januar folgte dann die vorzeitige Trennung, die es andernfalls im Sommer 2021 nach dem ausgelaufenen Vertrag gegeben hätte.

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