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Verträge bis 2022: Um diese Spieler muss sich der FC jetzt kümmern


Während zum Ende dieser Saison neun Spieler den 1. FC Köln aufgrund ihrer auslaufenden Verträge verlassen könnten, gehen nach aktuellem Stand gleich 14 Spieler mit einem letzten Jahr Vertragslaufzeit in die kommende Spielzeit 2021/22. Oftmals heißt es daher wie zuletzt bei Jhon Cordoba: Verlängern oder Verkaufen. 

Köln – Ab dem 01. Juli 2021 haben nach aktuellem Stand neun derzeitige Spieler des 1. FC Köln keinen gültigen Arbeitsvertrag mehr bei den Geißböcken. Während die Leihverträge bei Ron-Robert Zieler, Emmanuel Dennis, Marius Wolf, Elvis Rexhbecaj und Tolo Arokodare enden, stehen Marco Höger, Marvin Obuz, Max Meyer und Salih Özcan aktuell vor einer ungewissen Zukunft. Klar ist, dass die Kölner gerne mit den beiden Eigengewächsen Özcan und Obuz verlängern würden. Auch die Leihspieler Rexhbecaj und Wolf würde man gerne fest verpflichten oder weiter ausleihen, wenngleich dies aufgrund der finanziellen Lage und der gleichzeitig starken Leistungen der beiden äußert schwierig für Geschäftsführer Horst Heldt werden dürfte.

Verlängern oder Verkaufen?

Ungeachtet dessen wird sich der Sportchef allerdings bereits mit jenen Spielern auseinandersetzen müssen, deren Verträge ein Jahr später im Sommer 2022 ausläuft. Schließlich geht ein Verein nur ungern mit einem Spieler in eine neue Saison, dessen Kontrakt danach ausläuft, sofern weiterhin langfristig mit ihm geplant wird oder er zukünftig noch Transfereinnahmen generieren soll. Aus diesem Grund hatte Heldt im vergangenen Sommer keine andere Wahl, als Jhon Cordoba zur Hertha zu transferieren. Der Kolumbianer wollte seinen Vertrag beim FC nicht mehr verlängern, und den Angreifer im Sommer 2021 ablösefrei ziehen zu lassen, hätte der FC wirtschaftlich nicht riskieren können.

So wird sich Heldt in den kommenden Monaten mit neun aktuellen FC-Profis auseinandersetzen müssen, deren Verträge am Geißbockheim noch bis Ende Juni 2022 laufen. Darüber hinaus kehren zur neuen Saison, Stand jetzt, fünf weitere Spieler von ihren aktuellen Leihvereinen zurück, die ebenfalls noch ein weiteres Jahr in Köln unter Vertrag stehen: Louis Schaub, Lasse Sobiech, Vincent Koziello, Tomas Ostrak und Marcel Risse stehen ab dem 1. Juli offiziell wieder beim FC in Lohn und Brot. Eine sportliche Rolle spielt das Quintett in den Planungen der Geißböcke allerdings schon lange nicht mehr. So wird sich Heldt erneut mit diesen Spielern auseinandersetzen und eine für alle Beteiligten sinnvolle Lösung zur endgültigen Trennung finden müssen. Da aufgrund der auslaufenden Verträge keine erneute Leihe möglich wäre, müsste der Geschäftsführer Vereine finden, die eine Ablösesumme zu zahlen bereit wären. Andernfalls müsste der FC, wie bei Simon Terodde oder Frederik Sörensen, den Vertrag auflösen, in diesem Falle wären Abfindungszahlungen notwendig.

Czichos und Drexler bei Vertragende 32 Jahre alt

Spannender dürfte sich die Situationen bei jenen Spielern gestalten, die momentan im Kader von Markus Gisdol zu finden sind. So läuft beispielsweise ebenfalls der Vertrag von Nachwuchstorhüter Julian Krahl im Sommer 2022 aus. Der Youngster macht in dieser Saison mit starken Leistungen in der U21 auf sich aufmerksam, will sich perspektivisch aber auch auf höherem Niveau beweisen. Solange jedoch Timo Horn beim FC bleibt, dürfte der Platz als Nummer 1 vergeben sein. So gibt es beim FC Bestrebungen, Krahls Vertrag zu verlängern und ihn anschließend in die Zweite oder Dritte Liga zu verleihen. Bei Joao Queiros dürfte sich Heldt vermutlich am schwersten tun, in diesem Sommer einen abnehmenden Verein zu finden. Der Super-Flop aus dem Transfersommer 2017 hat seit seinem Wechsel zum FC kein einziges Profi-Spiel bestritten und hat sich nicht einmal für die U21 empfehlen können. So wird Queiros entweder noch ein weiteres Jahr beim FC auf der Gehaltsliste stehen oder den Vertrag endlich auflösen, um dieses millionenschwere Missverständnis zu beenden.

Ob der FC noch einmal mit Rafael Czichos oder Dominick Drexler verlängern wird, dürfte sich wohl erst im Laufe der nächsten Saison entscheiden. Beide stehen noch bis 2022 unter Vertrag, beide werden zu diesem Zeitpunkt allerdings schon 32 Jahre alt sein. Eine Verlängerung würde daher überraschen. Wahrscheinlicher ist, dass Heldt die Verträge auslaufen lassen wird, zumal unsicher scheint, ob gerade Drexler seine sportliche wie persönliche Perspektive in der kommenden Spielzeit noch beim FC sieht. Auch Jannes Horn, Benno Schmitz und Florian Kainz gehen in der kommenden Saison in ihr vorerst letztes Vertragsjahr bei den Geißböcken. Während sich Horn nach seine Leihe in Hannover gut entwickelt hat und durch seine flexible Einsatzfähigkeit in der Abwehrreihe zum erweiterten Stammspielerkreis zählt, sieht die Situation bei Schmitz und Kainz anders aus. Schmitz hat sich beim FC nie durchsetzen können, eine Verlängerung mit dem 26-jährigen scheint daher ausgeschlossen, wenn sich die Wege im Sommer nicht sogar vorzeitig trennen. Bei Kainz wird Heldt hingegen erst einmal abwarten, wie sich der Flügelspieler nach seiner schweren Knieverletzung zurückkämpft. Sollte der österreichische Nationalspieler an seine starke Form vor seiner Verletzung anknüpfen können, wäre eine Verlängerung eine Option. Allerdings wäre Kainz 2022 auch schon 30 Jahre alt. Der Offensivspieler würde eine Vertragslaufzeit von mindestens drei Jahren anstreben – für den FC müsste dies wiederum ein Ausschlusskriterium sein.

Talent Thielmann soll bleiben

Und dann bliebe da noch Jan Thielmann. Als damals 17-jähriger feierte der Offensivspieler in der Saison 2019/20 sein Debüt in der Bundesliga und unterschrieb im Januar 2020 seinen ersten Profi-Vertrag. Da Spieler unter 18 Jahre nur für zwei Spielzeiten unterschreiben dürfen, wurde Thielmanns Kontrakt zunächst bis zum Sommer 2022 verlängert. Allerdings gehört das Talent neben Jannes Horn zu den wenigen Spielern, bei denen es sich der FC kaum erlauben dürfte, mit einem auslaufenden Vertrag in die neue Saison zu gehen. Die Geißböcke werden daher alles daran setzen mit dem Youngster spätestens im Sommer zu verlängern.

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