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Podolski kritisiert FC – und schließt Rückkehr als Spieler aus


Lukas Podolski hat den 1. FC Köln nach dessen Auftritt gegen Hertha BSC harsch kritisiert. Insbesondere das Beschönigen der gezeigten Reaktion nach dem 0:5 in Freiburg befand der ehemalige FC-Profis befremdlich. Gleichzeitig schloss der Weltmeister von 2014 eine Rückkehr als Spieler aus. Auch Christoph Daum fand harte Worte für die Geißböcke. 

Köln – „Da muss mehr kommen“, kritisierte Lukas Podolski am Sonntag in der Fernsehsendung Sky90 den Auftritt des 1. FC Köln gegen Hertha BSC. „Gegen einen angeschlagenen Gegner wie Berlin muss anders aufgetreten werden. Es ist zu billig und zu einfach, nach dem Spiel zu sagen, dass sie eine Reaktion gezeigt haben“, empfand der 35-jährige die Aussagen der FC-Verantwortlichen nach dem Remis gegen die Alte Dame als unpassend. Dabei geriet vor allem die harmlose Offensive der Kölner in die Schusslinie des Weltmeisters von 2014. „Nach vorne fehlt das Feuer, um das Tor zu erzwingen“, befand Podolski, der sich insbesondere mehr Vertrauen für Stürmer Anthony Modeste wünscht. Der ehemalige FC-Spieler sagte, man müsse Modeste „Selbstvertrauen geben, ihn spielen lassen und auch mal streicheln“, statt „seit gefühlt 20 Begegnungen ohne Stürmer“ zu spielen.

Handelnde Personen, die alles besser wissen

Er selbst wird dabei nicht mehr für den FC auf den Platz zurückkehren, das bestätigte Podolski am Sonntag ebenfalls. „Das Thema ist durch“, sagte der aktuell bei Antalyaspor aktive Offensivspieler. „Es besteht aktuell kein Kontakt zum FC, dass ich auf den Platz zurückkehre.“ Möglich sei allerdings nach wie vor eine andere Aufgabe nach seiner sportlichen Karriere. „Man wird mich in der ein oder anderen Position im Klub sehen. Mal schauen, wie es weitergeht“, erklärte der ehemalige Nationalspieler.

Neben Podolski äußerte sich am Sonntag auch Ex-Trainer Christoph Daum zur aktuellen Situation des 1. FC Köln. „Der FC ist die Mannschaft mit den wenigsten Torschüssen. Der Spielaufbau und Ball in die Tiefe finden zu wenig statt. Es fehlt die Durchschlagskraft. Ich sehe nicht die bedingungslose Einsatzbereitschaft“, urteilte der 67-jährige, der nach eigenen Angaben „lockeren Kontakt“ zum FC gehalten habe. Als möglichen Nachfolger für den in der Kritik stehenden Markus Gisdol sehe sich der frühere Trainer aber nicht. „Wenn man meinen Ratschlag braucht, bin ich offen“, erklärte Daum, glaubt aber nicht daran, vom FC kontaktiert zu werden: „Sie haben handelnde Personen, die alles besser wissen. Dann sollen sie auch weitermachen. Dann brauchen sie auch keinen Ratschlag. Die Entscheidungsträger schauen nicht nach rechts oder links, sondern setzen voll auf ihr Netzwerk. Nach dem Motto: Et hätt ja noch immer jot jejange!“

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