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Derby-Zeit: Dennis als Hoffnung gegen den Erzrivalen


Am Samstagabend steht das 109. Rheinische Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln an. Für die Geißböcke ist es die Chance das DFB-Pokal-Aus gutzumachen und die Krise abzuwenden, in die sich der Klub in dieser Woche selbst gestürzt hat (unseren Kommentar dazu gibt es hier). Mithelfen sollen in Mönchengladbach auch die FC-Neuzugänge Emmanuel Dennis und Max Meyer. Doch nur Dennis wird wohl im Borussia-Park von Beginn an auflaufen. 

Köln – Die Bilanz gegen Borussia Mönchengladbach ist aus Sicht des 1. FC Köln fürchterlich. Vor allem für eine Bilanz gegen einen Erzrivalen. Alleine in den letzten zehn Jahren setzte es zehn Niederlagen bei nur drei Siegen und einem Unentschieden (sowie einem Torverhältnis von 10:25). Insgesamt hat die Borussia über die Hälfte aller Duelle für sich entschieden. In den letzten 30 Jahren konnten die Geißböcke überhaupt nur drei Auswärtsspiele in Mönchengladbach gewinnen (14 Niederlagen, vier Unentschieden). Fahrten an den Niederrhein taten dem FC in den letzten drei Jahrzehnten also meist sehr weh.

Er ist absolut ein Hoffnungsträger für uns

Am Samstagabend soll dies anders werden. Nachdem die Geißböcke im Hinspiel beim 1:3 (0:2) chancenlos geblieben waren, will es die Mannschaft von Markus Gisdol dieses Mal besser hinbekommen. Personell wird es zwar arg dünn – Sebastiaan Bornauw, Jonas Hector und Marius Wolf drohen auszufallen. Doch mit Emmanuel Dennis hoffen die Geißböcke den richten Stürmertypen auf dem Platz zu haben, der für die vermeintliche Kontertaktik des FC bestens geeignet wäre. „Er ist absolut ein Hoffnungsträger für uns. Jetzt haben wir einen Stürmer auf dem Platz, der Tempo hat, ins Eins-gegen-Eins geht und Torgefahr ausstrahlt“, sagte Gisdol am Donnerstag über den Nigerianer, der im DFB-Pokal erstmals für den FC traf, allerdings auch den Elfmeter in der 78. Minute verschoss. „Wir müssen vorsichtig sein, nicht alles auf seine Schultern zu legen“, mahnte daher auch der FC-Trainer.

Dennis hat für Samstag seinen Startelf-Platz sicher. Zusammen mit Spielern wie Ismail Jakobs soll er gegen den Ball aktiv, vor allem aber schnell im Umschaltspiel agieren und den Gegner beschäftigen. Im letzten Auswärtsspiel, dem ersten Geisterspiel der Bundesliga-Geschichte am 11. März 2020, machte es der FC eigentlich gut und hätte sich im Borussia-Park eigentlich einen Punkt verdient gehabt, scheiterte letztlich aber an der eigenen Chancenverwertung. Das soll am Samstagabend besser werden.

Ob Max Meyer dabei mithelfen wird, ist noch offen. Der Mittelfeldspieler wird sicher im Kader stehen, der am Freitagabend in Richtung Mönchengladbach aufbrechen wird. Doch Gisdol dürfte den 25-jährigen kaum in die Anfangsformation beordern. Dafür war sein Auftritt in Regensburg nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit zu schwach. „Max hatte mehr Anlaufschwierigkeiten, vielleicht, weil er länger raus war“, urteilte Gisdol über den Auftritt des Technikers im DFB-Pokal. „Man hat es gemerkt. Es war für ihn schwierig.“ Und damit auch für die gesamte Mannschaft, der Meyer noch nicht helfen konnte. Doch es ist unbestritten, dass er den FC spielerisch weiterbringen könnte. Dafür braucht es aber erst die Bindung zu den Teamkollegen.

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