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Skhiri macht Schritt nach vorne: „Bereit, sein Spiel zu entwickeln“


Ellyes Skhiri gehört beim 1. FC Köln zu den absoluten Leistungsträgern. Während der 25-jährige lange Zeit unauffällig seine Kilometer abspulte und dabei wichtige Lücken zulief, traut sich der Mittelfeldspieler nun auch die Bälle nach vorne zu. Damit wird Skhiri noch wertvoller für die Geißböcke. 

Köln – Seit seinem Wechsel zum 1. FC Köln im Sommer 2019 hat Ellyes Skhiri gerade einmal drei Bundesliga-Spiele verpasst. Kurz nachdem Markus Gisdol am zwölften Spieltag der Vorsaison das Traineramt bei den Geißböcken übernommen hatte, wurde der Tunesier für zwei Spiele aus der Startelf rotiert. In dieser Spielzeit saß Skhiri lediglich beim 1:1 gegen Werder Bremen auf der Bank, nachdem der Mittelfeldspieler einige Zeit überspielt gewirkt hatte. Doch offensichtlich nutzte Skhiri die kurze Verschnaufpause, denn in den folgenden beiden Spielen traf der eigentlich für das defensive Zentrum zuständige 25-jährige drei Mal.

Skhiri führt fast alle Statistiken an

Während Skhiri schon zuvor beinahe unangefochten auf seiner Position war, hat sich der tunesische Nationalspieler in den letzten Wochen noch weiter als unverzichtbar für die Geißböcke entwickelt. Nicht nur, dass Skhiri mit seinen drei Toren und zwei Vorlagen neben Elvis Rexhbecaj der erfolgreichste Scorer im FC-Dress ist. Vielmehr führt der Sechser beinahe alle wichtigen Statistiken beim FC an. So ist schon seit seinem ersten Spiel in Köln bekannt, dass Skhiri im Mittelfeld ein wahres Laufwunder ist. Gegen Arminia Bielefeld riss der Spieler erneut beeindruckende 13,4 Kilometer ab. Insgesamt liegt Skhiri mit 220,3 Kilometern auf dem dritten Rang aller Bundesliga-Spielern. Lediglich Marcel Hartel und Maximilian Eggestein liegen in dieser Statistik noch vor dem Kölner, haben allerdings auch 100 respektive 200 Minuten mehr dafür auf dem Feld gestanden. In seinen durchschnittlich also etwas mehr als zwölf Kilometern pro Spiel ist Skhiri aber auch der FC-Spieler, der die meisten intensive Läufe absolviert. In 18 Einsätzen waren dies insgesamt 1454, also 80 intensive Läufe pro Spiel. Damit liegt Skhiri vereinsintern erneut ganz vorne, von allen Bundesliga-Spielern ist dies zudem der siebtbeste Wert. Wie genau diese intensive Läufe, die von Amazon Web Services erfasst werden, definiert sind, wird zwar nicht erklärt. Allerdings scheint wahrscheinlich, dass Skhiri gerade durch seine intensiven Läufe immer wieder die wichtigen Räume schließt und dadurch zu Ballgewinnen kommt. Darüber hinaus gewinnt Skhiri beim FC die meisten Zweikämpfe (202, 16. aller Bundesliga-Spieler) und weist bei einer mannschaftlich eher schwachen Passleistung mit 88,9 Prozent die beste Quote auf (17. aller Bundesliga-Spieler).

Er hat einen deutlichen Schritt gemacht

In vielen Spielen war seine hohe Passsicherheit allerdings auch darauf zurückzuführen, dass Skhiri im defensiven Mittelfeld nur wenig Risiko gegangen ist. Nach den bereits angesprochenen Balleroberungen führte sein Weg meist zurück in die Innenverteidigung oder auf seinen Nebenmann auf der Sechs. Doch in den letzten Wochen scheint sich Skhiri auch in dieser Hinsicht mehr zuzutrauen. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim leitete der Tunesier die Großchance von Kingsley Ehizibue in der ersten Hälfte mit einem langen Ball stark ein. Und auch das 3:0 gegen Arminia Bielefeld durch Elvis Rexhbecaj resultierte aus einem starken Pass in die Schnittstelle aus dem Zentrum heraus. Überhaupt machte der 25-jährige gegen die Arminia wohl sein bislang bestes Saisonspiel (GBK-Note 1), weshalb auch FC-Trainer Markus Gisdol nach dem Spiel voll des Lobes für Skhiri war: „Ich finde ihn schon letzte Spiele stark“, erklärte der 51-jährige. „Er hat einen deutlichen Schritt gemacht und auch den Vertikalpass nach Ballgewinnen verbessert. Er läuft viele Räume zu, gewinnt viele Bälle und ist für uns unverzichtbar. Ich freue mich, dass er bereit ist sein Spiel weiterzuentwickeln.“ Lange Zeit schien die Leistung von Skhiri dabei auch von einem starken Jonas Hector neben ihm abzuhängen. Doch das Spiel gegen Bielefeld hat auch gezeigt, dass der Mittelfeldspieler inzwischen losgelöst vom Kapitän eine tragende Rolle im FC-Spiel einnehmen kann. Nun wie aussieht auch auf dem Weg nach vorne.

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